"90 Minuten Vollgas": Glöckner reizt seine Ergänzungsspieler

Nach zwei bitteren Pleiten will Waldhof Mannheim im Heimspiel gegen Unterhaching (heute, 19 Uhr) wieder in die Spur finden. Trainer Patrick Glöckner gab sich optimistisch – und nahm gleichzeitig seine Ergänzungsspieler in die Pflicht. 

"Man muss die Begleitumstände berücksichtigen"

Vor zehn Tagen sah die Welt in Mannheim noch anders aus: Der Waldhof hatte soeben den Spitzenreiter aus Saarbrücken mit 4:1 besiegt und schien bereit für höhere Aufgaben. Nach einer 0:2-Pleite in Meppen sowie dem deftigen 0:5 bei 1860 München ist die Mannheimer Euphorie allerdings erst einmal dahin. Cheftrainer Patrick Glöckner ordnete laut dem "Mannheimer Morgen" in einem Pressegespräch ein: "Für uns ist natürlich klar, dass man bei Sechzig München keine fünf Tore bekommen sollte. Trotzdem muss man auch immer die Begleitumstände berücksichtigen." Tatsächlich setzten letztere dem SVW gehörig zu, mit Arianit Ferati, Max Christiansen und Jesper Verlaat fehlten nicht weniger als die Köpfe des Teams.

Am Dienstagabend wird lediglich Ferati in den Kader zurückkehren, Christiansen und Verlaat fallen jeweils mit Muskelfaserriss bis zum Ende des Jahres aus. Und dann reist auch noch eine Hachinger Mannschaft an, die zuletzt immer besser in die Spur fand. Trotzdem wollte sich Glöckner den Optimismus nicht nehmen lassen und erkannte im eng getakteten Spielplan ausnahmsweise einen Vorteil: "Ich denke, dass es gut ist, damit wir das schnell verarbeiten können. Natürlich ist klar: Englische Wochen kosten definitiv ein paar Körner. Aber ich glaube, dass wir morgen Abend – gerade wieder bei einem Heimspiel – gut aufgestellt sein werden."

Glöckner fordert Führungsqualitäten

Bei aller Zuversicht wusste jedoch auch Mannheims Trainer, dass es für die Aussicht auf Zählbares umgehend eine deutliche Leistungssteigerung braucht. Gefragt seien insbesondere die vormaligen Ergänzungsspieler: "Für mich ist es wichtig, dass die Spieler, die reinkommen, dann auch funktionieren und dass sie alles abrufen, was in ihnen steckt. Weil ja jeder Spieler auf seine Chance wartet – und die wird dann immer wieder gegeben, wenn man eine Vielzahl an Ausfällen hat. So kann man das auch positiv sehen."

Seine Worte, so Glöckner weiter, seien keinesfalls als allgemeine Kritik an der zweiten Waldhof-Garnitur zu verstehen. Es zeige sich schlicht, wie schwer die Ausfälle aktuell wögen. Daher brauche es nun das Selbstvertrauen der verbleibenden Akteure, "um die Mannschaft so mit anzuführen, dass wir dann auch bereit sind, um 90 Minuten Vollgas zu geben."

   
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