Bei Abstieg: Aue will "schlagkräftige Mannschaft" aufstellen
Bis auf sechs Punkte wäre Erzgebirge Aue mit einem Sieg in Mannheim ans rettende Ufer herangerückt, doch nach der sechsten Niederlage in Folge fehlen weiterhin neun Punkte, sodass der Abstieg immer wahrscheinlicher wird. Sollte es tatsächlich erstmals in der Vereinsgeschichte in die Regionalliga gehen, wollen die Veilchen aber eine "schlagkräftige Mannschaft" zusammenstellen.
14 Verträge laufen aus
Wie plant der FCE für die Regionalliga? Bislang ist nicht viel nach außen gedrungen. Bekannt ist lediglich, dass ein Etat von zehn Millionen Euro auf die Beine gestellt werden soll und der direkte Wiederaufstieg das Ziel wäre. Mit welchem Personal die Veilchen in die 4. Liga gehen würden, ist dagegen noch völlig offen. Gleich 14 Verträge laufen aus, zudem dürften einige der noch laufenden Arbeitspapiere nicht für die Regionalliga gültig sein.
Sportchef Michael Tarnat hätte bereits Licht ins Dunkel bringen können, vermied das aber bislang. Auch gegenüber "Tag24" betont er nun: "Solange es rein rechnerisch noch möglich ist, möchte ich mich zum Abstiegsszenario nicht öffentlich äußern. Wenn die Spieler immer nur von der 4. Liga lesen, verlieren sie doch den letzten Funken Hoffnung und Glauben."
Vorerst keine Gespräche
Daher liegen die Planungen derzeit auf Eis. "Solange der Klassenerhalt noch möglich ist, werde ich mit keinem unserer Spieler sprechen", betont Tarnat. Von sich aus sei bislang kein Spieler auf ihn zugekommen. Auch die Zukunft von Trainer Christoph Dabrowski, der in acht Partien nur zwei Punkte holte, ist offen. Bei Tarnat ist ebenfalls nicht sicher, ob er den Gang in die Regionalliga mit antreten würde.
Einen Plan hat er aber bereits: "Ich habe in jedem Fall eine klare Vorstellung, welchen Fußball ich spielen lassen will. Die Fans können sich gewiss sein, dass, sollten wir den Klassenerhalt nicht schaffen, eine schlagkräftige Mannschaft im Sommer an den Start gehen wird, die angreifen und um den Aufstieg mitspielen soll." Bis es soweit ist, will Aue in den verbleibenden acht Partien aber für ein Wunder sorgen.