TSV 1860 vor Revanche? "Dürfen uns keine Schwächen erlauben"

Gegen die TSG 1899 Hoffenheim II hat der TSV 1860 München noch eine Rechnung offen. Zum Auftakt des Oktoberfestes verloren die Münchner mit 1:5 vor heimischem Publikum. Rachegelüste hat Trainer Markus Kauczinski aber nicht. Stattdessen warnt er vor den Hoffenheimern, wenngleich die das schlechteste Rückrundenteam stellen.

"Für mich ist der Gegner egal"

Nur äußerst ungern dürften sich die Löwen an den siebten Spieltag zurückerinnern. Zum Auftakt des Oktoberfestes verlor der TSV 1860 München zuhause mit 1:5 gegen die TSG 1899 Hoffenheim II. Es war das vorletzte Spiel von Patrick Glöckner als Trainer der Sechzger. Sein Nachfolger Markus Kauczinski soll nun am Freitag die sportliche Revanche gegen die Kraichgauer einfahren – Gelüste danach verspürt der gebürtige Gelsenkirchener aber nicht: "Wenn das bei den Jungs so ist, dann sollen sie es ausleben", sagte Kauczinski im Mediengespräch vor der Partie: "Für mich ist der Gegner egal, ich will unbedingt gewinnen."

Hinzu kommt, dass sich bei den Hoffenheimern seitdem einiges verändert hat. So wechselte etwa Ayoube Amaimouni-Echghouyab im Winter zu Eintracht Frankfurt in die Bundesliga. Dennoch sieht Kauczinski Hoffenheim II weiterhin als "einen spielstarken Gegner", der "individuell gut besetzt ist". "Wir müssen ähnlich konsequent und entschlossen auftreten wie gegen Rostock, wenn wir dranbleiben wollen."

Dass die Kraichgauer derzeit das schwächste Rückrundenteam sind und aus sechs Partien lediglich einen Punkt geholt haben, misst Kauczinski wenig Bedeutung bei: "Wir müssen am Freitagabend konsequent verteidigen, aber auch guten Fußball spielen – so wie wir es in der zweiten Halbzeit gegen Rostock geschafft haben." Hoffenheim sei "nach wie vor sehr gefährlich über die Flügel", weshalb es entscheidend sei, "unsere taktische Marschroute konsequent durchzuziehen". Zudem erinnerte der Löwen-Trainer daran, dass auch Stuttgart II vor dem Sieg gegen 1860 dreimal in Folge verloren hatte: "Wichtig ist, die Aufgabe anzunehmen. Wir dürfen uns keine Schwächen erlauben."

Entwarnung bei Jacobsen

Das Verletzungsthema bleibt in Giesing präsent, dennoch gibt es positive Nachrichten aus dem Lazarett. Kapitän Jesper Verlaat saß zuletzt bereits wieder auf der Bank, Manuel Pfeifer absolvierte in dieser Woche Teile des Mannschaftstrainings. "Es ist aber noch zu früh, um über eine Kadernominierung nachzudenken", schränkte Kauczinski ein. Entwarnung gab es hingegen bei Thore Jacobsen, der gegen Rostock auf die Hüfte gefallen war: "So weit ist wieder alles in Ordnung, das sollte überstanden sein." Auch Maximilian Wolfram ist nach überstandener Magen-Darm-Erkrankung wieder ein Kaderkandidat. "Er hat am Mittwoch mittrainiert", erklärte der Coach.

Noch kein Thema ist dagegen Sean Dulic: Mit ihm rechne Kauczinski erst in zwei Wochen: "Es hat sich zwischendurch verzögert, aber in der vergangenen Woche hat er Schritte nach vorne gemacht. Ich gehe davon aus, dass er nach der Englischen Woche wieder auf dem Platz steht." Weiter ist dagegen Samuel Althaus: "Bei ihm werden wir die Intensität nach und nach steigern."

Steinkötter hat "mehr von diesen Momenten, die ein Stürmer braucht"

Obwohl der Kapitän wieder zur Verfügung steht, dürfte er sich zunächst hinten anstellen müssen. Nach zuletzt zwei Spielen ohne Gegentor sieht Kauczinski wenig Anlass, die Dreierkette zu verändern. Dennoch sei er froh, "jemanden wie Jesper mit seiner Präsenz im Kader zu haben". Auch in der Offensive wächst die Konkurrenz. Zuletzt mussten Patrick Hobsch und Florian Niederlechner zunächst auf der Bank Platz nehmen. Einer, der aktuell die Nase vorn hat, ist David Philipp. Ihm attestierte Kauczinski gute Leistungen: "Es ist alles sehr eng – und das ist auch gut so. Wir können nachlegen und auf bestimmte Gegebenheiten reagieren." Dabei sei ihm Transparenz wichtig: "Ich kann leider nur elf Spieler aufstellen, aber ich bin offen in meinen Entscheidungen."

Zuletzt hat sich auch Justin Steinkötter in Stellung gebracht. Der Stürmer erzielte gegen Havelse sein erstes Drittliga-Tor. "Er hat seine Qualitäten im Training immer wieder aufblitzen lassen, aber lange nicht konstant abgerufen", erklärte Kauczinski. Seit Januar habe sich das geändert: "Er hat mehr von diesen Momenten, die ein Stürmer braucht." Das habe auch dazu geführt, ihm mehr Einsatzzeit zu geben. "Justin hat ein gutes Raumgefühl und ist zuletzt mutiger im Abschluss geworden. In seiner aktuellen Form tut er uns gut – er ist eine Alternative, um mit Tempo nachzulegen." Mit einem Sieg würde 1860 vorerst auf vier Zähler an den Relegationsrang heranrücken.

   

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