Abstiegskampf so früh entschieden wie seit 2018 nicht mehr
Spannung? Davon ist im Abstiegskampf in dieser Saison schon länger keine Rede mehr. Seit Samstag sind mit dem TSV Havelse und dem SSV Ulm auch die letzten beiden Absteiger gefunden, sodass alle Entscheidungen bereits frühzeitig gefallen sind. So früh wie seit acht Jahren nicht mehr.
Mehrfach Drama in der Vergangenheit
Was hat die 3. Liga in ihrer Historie nicht schon für Dramen im Abstiegskampf erlebt. Man denke etwa an die Saison 2018/19, in der Energie Cottbus nur aufgrund der um einen Treffer schlechteren Tordifferenz gegenüber Eintracht Braunschweig abgestiegen ist. Und das sogar trotz 45 Punkten.
Oder an die Saison 2015/16, als die Stuttgarter Kickers trotz eines Vorsprungs von sechs Punkten vor den letzten beiden Spieltagen runter mussten, weil Wiesbaden am finalen Spieltag in der vierten Minute der Nachspielzeit aus einem 2:1 gegen Stuttgart II noch ein 3:1 machte und sich damit rettete. In dieser Saison stand mit dem 1. FC Schweinfurt bereits sieben Spieltage vor Schluss der erste Absteiger fest, Erzgebirge Aue folgte vor einer Woche, ehe es seit Samstag auch für den SSV Ulm und den TSV Havelse keine Rettung mehr gibt.
Zuletzt 2018 schon früh alles entschieden
Dass der Abstiegskampf bereits vor den letzten beiden Spieltagen entschieden ist, gab es in der Historie der 3. Liga erst zweimal – zuletzt 2018. Und das auch nur, weil Chemnitz und Erfurt aufgrund von Insolvenzverfahren jeweils neun Punkte abgezogen wurden.
Auf der anderen Seite war es schon viermal der Fall, dass das Team auf dem ersten Abstiegsplatz vor den letzten beiden Spieltagen punktgleich mit der Mannschaft am rettenden Ufer war. So war es auch in der letzten Saison mit Dortmund II und Stuttgart II. Am 37. Spieltag kam es dann zum direkten Duell beider Klubs, dass der VfB spät für sich entscheiden konnte und damit so gut wie gerettet war. In dieser Saison fehlt die sonst so typische Dramatik im Abstiegskampf nun.