RWE ohne Mizuta gegen Wiesbaden – Janssen noch fraglich
Mit leichten Personalsorgen geht Rot-Weiss Essen in den 22. Spieltag und trifft ausgerechnet auf die derzeit erfolgreichste Mannschaft im deutschen Profifußball, den SV Wehen Wiesbaden. Uwe Koschinat weiß um die Schwere der Aufgabe, sieht darin aber auch die Chance, an der Hafenstraße einen Aufstiegskonkurrenten zu distanzieren.
"Keine zwei Meinungen" über starken SVWW
Mit einem Remis beim TSV 1860 München (1:1) und einem deutlichen Heimsieg gegen den TSV Havelse (4:1) ist Rot-Weiss Essen ordentlich in das Jahr 2026 gestartet und befindet sich weiterhin in Schlagdistanz zu den Aufstiegsplätzen. Nun kommt auf das Team um Cheftrainer Uwe Koschinat aber ein ordentlicher Prüfstein zu, schließlich wird am Sonntag ab 19:30 Uhr der SV Wehen Wiesbaden an der Hafenstraße empfangen. Die Hessen holten aus den vergangenen sechs Spielen fünf Siege, kletterten damit von Rang 15 auf Platz sieben und sind in diesem Zeitraum das erfolgreichste Profiteam im deutschen Fußball.
"Manchmal wiederhole ich mich in der Vorschauanalyse. Aber hier kann es keine zwei Meinungen geben. Wehen Wiesbaden ist extremst erstarkt. Sie haben Osnabrück und Cottbus besiegt, jetzt gegen Verl und auch in Ulm gewonnen. Die Mannschaft ist nun in den Sphären unterwegs, wo man sie erwartet hat", warnt Koschinat daher vor der Begegnung zurecht und erinnert sich noch an den knappen 4:3-Erfolg im Hinspiel, in dem das Momentum hin- und her wogte: "Gerade diese Partie hat gezeigt, wie nah Erfolg und Misserfolg in der 3. Liga beieinander liegen. Das war schon ein sehr emotionaler Dreier."
Essens Personaldecke ist ausgedünnt
Zu zweiten Auflage gegen den SVWW haben der RWE und Koschinat dabei mit einer etwas dünneren Personaldecke zu kämpfen. Insbesondere der Ausfall von Kaito Mizuta, in den vergangenen Wochen einer der formstärksten Essener, wiegt schwer. "Kaito ist krank. Ein Einsatz am Sonntag ist ausgeschlossen", so sein Trainer, der auch noch um Acht-Tore-Mann Marek Janssen wegen dessen Adduktorenproblemen bangt: "Da müssen wir schauen, wie das Abschlusstraining am Samstag funktioniert. Das sollte aber bei Marek passen." Definitiv fehlen werden die beiden Abwehrspieler Tobias Kraulich (fünfte Gelbe Karte) und Jannik Hofmann (Zwei-Spiele-Sperre nach Rot gegen Havelse).
Koschinat sieht dennoch "einen sehr starken Kader mit sehr vielen Optionen" und hofft, den vier Punkte hinter Essen liegenden Gegner auch weiterhin im Rückspiegel behalten zu können. "Wir haben die Möglichkeit, den Vorsprung durch drei Punkte weiter zu vergrößern. Diese Chance wollen wir nutzen", so der 54-Jährige, der seine Truppe darum bittet "von Beginn an sehr wachsam" zu sein. Denn: "Der SV Wehen Wiesbaden über eine starke Offensive, auch wenn 28 erzielte Treffer kein Spitzenwert in der Liga sind." Es dürfte ein heißes Spiel an der Hafenstraße werden.