"Es gibt auch Grenzen": Azzouzi mahnt wechselwilligen Schroers
Nach seinen starken Leistungen in der vergangenen Saison plant Aachens Mika Schroers den nächsten Karriereschritt und liebäugelt mit einem Wechsel in die 2. Bundesliga. Darüber ist auch die Alemannia informiert. Sport-Geschäftsführer Rachid Azzouzi kann die Situation des 24-Jährigen verstehen, mahnt gleichzeitig aber: "Es gibt auch Grenzen."
Noch weit auseinander
Bereits vor einer Woche war bekanntgeworden, dass vor allem der 1. FC Nürnberg großes Interesse an einer Verpflichtung zeigt. Das bestätigt FCN-Sportdirektor Joti Chatzialexiou nun auch öffentlich: "Mika Schroers wäre ein Spieler, der uns mit seiner Qualität helfen könnte", sagt er gegenüber den "Nürnberger Nachrichten". Jedoch habe die Alemannia "etwas andere Vorstellungen als wir", so Chatzialexiou. "Wir liegen noch weit auseinander." Mitte Juli hatte der Zweitligst ein offizielles Angebot für den Angreifer abgegeben, war damit allerdings abgeblitzt. Nachgebessert hat der FCN seitdem offenbar nicht, denn laut der "Aachener Zeitung" liege derzeit keine Offerte für Schroers vor.
Schon Ende Juni hatte Azzouzi im Interview mit liga3-online.de erklärt, dass er nicht daran glaubt, "dass irgendein Verein die Ablöse, die wir im Kopf haben, bezahlen wird". Entsprechend hatte der 55-Jährige es als "sehr realistisch" eingestuft, Leistungsträger wie Schroers halten zu können. "Sollten unmoralische Angebote herein flattern, sieht die Lage anders aus – und wir werden uns damit beschäftigen". Dem Vernehmen nach fordert die Alemannia eine Millionen-Summe für den 24-Jährigen, der im April für eine Ablösesumme von lediglich 150.000 Euro fest von Arminia Bielefeld verpflichtet worden war.
"Es gibt zwei Möglichkeiten …"
Dass der anvisierte Wechsel zu einem höherklassigen Verein stockt, merkt man Schroers offenbar auch im Training an. Darauf lassen zumindest die Aussagen von Azzouzi in der "AZ" schließen: "Es gibt zwei Möglichkeiten, mit der Situation umzugehen: Man macht das so überragend wie Faton (Ademi; d. Red.) oder man lässt sich seinen Frust anmerken." Damit dürfte Schroers gemeint sein, auch wenn Azzouzi ihn namentlich nicht erwähnt. "Das Verhalten ändert aber nichts an der Ausgangslage."
Obwohl Schroers seinen Wechselwunsch hinterlegt hat, bescheinigt Aachens Sportchef dem 24-Jährigen einen "guten Charakter" und zeigt Verständnis: "Er muss erst einmal mit so einer Situation umgehen, das ist nicht so leicht." Gleichzeitig macht er aber auch deutlich: "Es gibt auch Grenzen." Das Thema wird die Alemannia wohl noch für einige Zeit beschäftigen.