VfL Osnabrück: Akte Marco Antwerpen noch nicht geschlossen

Obwohl das Arbeitsgericht Osnabrück die Klage von Marco Antwerpen und dessen Co-Trainer Frank Döpper gegen die im vergangenen Mai durch den VfL ausgesprochene fristlose Kündigung abgewiesen hatte, ist die Akte für die Lila-Weißen noch nicht geschlossen. Beide Ex-Trainer werden wohl vor das Landesarbeitsgericht ziehen.

Verhandlung erst im neuen Jahr?

Gegenüber der "Neuen Osnabrücker Zeitung" teilte Horst Kletke, der das Duo anwaltlich vertritt, mit: "Wir werden die Urteilsbegründung prüfen und legen dann Berufung ein. Das steht schon fest." Innerhalb von vier Wochen muss die Berufung vor dem Landesarbeitsgericht eingehen, danach bleiben vier weitere Wochen, um diese inhaltlich zu begründen.

Weil die Frist verlängert werden könnte und auch die Gegenseite mehrere Wochen Zeit hat, darauf zu reagieren, wird die Verhandlung womöglich erst im kommenden Jahr stattfinden. Bei dieser wird das Landesarbeitsgericht womöglich nochmal eine komplette Beweisaufnahme erheben und auch Zeugen laden.

"Besonders schwerwiegende Pflichtverletzung"

Das Arbeitsgericht Osnabrück hatte in seinem Urteil am Donnerstag von einer "besonders schwerwiegenden Pflichtverletzung" im Vorfeld des Landespokalspiels gegen Blau-Weiß Lohne gesprochen. Diese reiche als Grundlage für eine fristlose Kündigung aus. Im Zentrum stand die Aussage von Athletiktrainer Tim Schütte.

Demnach soll Antwerpen ihn angewiesen haben, den ausgeliehenen Spieler Bernd Riesselmann von einem Einsatz für Lohne abzuhalten ("Sag dem Riesselmann, er hat am Samstag frei"). Andernfalls müsse er nach seiner Rückkehr mit Konsequenzen rechnen. Döpper habe diese Forderung zusätzlich bekräftigt und ebenfalls mit Folgen gedroht. Weitere Zeugen stützten die Aussagen Schüttes in Teilen, während Antwerpen die Vorwürfe erneut zurückwies.

   

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