"Schiele in beide Richtungen": SVW vor richtungsweisender Partie
Für den SV Waldhof Mannheim steht am Sonntag (13.30 Uhr) mit dem Heimspiel gegen den F.C. Hansa Rostock eine richtungsweisende Partie auf dem Plan, die Trainer Luc Holtz trotz der starken Form des Gegners "mutig angehen" und bestenfalls erfolgreich abschließen möchte. Dabei macht sich beim SVW vorher eine "große Vorfreude" aus besonderem Grund breit.
Tabellensituation: Holtz "schielt in beide Richtungen"
Nach 20 absolvierten Partien in der 3. Liga kann der SV Waldhof Mannheim ganz gut für die Redewendung 'Zwischen den Stühlen stehen' herangezogen werden, liegen die Buwe als Zehnter der Tabelle doch genau acht Zähler hinter dem zur Aufstiegsrelegation berechtigenden dritten Rang und acht Punkte vor dem ersten Abstiegsplatz. Oder auch "auf einem gesicherten Mittelfeldplatz", wie es Mannheims Trainer Luc Holtz auf der Pressekonferenz vor dem 21. Spieltag formulierte. Der 56-Jährige hat daher derzeit viel zu tun, um alles im Blick zu behalten: "Ich schiele generell in beide Richtungen, da darf man nichts aus den Augen verlieren."
Gerade deswegen könnte das Heimspiel gegen Hansa Rostock am Sonntag richtungsweisend für den weiteren Verlauf der Saison werden, wobei die aufstiegswilligen Hanseaten schon ein ziemlicher Prüfstein sind. "Die sind seit elf Drittliga-Spielen ungeschlagen, das sagt ja genügend aus über die Qualität der Mannschaft aus", stellte Holtz im Vorfeld der Begegnung fest und will "vieles besser machen, als letzten Samstag in Verl", wo der Waldhof gegen einen weiteren Aufstiegsaspiranten mit 2:5 doch gehörig unter die Räder kam. Gegen die Kogge müsse man dafür "über die gesamte Spieldauer hellwach sein", so der Luxemburger.
Neu verlegter Rasen steigert die Vorfreude
Für den SVW steht dabei vor eigenem auch eine Premiere auf dem Programm, denn erstmals wird er im Carl-Benz-Stadion auf dem neu verlegten Rasen auflaufen dürfen. Nicht ganz unbedeutend, wie Holtz erklärt: "Die Motivation und die Vorfreude bei den Jungs und auch dem Trainerteam wird dadurch nochmal erhöht." Nun soll auf dem neuen Geläuf auch guter Fußball geboten werden. "Wir müssen aufpassen, dass wir ihnen nicht zu viele Räume anbieten, wodurch sie ihre Wucht ausspielen können. Aber vor unseren Fans, da wollen wir schon auch mutig auftreten und ein gutes Gleichgewicht finden", kündigte Holtz an.
Verzichten müssen wird er dabei auch weiterhin auf Samuel Abifade (Schulterverletzung), Julian Rieckmann (Rippenverletzung), Sascha Voelcke (Schambeinentzündung) sowie Jascha Brandt (Kreuzbandriss). Dafür steht dem 56-Jährigen mit Lovis Bierschenk aber auch ein Neuzugang für die Offensive zur Verfügung. "Er hat bisher einen guten Eindruck gemacht. Ein junger Spieler mit viel Talent und Potenzial", sagt Holtz über den 20-Jährigen, der vielleicht auch schon gegen Rostock den Mannheimer Fans auf dem Feld einen ersten Eindruck wird vermitteln dürfen. Und vielleicht mag Bierschenk ja gleich einen Ausblick darauf geben, in welche Richtung der Tabelle es für den SVW eher weitergehen wird?