"Haben es nicht verdient": Waldhof hadert mit Remis in Rostock

Zweimal lag Waldhof Mannheim beim Auswärtsspiel in Rostock mit zwei Toren vorne, am Ende reichte es dennoch nur zu einem Punkt. Der Frust war dementsprechend groß – auch weil den Buwe in der Schlussphase ein Elfmeter verwehrt wurde.

"Schwer zu verkraften"

Es lief bereits die 89. Minute, als Okeke eine Flanke in den Strafraum der Rostocker schlug. Gregorio stieg zum Kopfball hoch, wurde aber von Bohnert umklammert und etwas zu Boden gerissen. Vehement forderten die Mannheimer einen Elfmeter, doch die Pfeife von Schiedsrichter Felix Weller blieb stumm. Während Hansa-Coach Daniel Brinkmann von einem "Kann-Elfmeter" sprach, plädierte Mannheims Trainer Rui Mota auf Strafstoß und meinte: "Wenn diese Situation im Mittelfeld passiert, wird vielleicht anders entschieden." Von einem Vorwurf gegenüber dem Schiedsrichter-Team war der Portugiese aber weit entfernt: "Sie haben einen guten Job gemacht, denn es war ein sehr körperbetontes Spiel."

Stattdessen suchte er die Gründe für den verpassten Sieg ausschließlich bei seinem Team. Konkret monierte er die Tatsache, dass alle drei Gegentreffer nach Standards gefallen waren: "Das ist schwer zu verkraften", so der 47-Jährige. Gleichzeitig litt Mota mit seinen Spielern, die "so gute Arbeit" geleistet und den Matchplan "wirklich gut befolgt" hätten. "Daher haben wir es nicht verdient, zwei Punkte zu verlieren."

"Wenn man 3:1 führt, …"

Im Vorfeld hätte der Waldhof ein Remis bei der Kogge womöglich unterschrieben, im Nachgang sorgte das 3:3 jedoch für Enttäuschung. "Wenn man 3:1 führt, will man den Sieg natürlich mit nach Hause nehmen", sagte Lovis Bierschenk, der nach 50 Minuten zum zwischenzeitlichen 3:1 getroffen hatte. Anschließend habe der Waldhof das Spiel "ein bisschen aus der Hand gegeben", so der 21-Jährige. Eine Tatsache, die Bierschenk vor allem daran festmachte, dass sich die Mannheimer "ein bisschen zu tief" haben fallen lassen.

So verpasste den Mannheim ersten Auswärtssieg seit Ende Januar und damit einen Traumstart. Dennoch sind vier Punkte aus zwei Spielen mehr als solide. Bevor es in zwei Wochen zum TSV Havelse geht, steht am kommenden Freitag erstmal das mit Spannung erwartete Pokal-Derby gegen den 1. FC Kaiserslautern an. "Wir sind auf jeden Fall alle heiß", blickte Bierschenk voraus. "Aber jetzt gilt der Fokus erstmals der Regeneration und der Trainingswoche, damit wir gut vorbereitet sind."

   

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