Trainer, Kader, Ziele: So plant der SSV Ulm für die Regionalliga

Erst der Durchmarsch, jetzt der Doppel-Abstieg: Der SSV Ulm ist zurück in der Regionalliga. liga3-online.de zeigt, wie die Spatzen für die 4. Liga planen.

Nur ein Spieler noch unter Vertrag

Trainer: Auch wenn er gerne geblieben wäre: Für Pavel Dotchev geht es nach dem Abstieg nicht weiter. Wer künftig an der Seitenlinie stehen wird, ist zwar noch nicht bekannt. Dem Vernehmen nach wird aber Stuttgarts U17-Coach Daniel Jungwirth den Posten übernehmen.

Sportdirektor: Bereits in der letzten Woche haben die Ulmer mit Murat Isik ihren neuen Sportdirektor verpflichtet. Bei seiner Vorstellung kündigte der 50-Jährige an, eine DNA aufbauen und die Durchlässigkeit von der Jugend zu den Profis zu erhöhen zu wollen. Zudem sprach Isik davon, ein ganzheitliches Spielsystem von der U15 bis zu den Profis implementieren zu wollen. Auch ein Leiter Lizenzmannschaft & Scouting soll noch eingestellt werden.

Kader: Vorstandsvorsitzender Dominik Schwärzel kündigte zuletzt einen "konsequenten Neuaufbau auf allen Ebenen" an, der auch den Kader betreffen wird. Zumal laut der "Südwest Presse" nur Lucas Röser einen gültigen Vertrag für die Regionalliga besitzt. Künftig soll die Mannschaft zu "60 bis 70 Prozent" mit Spielern aus der Umgebung bestehen. Zudem soll verstärkt auf die eigene Jugend gesetzt werden. "Wir haben hochtalentierte U19-Spieler, die nie zu Geltung gekommen sind. Das kann nicht sein", sagte Vorstand Robert Holzer.

 

Wiederaufstieg nicht im ersten Jahr?

Finanzen: Nach dem zweiten Abstieg in Folge werden die Ulmer den Gürtel deutlich enger schnallen müssen – vor allem, weil das TV-Geld von rund 1,3 Millionen Euro komplett entfällt. Zum Vergleich: In der Zweitliga-Saison 2024/25 kassierten die Spatzen noch 7,3 Millionen Euro. Auch die Einnahmen aus dem Sponsoring und den Ticketverkäufen werden sinken. Ob Haupt- und Trikotsponsor "Liqui Moly" an Bord bleibt, steht noch nicht fest.

Stadion: Eigentlich ist der Umbau des Donaustadions bereits beschlossene Sache, doch ob die Arbeiten – frühestens soll es im 1. Quartal 2027 losgehen – wie geplant umgesetzt werden, ist noch nicht gesichert. Denn für den Amateurfußball erfüllt die Spielstätte die Anforderungen noch.

Ziel: Vorstand Robert Holzer sprach am vergangenen Mittwoch zwar davon, dass der Wiederaufstieg "so schnell wie möglich" anvisiert werde, betonte aber auch, dass dieser "vermutlich nicht im ersten Jahr" gelingen werde. Schließlich brauche die neue Mannschaft Zeit, zudem soll ein "stabiler Weg" geebnet werden, um nicht direkt wieder abzusteigen. In jedem Fall sollen die professionellen Strukturen des Vereins auch in der Regionalliga fortgeführt werden, kündigte Schwärzel an – und will sich an Ergebnissen messen lassen.

 

   

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