Fix: Waldhof verpflichtet Hör – und Zuber kündigt noch mehr an
Gerhard Zuber beobachtete am Mittwoch den Trainingsstart des SV Waldhof Mannheim ganz genau. Nicht nur das neue Trainerteam um Rui Mota legte los, sondern auch zahlreiche Neuzugänge, die der Österreicher in seiner zweiten Sommertransferphase als Sport-Geschäftsführer holte. Und das Ende der Kaderplanung ist noch nicht erreicht – beispielsweise Yannis Hör kommt noch hinzu.
"Er weiß, worauf es beim Waldhof ankommt"
Nach seiner Ausbildung beim TSG Wilhelmsfeld (2010 bis 2017) wurde Yannis Hör beim SV Waldhof Mannheim aufgenommen. Drei Jahre lang machte der Verteidiger im Jugendbereich auf sich aufmerksam, sodass die TSG 1899 Hoffenheim zuschlug und die weitere Ausbildung übernahm. Zuletzt spielte Hör dann in der Zweitvertretung der Sinsheimer, sammelte dort Erfahrungen in 31 Dritt- und 21 Viertliga-Partien. Jetzt kehrt der 21-Jährige zum SV Waldhof zurück – und zwar ablösefrei.
"Er weiß, worauf es beim Waldhof ankommt, und hat dies auch in unseren Gesprächen gezeigt. Neben seinen bereits vorhandenen Qualitäten verfügt Yannis über großes Entwicklungspotenzial", verkündet Sport-Geschäftsführer Gerhard Zuber. Für Hör ist es die Rückkehr an alte Wirkungsstätte, die Begeisterung auslöst: "Als Jugendspieler hatte man immer den Traum, irgendwann bei den Profis aufzulaufen. Heute einen Profivertrag beim SV Waldhof zu unterschreiben, fühlt sich sehr gut an."
Schober hebt U23-Regelung hervor
Auch Sportdirektor Mathias Schober ist mit der Arbeit, die Mannheim auf dem Transfermarkt getan hat, sehr zufrieden. "Mit Yannis haben wir für die kommende Saison einen breit aufgestellten, jungen Mannschaftskern. Junge Spieler werden bei uns die Chance erhalten, sich weiterzuentwickeln und Spielpraxis zu sammeln. Mit Yannis haben wir nun zehn Spieler im Kader, die unter die U23-Regelung der 3. Liga fallen", machte der 50-Jährige am Beispiel von Hör fest.
Gerade erst war der Waldhof auf dem Trainingsplatz in die Vorbereitung gestartet. Ein Ende der Kaderplanung ist daher noch nicht in Sicht. "Ich glaube, dass wir bis hierher schon eine sehr gute Truppe haben. Wir müssen jedoch schauen, dass wir uns vielleicht auf jeder Position noch ergänzen. Da geht es jetzt aber gar nicht so um Offensive oder Defensive. Wie schnell das jetzt geht, müssen wir schauen", kündigte Zuber in der "Rhein-Neckar-Zeitung" an, dass sich das Gesicht des Waldhofs noch weiter verändern kann. Denn der Österreicher weiß auch: Letzte Saison erhielt Cheftrainer Dominik Glawogger gerade einmal zwei Spieltage nach der Vorbereitung, da war schon wieder Schluss.
Tür für Lohkemper offen?
Ein Umstand, der sich bei Neu-Coach Rui Mota nicht wiederholen darf. Deswegen bekam der Fußballlehrer sein bekanntes Trainerteam an die Seite gestellt. "Ja, sonst hätten wir es ja nicht gemacht. Das hat schon seinen Grund. Ein Pep Guardiola nimmt beispielsweise 20 Leute mit. Die halten zusammen. Und wir haben aus dem letzten und vorletzten Jahr auch gelernt. Sie sind sehr gut abgestimmt", fand Zuber. Jetzt wird sich der Sport-Geschäftsführer die Vorbereitung akribisch anschauen, um die richtigen Schlüsse zu ziehen: "Wie viele Spieler noch kommen, kann man schwer sagen. Denn es kann ja auch sein, dass noch Spieler gehen. Es ist immer Bewegung drin. Ich habe da wirklich keine feste Zahl im Kopf."
Eine Rückkehr von Mittelstürmer Felix Lohkemper, der aufgrund eines Wechselwunsches in Ungnade gefallen war, schloss Zuber derweil nicht aus. "Felix hätte heute zur Mannschaft stoßen können. Leider hat ihn heute ein Infekt ausgebremst. Mal schauen, wie es in der nächsten Zeit mit ihm weitergeht. Und es ist kein Geheimnis, dass andere Vereine an ihm baggern", ließ der Sport-Geschäftsführer einblicken. Dafür ist nun Hör an Bord – im Gegensatz zu den Langzeitverletzten Jascha Brandt (Kreuzbandriss) und Adama Diakhaby (Lauftraining).