Energie nur noch Fünfter: Wollitz denkt über Veränderungen nach
Seit drei Spielen sieglos und in der Tabelle erstmals seit Mitte September nicht mehr in den Top 3: Bei Energie Cottbus zeigt der Trend derzeit etwas nach unten. Um diesem entgegenzuwirken, denkt Trainer Claus-Dieter Wollitz über Veränderungen nach, die womöglich "hart" sein könnten.
Engelhardt und Cigerci außer Form
In der Hinrunde stellte Energie mit 42 Toren noch die zweitbeste Offensive der Liga nach dem SC Verl, doch in den letzten Wochen ist der Offensivmotor ins Stocken geraten. Lediglich 13 Treffer stehen in bislang elf Rückrundenpartien zu Buche, in den vergangenen acht Partien netzte der FCE nur fünfmal ein. Ein Grund dafür: "Wir haben derzeit einige Spieler, die nicht die optimalste Form haben. Speziell im letzten Drittel", sagte Trainer Claus-Dieter Wollitz nach dem 1:1 gegen Ulm.
Namen nannte er zwar nicht, wird aber unter anderem Erik Engelhardt (nur ein Tor in den letzten sieben Partien) und Tolcay Cigerci gemeint haben. Nachdem der 31-Jährige in der Hinrunde noch mit 20 Scorerpunkten in 19 Partien brilliert hatte, reichte es seit dem Jahreswechsel erst zu einem Tor und drei Vorlagen. "Dass der eine oder andere Spieler nicht in dieser Verfassung ist, die man dann braucht, ist eine menschliche Sache", betonte Wollitz. Und menschlich sei es auch, an wichtigen Spielern festzuhalten. "Aber wenn man es zu lange macht, steht man auch in der Verantwortung", nahm sich der 60-Jährige in die Pflicht. "Ich muss mich davon freimachen, welche Konsequenzen daran hängen."
Hat die Partie gegen Ulm für ein Umdenken gesorgt?
Noch vor der Partie hatte er auf eine Nachfrage zu Cigerci betont, dass die Konsequenzen "extrem hoch" sein würden, wenn er den Offensivspieler draußen lasse und das Spiel dann nicht laufe. Doch offenbar hat das enttäuschende Remis gegen Ulm für ein Umdenken gesorgt. Und dass es mit Cigerci als Einwechselspieler durchaus funktionieren kann, hat die Partie beim VfB Stuttgart II Anfang März eindrucksvoll gezeigt. Nur zwei Minuten nach seiner Einwechslung erzielte der 31-Jährige den Ausgleich, weitere vier Zeigerumdrehungen später bereitete er den Siegtreffer vor.
Die Länderspielpause biete nun die Gelegenheit, "um den einen oder anderen frischer zu bekommen". Dass Energie auf Platz 5 abgerutscht ist, lässt Wollitz indes kalt, zumal der Rückstand auf den Zweiten aus Essen gerade mal einen Zähler beträgt. "Wir haben noch acht Spiele und es komplett in der eigenen Hand. Wir können nur gewinnen, brauchen dafür aber auch die Überzeugung auf dem Platz." Vielleicht sind Veränderungen in der Startelf auf dem Weg dahin die Lösung.