"Die erste Elf steht": MSV wagt selbstbewusst den neuen Anlauf

Ganz zum Schluss verpasste der MSV Duisburg im Mai die große Chance auf die 2. Bundesliga, doch schon zum Auftakt der neuen Drittliga-Saison werden 25.000 Fans den Spielverein wieder nach vorne peitschen. Am Samstag (14 Uhr) starten die Zebras mit einem Heimspiel gegen den SV Meppen in die neue Spielzeit. Und klar ist: Cheftrainer Dietmar Hirsch ist in jeder Hinsicht gefordert.

"Gibt mit Sicherheit ein paar Zwischenziele"

Zuhause fühlt sich das Zebra wohl: Der MSV Duisburg, der im Ligabetrieb schon seit über 18 Monaten im eigenen Stadion ungeschlagen ist, startet mit einem Heimspiel in die Saison 2026/27. Cheftrainer Dietmar Hirsch kannte die Statistik. "Wenn wir weiter ungeschlagen bleiben, dann haben wir schon mal mindestens ein Remis geschafft", legte der 54-Jährige bei der Spieltags-Pressekonferenz am Donnerstag mit einem Lächeln vor. Dass das gegen einen ambitionierten Aufsteiger wie den SV Meppen aber keine Selbstverständlichkeit wird, sei auch klar. Grundsätzlich hielt Hirsch fest: "Die Liga ist durch die Auf- und Absteiger noch enger und attraktiver geworden."

Dass der MSV weiterhin in der 3. Liga spielt, was im knappen Scheitern am letzten Spieltag der Vorsaison begründet ist, soll kein Thema mehr sein. "Wir heulen nicht rum, dass wir die letzte Spielzeit nur als Vierter abgeschlossen haben. Im zweiten Jahr wollen wir jetzt wieder eine gute Rolle spielen, was sehr interessant werden wird." Denn in der Natur der Sache liegt, dass sich eine Mannschaft im Vergleich zum Vorjahr ungerne verschlechtert. Für den MSV würde das bedeuten, dass ein Platz unter den Top 3 her müsste. Hirsch ließ sich allerdings nicht aus der Reserve locken: "Es gibt mit Sicherheit ein paar Zwischenziele, aber an Spieltag 1 wollen wir erst einmal gut starten." Das Wort 'Aufstieg' nahm der MSV-Coach nicht in den Mund.

"Jungs wollen einfach losgelassen werden"

Trotzdem werden die Ziele der Zebras ambitioniert sein, daraus machte der 54-Jährige kein Geheimnis. Etwas anderes wäre für das Umfeld wohl auch nicht glaubhaft, was logischerweise zu hohen Erwartungen seitens der Fans führen wird. "Die Erwartungshaltung ist groß, ja. Aber das ist kein Druck. Das macht uns stolz, dass uns jeder die Daumen drückt", fand Hirsch. Entsprechend werden die MSV-Fans auch wieder den MSV-Fußball zu sehen bekommen: "Der Ruhrpott-Fußball, den wir seit Monaten hier etabliert haben, bleibt ein sehr fleißiger Fußball, und den wollen wir wieder auf den Platz bringen. Dann werden wir auch der Erwartungshaltung gerecht."

Zum Start wird Hirsch auf Frederik Christensen sowie Dennis Borkowski verzichten müssen. Darüber hinaus sah der MSV-Coach sein Team gewappnet. "Die erste Elf steht", gab der 54-Jährige ganz unverblümt an. Dass es angesichts der Qualität im Kader eine gute Moderation seitens des Trainers bräuchte, war Hirsch ebenfalls bewusst. "Jeder möchte gerne spielen, was auch berechtigt ist. Jeder hat das Recht und die Qualität, in der Startelf zu stehen. Aber wir müssen uns entscheiden, und das haben wir getan." Der MSV-Coach wird weiterhin auf den Zusammenhalt und das Kollektiv bei den Zebras setzen, wird dafür viele Gespräche führen. Denn das habe Duisburg in den letzten Jahren ausgezeichnet. "Wir haben die Qualität im Kader und die Intelligenz der Spieler, um auf alles reagieren zu können", so Hirsch. "Jetzt wollen die Jungs einfach losgelassen werden."

   

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