7:6 nach Elfmeterschießen: FCS steht im Landespokal-Finale

In einem äußerst unterhaltsamen und spannenden Landespokal-Halbfinale behielt der 1. FC Saarbrücken am Dienstagabend bei Regionalligist Homburg die Oberhand und konnte im Elfmeterschießen schließlich einen 7:6-Erfolg feiern. Nachdem aus dem Spiel heraus nur zwei gerecht verteilte Treffer gefallen waren, schwang sich Saarbrückens Torhüter Daniel Batz bei der Glückslotterie vom Punkt einmal mehr zum Helden auf und zeigte gegen Schuck den richtigen Riecher. Uaferro machte mit seinem Elfmeter schließlich alles klar.

Mendler gleicht die Homburger Führung aus

Im Halbfinale des Saarlandpokals ging es für den 1. FC Saarbrücken zum Derby ins Homburger Waldstadion, wo der Drittligist noch eine Rechnung aus dem Vorjahr begleichen wollte. Vor neun Monaten verlor der 1. FC Saarbrücken als frisch gebackener Aufsteiger schließlich das Pokal-Halbfinale mit 0:3 gegen den FC 08 Homburg und hatte nun die Möglichkeit zur Revanche. Die Hausherren standen von Beginn an allerdings sehr kompakt in der Defensive und ließen kaum mal etwas zu, weswegen Saarbrücken für den ersten nennenswerten Abschluss der Partie – ein Distanzschuss von Perdedaj – ganze 27 Minuten benötigte. Auf der anderen Seite musste Batz schließlich gegen Weiß sein ganzes Können aufbieten, nachdem sich dieser um Sverko herumgedreht und aus kurzer Distanz die Torwart-Ecke anvisiert hatte (35.).

Nur vier Minuten später folgte dann die doch etwas überraschende Führung für den FC Homburg. Nach einem Pass von Dulleck in die Schnittstelle konnte Weiß zwar zunächst geblockt werden, dafür behielt aber Hingerl die Übersicht und schob zum 1:0 für die Hausherren ein (39.). Der Homburger Jubel sollte aber nicht lange anhalten. Bereits in der nächsten Szene wurde Mendler von Günther-Schmidt bedient und zeigte sich für den Treffer zum 1:1-Halbzeitstand verantwortlich (43.).

Keine Tore in Halbzeit zwei und der Verlängerung

Saarbrückens Coach Lukas Kwasniok war dennoch alles andere als zufrieden mit dem Auftritt seiner Mannschaft und wechselte mit dem Seitenwechsel gleich zweimal. Shipnoski und Uaferro waren nun für Jänicke und Bulic mit dabei und sollten für neuen Schwung in der Offensive, aber auch für eine stabilere Abwehr sorgen. Tatsächlich bestimmte Saarbrücken in der Folge auch das Spiel, auf echte Torchancen wartete man bei inzwischen strömenden Regen aber vergebens. Einzig für das Saarbrücker Tor wurde es einmal gefährlich, als Zeitz einen Eckball der Homburger aufs Dach des eigenen Tores ablenkte (88.).

Und so ging das Derby in die Verlängerung, in der beide Teams nun auf eine vorzeitige Entscheidung drängten. Die erste große Möglichkeit dafür besaß der Favorit aus Saarbrücken. Shipnoski war frei durch und hatte nur noch Homburgs Keeper Salfeld vor sich, der aber bis zum letzten Moment stehen blieb und einen Rückstand seiner Mannschaft vereiteln konnte (100.). Homburg hatte den eigenen Torschrei hingegen nach einer Ecke auf den Lippen, Dulleck ließ am langen Pfosten noch einen Gegenspieler stehen und zog dann ab, wodurch Batz zu einer Glanzparade gezwungen wurde (103.). Als die Hausherren noch einen Foulelfmeter vergaben (Dulleck scheiterte an Batz/107.) und Gouras auf der anderen Seite eine Großchance nur an den Pfosten setzte (108.), schien ein Elfmeterschießen schließlich unausweichlich. Zumal Di Gregorio einen Abschluss von Vunguidica für seinen bereits geschlagenen Keeper sogar noch auf der Linie klären konnte (116.).

Batz wird in irrem Elfmeterschießen zum Helden 

Im Elfmeterschießen selbst wurde Saarbrückens Torhüter Daniel Batz dann seinem im letzten Jahr im DFB-Pokal erworbenen Ruf als "Elfmeterkiller" gerecht, womit er den Drittligisten ins Finale des Saarlandpokals beförderte. Vorausgegangen war der Parade von Batz gegen Schuck und dem entscheidenden Treffer von Uaferro aber ein wahrer Krimi, in dem Zeitz nur den Pfosten und Müller nur die Latte getroffen hatten. Da auf Homburger Seite Di Gregorio und Marceta aber gleich komplett über den Kasten schossen, feierte Saarbrücken schließlich einen 7:6-Erfolg und freut sich nun auf das Finale gegen die SV Elversberg. Dort geht es für den letztjährigen DFB-Pokal-Halbfinalisten am 29. Mai dann um den erneuten Einzug in die Pokal-Hauptrunde.

 

   
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