Wittmann ärgert sich: "Schwierig, das emotionslos hinzunehmen"

Der FC Ingolstadt bewegt sich weiter im Niemandsland der Tabelle. Nach der 1:2-Niederlage gegen Viktoria Köln – bereits die dritte Pleite in Folge – wehrte sich Cheftrainerin Sabrina Wittmann gegen den Vorwurf vom fehlenden Biss ihrer Mannschaft im Saisonendspurt. Ein potentieller Handelfmeter sorgte zudem für Emotionen.

"Erste Halbzeit war viel zu schwach"

Zwischenzeitlich zählten die Schanzer zu den formstärksten Teams der Liga. Doch die gute Phase vom Jahresbeginn ist längst vorbei. Aus fünf Spielen gab es zuletzt nur noch drei Punkte – und es hagelte Niederlagen. So auch wieder gegen Viktoria Köln. "Wir haben genau zwei Mal den Gegenspieler im Tiefenlauf verpennt", ärgerte sich Cheftrainerin Sabrina Wittmann nach dem 1:2 im eigenen Stadion bei "MagentaSport". Denn eigentlich startete Ingolstadt gut in die Partie, doch gerade nach den Gegentreffern fand der FCI überhaupt nicht mehr statt. Auch Yann Sturm, der im zweiten Abschnitt den Anschlusstreffer erzielte, merkte an: "Die erste Halbzeit war viel zu schwach. Und eine Halbzeit ist in der 3. Liga dann auch zu wenig, um ein Spiel zu ziehen."

Genauso ehrlich bewertete der 21-jährige Angreifer auch eine Szene, in der Viktoria-Keeper Arne Schulz im Zweikampf um den Ball in Sturm hineinrutschte. "Im Spiel hätte ich gesagt, dass es ein Elfmeter ist", so der Ingolstädter. "Aber wenn ich das jetzt so sehe, dann komme ich halt nicht an den Ball und er ist schon vorher da. Daher würde ich sagen, dass das kein Elfer ist." Es war eine von zwei Szene, die am Ende womöglich den Spielverlauf auf den Kopf gestellt hätte. Doch gerade die zweite Situation ärgerte wiederum die Cheftrainerin.

"Nicht wenig Biss, sondern einfach Vorsicht"

In der Nachspielzeit wollte Viktoria-Kapitän Lars Dietz die Kugel aus der Gefahrenzone hämmern, aber trat beim Klärungsversuch über den Ball. Das Spielgerät berührte dadurch die Hand des Verteidigers, was sicherlich keine absichtliche Bewegung war. Wittmann stellte daher den Grundsatz in Frage. "Ich habe mich schon das ganze Spiel ein bisschen darüber aufgeregt, was ein absichtliches Handspiel ist. Wie oft hört man das in der Saison jetzt schon?", zog Wittmann noch vorherige Szenen aus der Partie oder auch Entscheidungen aus den letzten Wochen als Vergleich heran. Und gestand: "Es ist schwierig, diese Auslegungssache emotionslos hinzunehmen."

Fehlenden Biss wollte sich die 34-Jährige jedoch nicht unterstellen lassen. "Ich finde nicht, dass wir den Biss nicht zeigen. Klar, das war eine sehr vorsichtige erste Halbzeit, weil wir natürlich wussten, was die Viktoria kann. Deswegen war es überhaupt nicht wenig Biss, sondern einfach Vorsicht, vor allem im Zentrum. Ich würde nicht sagen, dass uns irgendein Biss gefehlt hat", betonte Wittmann ausdrücklich. In besserer Form kann sich der FCI wieder am Samstag (14 Uhr) präsentieren, wenn es an die Hafenstraße zu Rot-Weiss Essen geht. Jedoch ohne Jonas Scholz und Simon Lorenz, die beide zum fünften Mal Gelb gesehen haben.

   

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