Ulm will Serie starten: Keine "Euphorie", aber "Riesenchance"

Der Auswärtssieg in Aue hat den SSV Ulm im Abstiegskampf etwas aufatmen lassen, mehr aber noch nicht. Schließlich stehen die Spatzen weiterhin auf den Abstiegsplätzen. Um diese so schnell wie möglich zu verlassen, soll nun eine Serie gestartet werden. Mit dem MSV Duisburg wartet am Sonntag zwar der Tabellenführer auf den SSV, dennoch sieht Trainer Pavel Dotchev eine "Riesenchance".

"Es ist noch ein sehr langer Weg"

Nein, so groß die Freude über den Sieg beim FC Erzgebirge auch war: Von Euphorie wollte Trainer Pavel Dotchev bei der Spieltags-Pressekonferenz am Freitag nicht sprechen: "Ich weiß nicht, ob das das richtige Wort ist. Denn wir haben nicht so viel Zeit, um das zu genießen." Die drei Punkte in Aue seien nur ein erster kleiner Schritt auf dem Weg in Richtung Klassenerhalt gewesen. Es fühle sich "sehr gut" an, nach sechs erfolglosen Anläufen mal wieder ein Spiel gewonnen zu haben, "aber es ist noch ein sehr langer Weg".

Etwa 23 bis 25 Zähler müssen aus den verbleibenden 17 Spielen noch her, um am Ende den Ligaverbleib feiern zu können. Damit diese so schnell wie möglich auf das Konto der Spatzen wandern, "müssen wir eine Serie starten", forderte Dotchev. "Es wird nicht reichen, wenn wir einmal gewinnen, und dann zwei- oder dreimal nicht." Fehler dürfe sich der SSV aufgrund der Tabellensituation nicht mehr erlauben. "Wichtig ist, dass wir am Sonntag direkt nachlegen".

Duisburg? "Müssen unbedingt aufsteigen"

Mit dem MSV Duisburg gastiert zwar der Spitzenreiter im Donaustadion, dennoch rechnet sich Dotchev etwas aus und sprach von einer "Riesenchance", drei Punkte mitnehmen zu können. Die Favoritenrolle sieht der Deutsch-Bulgare zwar "klar" zugunsten der Zebras verteilt, "aber die haben auch Druck und müssen unbedingt aufsteigen", schätzte der 60-Jährige die Lage seines Ex-Klubs (Februar bis Oktober 2021) ein. Schließlich habe ein Verein wie der MSV mit seinem Umfeld "normalerweise nichts in der 3. Liga zu suchen". Der Schwere der Aufgabe ist sich Dotchev aber bewusst und warnte davor, bei hohem Pressing ausgekontert zu werden. "Wir müssen eine Mischung finden, wann und wie wir anlaufen."

Aus personeller Sicht kann Dotchev wieder auf Leon Dajaku setzen, der aus einer Gelb-Sperre zurückkehrt. Ansonsten wird sich gegenüber dem Kader aus der Partie in Aue nichts ändern, wenngleich Max Scholze nach seinem Wechsel nach Portugal nicht mehr zur Verfügung steht. Die Bedingungen im winterlichen Ulm sind indes "leider nicht optimal, aber das wollen wir nicht als Ausrede nehmen", macht Dotchev klar – und verriet auch, wann er von Euphorie sprechen würde: "Wenn wir den Klassenerhalt geschafft haben."

   

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