"Wenn man aufsteigen will, war es zu wenig": Frust bei Wollitz
Im Heimspiel gegen Ulm kam Energie Cottbus nach einem Rückstand zwar noch zu einem 1:1, insgesamt war dieses für die Ansprüche der Lausitzer jedoch "zu wenig", wie auch Trainer Claus-Dieter Wollitz nach der Partie feststellte. Zumal der FCE nur noch Dritter ist und am Sonntag sogar bis auf Platz 5 abrutschen könnte.
"Einige Spieler sind nicht in der optimalsten Form"
Auf dem Papier stellt Energie Cottbus die drittbeste Offensive der Liga, doch im Heimspiel gegen Ulm war davon nicht viel zu sehen. Über weite Strecken der Partie fehlten dem FCE die zündenden Ideen. "Um ein Spiel zu Hause zu gewinnen, muss man sich mehr Torchancen erspielen", legte Trainer Claus-Dieter Wollitz bei "MagentaSport" den Finger in die Wunde und meinte: "Wenn man aufsteigen will, war es zu wenig." Insgesamt sei das Spieltempo nicht hoch genug gewesen, auch die Ballkontrolle im Zentrum habe nicht gestimmt.
Den Grund dafür lieferte der 60-Jährige auch gleich mit: "Wir haben derzeit einige Spieler, die nicht die optimalste Form haben. Speziell im letzten Drittel. Das ist auch keine Kritik, sondern ein Fakt." Wollitz zeigte sich aber überzeugt davon, das Problem im Endspurt gelöst zu bekommen: "Das ist jetzt auch ein Test. Die Mannschaft soll sich einfach freier, entspannter und mutiger bewegen", so der 60-Jährige, der darüber hinaus auch mehr Überzeugung sehen will. Kritik übte er indes auch am Rasen, der viele Unebenheiten aufwies: "Dieser Platz kann uns einiges kosten."
Engelhardt trifft erstmals seit Januar wieder
Einer der zuletzt nicht in Form war, ist Erik Engelhardt. Schließlich war der Stürmer in den letzten sieben Partien torlos geblieben, ehe er nun erstmals seit Ende Januar wieder traf. "Es ist schön. Ich war ja schon oft nah dran, aber irgendwie war der Wurm drin. Jetzt geht vielleicht wieder so diese Flasche auf. Ich muss einfach weitermachen." Vorausgegangen war seinem Treffer, den er – obwohl er den Ball mit der Schulter traf – als "wunderschönen Kopfball" bezeichnete – eine Flanke von Biankadi. "Ich habe den Ball dann gegen die Laufrichtung des Torhüters platziert und schon im Ansatz gesehen, dass er reingeht."
So nahm Energie nach dem Rückstand in Minute 22 immerhin einen Punkt mit, wenngleich das Remis am Ende "zu wenig" sei. "Vielleicht hätte ich das Tor ein paar Minuten eher machen müssen, sodass wir noch ein bisschen mehr Zeit gehabt hätten", meinte der Stürmer. Weil der SC Verl am späten Samstagnachmittag gegen Saarbrücken gewinnen konnte, ist Energie auf Platz 3 abgerutscht und könnte am Sonntag auch noch von Essen und Duisburg überholt werden. Um ganz oben dabei bleiben zu können, sollten nach nun drei sieglosen Spielen in zwei Wochen beim TSV Havelse mal wieder drei Zähler her. Vorher steht nächsten Samstag noch das Landespokal-Halbfinale beim BFC Preußen an.