4:3! Dortmund II gewinnt irres Spiel gegen Rot-Weiß Erfurt

Am Dienstagabend konnte sich die Reserve von Borussia Dortmund in einem turbulenten Spiel mit 4:3 gegen den FC Rot-Weiß Erfurt durchsetzen. Die Gäste verpassten somit die Chance auf den endgültigen Klassenerhalt, die Westfalen wahrten ihre Aussichten, die Klasse zu halten. Die Abtastphase zwischen beiden Mannschaften war schnell vorbei: Nachdem sich Smail Morabit auf der rechten Seite durchgesetzt hatte, konnte Alomerovic in aller höchster Not vor dem einschussbereiten Tunjic klären (9.). 

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Schnelle Führung für Dortmund

Praktisch im Gegenzug hatten die Gastgeber ihre erste gute Aktion und nutzten diese gleich. Nach einem Eckball konnte Marvin Bakalorz ungehindert zur Führung einnetzen (10.). Die Dortmunder, die mit Patrick Owomoyela einen Akteur der 1. Bundesliga begrüßten,  blieben auch im Anschluss die aktivere Mannschaft, konnten sich allerdings erst einmal keine weiteren nennenswerten Szenen vor dem gegnerischen Gehäuse erarbeiten. In Minute 27 hatten die Gäste Glück, als Bakalorz aus drei Metern das Tor von Andreas Sponsel um Zentimeter verfehlte. Die Thüringer fanden keinen Zugriff in die Partie und liefen den Borussen meist nur hinterher. Erst nach einer halben Stunde konnte Kapitän Pfingsten-Reddig ein kleines Lebenszeichen vermelden. Seinen Freistoß parierte Alomerovic aber ohne große Probleme. Aus dem Nichts dann der Ausgleich für die Gäste. Ein schnell ausgeführter Freistoß von Pfingsten-Reddig erreichte Aykut Öztürk, der die erste Erfurter Möglichkeit zum Ausgleich nutzte (37.). Das Tor kam etwas überraschend, da Dortmund die Begegnung bis dahin im Griff hatte. Der Treffer hatte auch einen belebenden Effekt auf die rot-weiße Offensive, die mehr Zug zum BVB-kasten entwickelte, aber vor der Pause zu keinem weiteren Erfolg kam.

Fünf Tore und zwei Platzverweise in Hälfte zwei

 Zehn Minuten nach Wiederanpfiff tobte das Stadion. Zuerst fiel Durm im Erfurter Sechzehner und erhielt von Schiedsrichter Patrick Alt aufgrund einer angeblichen Schwalbe die gelbe Karte. Nur wenige Sekunden später sank Öztürk im Strafraum der Borussen zu Boden. Wieder pfiff der Schiri, zeigte dieses mal aber auf den Punkt. Eine Angelegenheit für Pfingsten-Reddig, der trotz wütender Proteste der Einheimischen abgeklärt ins rechte Eck verwandelte und Alomerovic keine Chance ließ (56.). Es war eine hitzige Phase des Spiels. In der 63. Spielminute kassierte dann Erfurts Marius Strangl seinen dritten Platzverweis in der laufenden Saison. Nachdem er im Mittelfeld Duksch von hinten in die Beine grätschte, sah er die rote Karte. Die Hausherren wussten die Überzahl sofort auszunutzen und erzielten durch Duksch nur zwei Zeigerumdrehungen später den Ausgleich, nachdem die Männer von Alois Schwartz den Ball nicht klären konnten. Erfurt war geschockt: Binnen zwei Minuten kassierte das Team zuerst die rote Karte, dann den Ausgleich. Doch es kam noch schlimmer: Erneut konnten die Dortmunder die Schläfrigkeit der Gäste nutzen und Erik Durm traf nach Flanke von Duksch zum 3:2 (69.). Im Anschluss hatte der RWE große Probleme dem BVB, der sich beflügelt durch die Tore in einen Rausch gespielt hatte, etwas entgegenzubringen. Bajner hätte eine Viertelstunde vor Schluss alles klarmachen können, scheiterte aber aus fünf Metern freistehend.

Spannung im Abstiegskampf

In Minute 78 sorgte der erst in Hälfte eins eingewechselte Günter für numerischen Gleichstand, nachdem er Jens Möckel gelbwürdig gefoult hatte und folgerichtig die gelb-rote Karte sah. Erfurt konnte sich wieder etwas aus den Zwängen der Hausherren befreien, ohne Gefahr auszustrahlen. Der Klub aus dem Steigerwald setzte alles auf eine Karte und bot den Dortmundern Räume, die in der Nachspielzeit genutzt wurden. Drum und Bajner liefen alleine auf Sponsel zu. Drum legte quer und der Ungar hatte keine Probleme das Spiel zu entscheiden. Erfurt betrieb drei Minuten später noch Ergebniskosmetik: Nachdem Pfingsten-Reddig einen Freistoß an die Latte zirkelte, schob Jens Möckel zum 4:3-Endstand ein. Die Freude der Spieler von David Wagner war groß. Durch den Sieg überholten sie Darmstadt und liegen nun punktgleich mit dem SV Babelsberg auf Rang 18. Erfurt muss die Klassenerhalts-Feier bis mindestens Samstag verschieben. Dann empfangen diese um 13.30 Uhr den SV Darmstadt, Dortmund spielt zeitgleich im Stadion "Rote Erde" gegen den Halleschen FC.

Der TV-Bericht zum Spiel

 

 

FOTO: Flohre Fotografie

   

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