90.+3! Saarbrücken mit Last-Minute-Sieg gegen Unterhaching

Der 1. FC Saarbrücken sorgt in der 3. Liga weiterhin für Furore und feierte am Sonntag einen Last-Minute-Sieg im Spitzenspiel gegen die SpVgg Unterhaching. Sebastian Jacob traf mit dem Schlusspfiff zum umjubelten 2:1 für die Saarländer, nachdem Mendler zuvor den Rückstand durch Schröter ausgeglichen hatte. Saarbrücken zieht damit an den Oberbayern vorbei auf Platz zwei und hat die Tabellenführung weiter im Blick. 

Gute Chancen auf beiden Seiten 

Während Hachings Coach Arie van Lent die gleiche Elf auf den Platz schickte wie beim 2:1-Erfolg gegen den SV Meppen in der Vorwoche, wartete sein Gegenüber Lukas Kwasniok mit einer Überraschung auf. Hatte der 39-Jährige unter der Woche aufgrund einer Fersenverletzung von Kapitän Manuel Zeitz noch mehrere Veränderungen in der Startformation angekündigt, so erlebte der defensive Mittelfeldspieler scheinbar eine Wunderheilung und stand von Beginn an auf dem Feld, so dass es auf Saarbrückener Seite letztlich auch nur einen Wechsel (Bösel für Barylla) gab.

Angesprochener Zeitz stand dann auch gleich mal im Fokus und verbuchte mit einem Distanzschuss aus 20 Metern die erste nennenswerte Chance der Partie, brachte den Ball aber genau auf Gästekeeper Mantl (9.). Auf der Gegenseite konnte Hufnagel eine tolle Vorarbeit von Dombrowka nicht ordentlich verwerten und schoss aus kurzer Distanz knapp am linken Pfosten vorbei (11.). Es zeichnete sich aber früh ab, dass es ein abwechslungsreiches Spitzenspiel werden sollte, an dem beide Teams ihren Anteil haben würden.

Hasenhüttel forderte FCS-Torhüter Batz mit einem Kopfball zu einem tollen Reflex (20.) und Jacob jagte die Kugel im Anschluss an einen langen Ball nur um Zentimeter über das Tordreieck des Hachinger Gehäuses (21.). Anschließend verlagerte sich die Partie zwar mehr und mehr ins Mittelfeld, verlor aber nicht an Intensität und bot viele packende Zweikämpfe, wobei Schiedsrichter Thorben Siewer gegen Dombrowka und Shipnoski schon zwei Spieler in der ersten Hälfte mit Gelb verwarnen musste. Der letze Höhepunkt vor der Pause war dann aber wieder sportlicher Art: Heinrich prüfte Batz mit einem Schuss von der Strafraumkante, fand im Saarbrückener Torhüter aber seinen Meister (42.). 

Jacob gelingt der Lucky-Punch

Nach dem Seitenwechsel brachte Kwasniok Froese für Deville und der eingewechselte Mann fiel gleich einmal positiv auf. Von Jacob in Szene gesetzt, umspielte Froese Gegenspieler Müller und schloss aus 18 Metern ab. Mantl war aber rechtzeitig unten und klärte den Ball zur Ecke, die wirkungslos verpuffen sollte (47.). Bei einem wuchtigen Kopfball von Zellner wenige Minuten später musste der Hachinger Keeper schließlich gar nicht erst eingreifen, der Ball ging auch so knapp neben das Tor (54.).

Van Lent erkannte nun allerdings, dass seine Mannschaft neue Impulse brauchen könnte und brachte Stroh-Engel und Schröter für Hasenhüttl und Marseiler. Und der Wechsel machte sich beinahe postwendend bezahlt: Nach einem Ballverlust von Zeitz setzte Schröter den Ball mit einem Abschluss aus halbrechter Strafraumposition an den linken Innenpfosten und erzielte so die 1:0-Führung für die Gäste (60.). Für Saarbrücken ein kleiner Schock, von dem sich die Hausherren in den Minuten danach erst einmal erholen mussten. Dann allerdings bediente der eingewechselte Schleimer den ebenfalls im Laufe der zweiten Halbzeit gekommenen Mendler im Strafraum und der 27-jährige Mittelfeldspieler traf aus vollem Lauf ins linke Toreck zum 1:1 (79.). 

In der Schlussphase drängte Saarbrücken nun auf den Heimsieg, kam aber bis in die Nachspielzeit kaum entscheidend vor den Kasten von Unterhaching. Dann aber zwang Bösel Mantl mit einem strammen Schuss zu einer Glanztat (90.+2), pushte seine Mitspieler noch ein letztes Mal nach vorne und fand sich kurz darauf in einer großen Jubeltraube seines Teams wieder. Schleimer bekam auf der linken Seite den Ball und lieferte eine punktgenaue Flanke auf Jacob, die der Stürmer aus sechs Metern mit einem wuchtigen Kopfball zum 2:1 verwertete (90.+3). Es war gleichzeitig die letzte Szene des Spiels, da Siewer nach dem Tor sofort abpfiff. 

Saabrücken feiert somit auch im dritten Spiel im neuen Ludwigspark einen Sieg und zieht an Unterhaching vorbei auf Rang zwei. Am Mittwoch (19 Uhr) kommt es für den Aufsteiger dadurch nun zu einem echten Spitzenspiel im Grünwalder Stadion gegen die Tabellenführer vom TSV 1860 München. Unterhaching rutscht nach zuletzt drei Siegen hingegen auf den vierten Rang ab und empfängt am Mittwoch den MSV Duisburg. 

   
  • Alexander

    Wahnsinn diese Truppe aber Haching war ein starker Gegner

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