"Jeder muss sich infrage stellen": Waldhof gegen Köln unter Druck

Zwei herbe Niederlagen zum Auftakt der Rückrunde haben den SV Waldhof Mannheim in der Tabelle bis auf Platz 12 abrutschen lassen. Entsprechend stehen die Buwe vor dem Auswärtsspiel bei Viktoria Köln (Samstag, 14 Uhr) bereits unter Druck. Trainer Luc Holtz macht im Vorfeld eine klare Ansage.

"Nicht unser Anspruch"

Erst das 2:5 in Verl, dann das 0:4 gegen Rostock: Der Start ins neue Jahr ist für den SV Waldhof Mannheim denkbar schlecht gelaufen. Nach der herben Pleite gegen Hansa am letzten Sonntag sei die Stimmung zu Beginn der Woche wenig überraschend "gedrückt" gewesen, wie Trainer Luc Holtz bei der Spieltags-Pressekonferenz am Freitag berichtete. "Jeder war sich bewusst, dass das nicht unser Anspruch war", sagte der Luxemburger und betonte, dass sich jeder infrage stellen müsse. Den ursprünglich freien Dienstag hatte der 56-Jährige kurzfristig gestrichen, "damit wir noch mal näher zusammenrücken", so Holtz. "Denn wir kommen aus der Geschichte nur als Mannschaft heraus."

Im Training erfolgte augenscheinlich bereits eine Reaktion, jedenfalls berichtete Holtz von einer "hohen Intensität" in den Einheiten. Jeder habe sich "wirklich voll reingeworfen", was Holtz einerseits "positiv" stimmt, ihm andererseits aber auch "Bauchschmerzen" bereitet. Schließlich könne es nicht jeder ins Aufgebot schaffen. Dieses hat mit Sanoussy Ba unter der Woche zudem weiteren Zuwachs erhalten. Vieles spricht dafür, dass der Außenverteidiger mit nach Köln fahren wird. Holtz bescheinigte der Leihgabe von Eintracht Braunschweig, einen "guten Eindruck" hinterlassen zu haben.

Benatelli nicht mehr im Trainingsbetrieb

Nicht mit dabei sein werden dagegen weiterhin Jascha Brandt, Julian Rieckmann und Sascha Voelcke, dafür ist Oluwaseun Ogbemudia nach seiner Fußprellung aus dem Rostock-Spiel wieder dabei und dürfte auch einsatzfähig sein. Ob der 19-Jährige erneut in der Startelf stehen wird, ließ Holtz aber noch offen. Nur wenn der Innenverteidiger vollständig fit ist, wird er spielen. "Wir können uns nicht erlauben, Spieler von Anfang an spielen zu lassen, die nicht bei 100 Prozent sind", machte Mannheims Coach klar. Zumal mit der Viktoria ein "spielstarker Gegner" auf die Buwe warte. Mit Lex Tyger Lobinger haben die Kölner zwar ihren besten Torjäger verloren, "haben aber noch immer ausreichende Qualität in ihren Reihen". Dass sie den 1. FC Saarbrücken zuletzt mit 2:0 geschlagen haben, "sollte Warnung genug sein".

Künftig nicht mehr mitrainieren wird Rico Benatelli, der schon in der Hinrunde in keinem Drittliga-Spiel zum Kader gehörte. "Meines Wissens nach wurde mit dem Spieler eine Einigung erzielt, weil er seine Zukunft plant, um mal im Trainerjob tätig zu sein." Zuletzt wurde der 33-Jährige in den Trainerbetrieb bei der Jugend mit einbezogen. Ob er dauerhaft im Nachwuchs der Mannheimer mitarbeiten oder die Buwe verlassen wird, ist nicht bekannt. Rund 800 Fans werden den SVW am Samstag nach Köln begleiten. Dürfen sie dann die ersten drei Punkte des Jahres bejubeln?

   

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