Werbefreie Fankurve: SC Preußen setzt Zeichen für die Fans
Der SC Preußen Münster verzichtet in seinem modernisierten Stadion bewusst auf Werbeflächen in der künftigen Fankurve. Wie der Klub mitteilte, bleibt die neue Osttribüne dauerhaft werbefrei und trägt künftig offiziell den Namen "Fiffi-Gerritzen-Kurve".
Bekenntnis zur Fankultur
Die Entscheidung gilt als besonderes Bekenntnis zur Fankultur. Während in vielen Stadien Tribünen und Dachblenden für Sponsoren genutzt werden, verzichtet der SC Preußen auf eine kommerzielle Vermarktung der Kurve. Auch die LVM Versicherung als Namensgeber des Stadions erhebt dort keinen Werbeanspruch. Stattdessen wird die Tribüne nach Vereinslegende Felix "Fiffi" Gerritzen benannt. Der Name ist in der Fanszene bereits seit 2013 etabliert und soll nun dauerhaft im neuen Stadion verankert werden. Sowohl auf den Stehstufen als auch an der Dachblende wird künftig der Schriftzug "Fiffi-Gerritzen-Kurve" zu sehen sein.
Kurventaler soll Einnahmeverlust kompensieren
Der Werbeverzicht kostet den Verein allerdings Einnahmen. Um diese zumindest teilweise aufzufangen, führt der SCP den sogenannten "Kurventaler" ein. Dabei handelt es sich um einen Solidaritätsbeitrag, der bereits im Ticketpreis für die Fankurve enthalten ist. Nach Angaben des Vereins wurde das Modell gemeinsam mit Fanvertretern entwickelt. Die neue Osttribüne mit knapp 9.000 Stehplätzen soll zur Saisoneröffnung am 1. August erstmals genutzt werden und künftig das Stimmungszentrum im LVM-Preußenstadion bilden.