Trotz drohendem Abstieg: Dotchev in Ulm fest im Sattel
Nach nur zwei Punkten aus den letzten sieben Spielen braucht der SSV Ulm ein Wunder, um den Abstieg noch abwenden zu können. Dennoch sitzt Trainer Pavel Dotchev bei den Spatzen fest im Sattel.
Nur elf Punkte aus 15 Partien
Es hatte sich so etwas wie Aufbruchsstimmung breit gemacht, als Dotchev im vergangenen Oktober als neuer SSV-Coach präsentiert worden war. Nachdem die Experimente mit den unerfahrenen Robert Lechleiter und Moritz Glasbrenner gescheitert waren, schien Dotchev als Rekordtrainer der 3. Liga perfekt nach Ulm zu passen. Zumal er in den letzten Jahren schon mehrere Klubs vor dem Abstieg bewahrt hatte. Doch schnell wurde klar: Der Deutsch-Bulgare ist nicht der erhoffte Heilsbringer.
Aus den 15 Partien unter dem 60-Jährigen holte der SSV gerade mal elf Punkte. Nur gegen seine Ex-Vereine Duisburg, Aue und Köln nahm Dotchev alle drei Punkte mit. Die Folge: Der Rückstand auf das rettende Ufer ist inzwischen auf neun Punkte angewachsen, hinzukommt die um 20 Treffer schlechtere Tordifferenz gegenüber dem 1. FC Saarbrücken. Entsprechend scheint der Abstieg kaum noch abzuwenden.
"Klare Sicht auf die sportliche Situation"
Sorgen um seinen Job muss sich Dotchev aber dennoch nicht machen: "Ich bin davon überzeugt, dass Pavel jemand ist, der eine klare Sicht auf die Spieler und auf die sportliche Situation hat“, sagt Vorstandsvorsitzender Dominik Schwärzel in der "Südwest-Presse" und betont: "Aktuell haben wir keinen Anlass, mit den Trainern Krisengespräche zu führen."
Ob Dotchev aber auch in der kommenden Saison auf der Bank sitzen wird, ist offen. Sein Vertrag läuft zwar noch bis 2027, allerdings ist nicht bekannt, inwiefern dieser auch in der Regionalliga Gültigkeit besitzt. Wie es mit dem 60-Jährigen in Zukunft weitergeht, wird sicherlich auch in den Händen des künftigen Sportchefs liegen, der nach dem Aus von Stephan Schwarz vor einer Woche nun gesucht wird. "Der Schuss, den wir jetzt machen, der muss einfach sitzen", weiß Schwärzel.