Alemannia: Mika Schroers soll Wechselinteresse hinterlegt haben
Dass Aachens Mika Schroers bei vielen Klubs auf der Liste steht, ist schon lange bekannt. Doch inzwischen soll der 24-Jährige auch selbst sein Wechselinteresse hinterlegt haben, wie die "Aachener Zeitung" berichtet. Der Stürmer will in die 2. Liga, Sport-Geschäftsführer Rachid Azzouzi bleibt aber gelassen.
Nürnberg macht Angebot
Eine Woche ist es her, als Sport-Geschäftsführer Rachid Azzouzi öffentlich erklärt hatte, ein offizielles Angebot für den Angreifer abgelehnt zu haben. Der "AZ" zufolge soll dieses Angebot von Zweitligist 1. FC Nürnberg stammen. Die Clubberer haben offenbar großes Interesse daran, Schroers zu verpflichten, lagen mit der gebotenen Ablösesumme aber augenscheinlich unter der Vorstellung der Alemannia. Von welcher Summe die Rede ist, dazu gibt es bislang keine Angaben.
Ende Juni hatte Azzouzi im Interview mit liga3-online.de noch erklärt, dass er nicht daran glaubt, "dass irgendein Verein die Ablöse, die wir im Kopf haben, bezahlen wird". Entsprechend hatte der 55-Jährige es als "sehr realistisch" eingestuft, Leistungsträger wie Schroers halten zu können. "Sollten unmoralische Angebote herein flattern, sieht die Lage anders aus – und wir werden uns damit beschäftigen".
Azzouzi bleibt gelassen
Dass der 24-Jährige sein Wechselinteresse hinterlegt haben soll, ist für Azzouzi kein Problem: "Alle Spieler wollen immer den nächsten sportlichen Schritt machen, das ist völlig in Ordnung. Wir freuen uns, wenn sich Jungs so gut entwickeln, aber für eine Lösung muss es dann auch für alle Seiten passen." Der 1. FC Nürnberg wird also nachbessern müssen – und wohl mindestens eine Ablöse bieten, die sich am Marktwert des Stürmers von 750.000 Euro orientiert. Zum Vergleich: Im April hatte Aachen den Angreifer für lediglich 150.000 Euro per Kaufoption fest von Arminia Bielefeld verpflichtet.
Denkbar aber auch, dass Schroers zum ersten Millionen-Transfer seit Marco Höger wird, der im Sommer 2011 für 1,5 Millionen Euro zum FC Schalke gewechselt war. Dann würde die Alemannia nach Lars Gindorf zwar auch ihren zweitbesten Scorer der Vorsaison verlieren (21 Tore, elf Vorlagen), hätte aber das nötige Kleingeld, um einen entsprechenden Ersatz zu verpflichten. Dass Schroers bleibt, wird dagegen immer unwahrscheinlicher.