"Unverhältnismäßig": FCH kritisiert Strafe gegen Shapourzadeh

Weil er nach der Partie bei 1860 München die rote Karte gesehen hatte, wurde Hansa-Sportchef Amir Shapourzadeh vom DFB-Sportgericht für ein Spiel gesperrt und mit einer Geldstrafe in Höhe von 750 Euro belegt. Hansa respektiert das Urteil zwar, bezeichnet es in einer Stellungnahme aber als "unverhältnismäßig" und übt Kritik.

Keine Beleidigungen oder körperliche Annäherungen

"Lautstark" und in "konfrontativer Weise" soll Shapourzadeh ihn nach dem Spiel angesprochen und die Elfmeterentscheidung kritisiert haben, Schiedsrichter Luca Jürgensen. So steht es nach Hansa-Angaben im Bericht des Unparteiischen, der die Grundlage für die ausgesprochene Strafe bildet. Aus Sicht der Kogge hat sich die Situation nach Abpfiff der Partie in München jedoch etwas anders dargestellt. Demnach habe Shapourzadeh, als er unmittelbar nach Spielende das Gespräch mit Jürgensen gesucht hatte, lediglich die Worte "lächerlich" sowie "was pfeifst du denn da Elfmeter" gegenüber dem Schiedsrichter geäußert. Den Assistenten habe er gefragt: "Wo ist das denn Elfmeter?".

Alle Äußerungen hätten sich "klar auf die Entscheidung in der konkreten Spielsituation, nicht auf die Person des Schiedsrichters" bezogen, betont Hansa. Demnach habe es weder Beleidigungen persönlicher Natur noch Drohungen oder körperliche Annäherungen gegeben. Auch sei es zu keiner weiteren Eskalation gekommen. "Aus unserer Sicht bewegt sich die geäußerte Kritik im Rahmen einer emotional geführten sportlichen Auseinandersetzung nach Abpfiff eines intensiven Spiels", heißt es im Statement der Rostocker. Dass dies als "unsportliches Verhalten" gewertet und mit einer Roten Karte sowie einem Innenraumverbot sanktioniert wird, sei "unverhältnismäßig".

Hansa will Urteil "selbstverständlich respektieren"

Leidenschaftliche, aber sachbezogene Kritik an einer Entscheidung dürfe im Profifußball nicht mit persönlicher Herabwürdigung gleichgesetzt werden. "Nach unserer Überzeugung ist nichts vorgefallen, was eine weitergehende sportrechtliche Ahndung erforderlich gemacht hätte", schreibt der Klub. Gleichwohl werde der FCH das Urteil "selbstverständlich respektieren" und die formale Entscheidung des DFB und die ausgesprochene Sanktion umsetzen. Somit wird Shapourzadeh das Heimspiel gegen Rot-Weiss Essen am Samstag von der Tribüne aus verfolgen.

   

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