Pläne vorgestellt: So soll die neue Bremer Brücke aussehen

Die geplante Sanierung der Bremer Brücke konkretisiert sich weiter – und stößt nach wie vor auf großes Interesse. Rund 1.000 Mitglieder, Dauerkarteninhaber und Anwohner informierten sich am Donnerstagabend über den aktuellen Stand der Planungen.

Drei neue Tribünen

Die Veranstaltung fand auf der Nordtribüne statt, die auch künftig erhalten bleiben soll. Von dort aus wurde deutlich, wie umfangreich der Umbau ausfallen wird: Während die Nordtribüne bestehen bleibt, werden die drei übrigen Tribünen komplett neu gebaut. Die überarbeiteten Entwürfe wurden von Architekt Nils Dethlefs vorgestellt. Im Fokus standen vor allem die Fortschritte in der Detailplanung. Ziel bleibt eine Lösung, die sowohl modernen Anforderungen gerecht wird als auch den besonderen Charakter des Stadions bewahrt. Stadion-Geschäftsführer Jan Jansen betonte: "Die Bremer Brücke ist weit mehr als ein Stadion."

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Auch beim VfL Osnabrück werden die Planungen eng begleitet. Geschäftsführer Dr. Michael Welling erklärte, man freue sich über den Fortschritt, denke aber gleichzeitig an die Auswirkungen für die Fans während der Bauphase. Einige Punkte müssten daher bereits beim kommenden Dauerkartenverkauf berücksichtigt werden. Im Zuge der weiteren Ausarbeitung wurden die Entwürfe detailliert überprüft, unter anderem durch die Übertragung in 3D-Modelle. Dabei zeigte sich, dass die Sichtverhältnisse an einigen Stellen noch optimiert werden müssen. Als Lösung ist unter anderem eine besondere Konstruktion in den markanten Stadion-Ecken vorgesehen: Dort sollen zusätzliche Oberränge mit Stehplätzen entstehen, darunter werden barrierefreie Plätze geschaffen.

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Künftig 17.300 Plätze

Nach aktuellem Stand soll das modernisierte Stadion künftig rund 17.300 Zuschauer fassen. Das Verhältnis zwischen Sitz- und Stehplätzen bleibt dabei nahezu unverändert. Auch die vier prägenden Flutlichtmasten sollen erhalten bleiben. Zudem wird dem Wunsch vieler Fans entsprochen, hinter den Toren sowie im Bereich des "Affenfelsens" auf Mundlöcher innerhalb der Tribünen zu verzichten. Wann die Bauarbeiten beginnen können, ist jedoch noch offen. Eine Entscheidung im Förderprogramm "Sanierung kommunaler Sportstätten" steht weiterhin aus.

Insgesamt soll die Sanierung rund 67,3 Millionen Euro kosten. Davon trägt die Stadt 33 Millionen Euro aus den Haushalten 2026 und 2027, die restlichen 34,3 Millionen Euro werden über Kredite finanziert und durch eine Pacht des VfL an die stadteigene Stadiongesellschaft refinanziert. Zum konkreten Bauablauf gibt es laut der "Neuen Osnabrücker Zeitung" noch keine abschließenden Entscheidungen. Klar sei lediglich, dass die Arbeiten voraussichtlich an der Westtribüne beginnen sollen. Ob der Umbau während des laufenden Spielbetriebs erfolgen kann, hängt maßgeblich von der noch ausstehenden Vergabe an einen Generalunternehmer ab.

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