Derby in Münster: Preußen heiß auf Wiedergutmachung

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Nach dem Derby ist vor dem Derby: Der SC Preußen Münster empfängt den VfL Osnabrück zur 43. Auflage zwischen den beiden Mannschaften. Für die Elf von Trainer Marco Antwerpen geht es um Wiedergutmachung nach der Lotte-Pleite und die Frage, wohin der Weg der Adlerträger in dieser Saison führt. Mittelmaß ist angesagt.

"Die Tabelle lügt nicht"

Schon nach der 0:1-Niederlage in Lotte war Trainer Marco Antwerpen kritisch mit der Abstimmung seiner Defensivreihen umgegangen. "Der Gegentreffer in Lotte war so bitter, weil wir vorher noch darauf hingewiesen hatten", wiederholte der Coach auf der Pressekonferenz vor dem Derby mit dem VfL Osnabrück. Man sei definitiv wieder sicherer geworden, was sich auch in den Ergebnissen der letzten Spiele wiederspiegle: Die zwei Partien vor der Lotte-Pleite spielten die Preußen jeweils zu Null.

"Wir waren mit zwei Spielen sehr einverstanden mit der Mannschaftsleistung, in Lotte waren wir natürlich nicht zufrieden. Darauf werden wir reagieren", kündigte Antwerpen für das Derby an. Dass der VfL allerdings kein leichter Gegner werde, läge auf der Hand. Immerhin muss der SCP gegen den Tabellenführer antreten. "Das muss ich mal sagen, weil ich das so oft höre: Mit Glück allein stehst du nicht an der Tabellenspitze, der VfL spielt eine starke Saison. Man sagt nicht umsonst, die Tabelle lügt nicht."

"Das passt so"

Schon im Hinspiel kam Münster ordentlich unter die Räder, kassierte an der Bremer Brücke eine 0:3-Klatsche. Dabei war der SCP nicht die schlechtere Mannschaft gewesen, so Ole Kittner im Interview mit der "Bild": "Ich saß damals verletzt auf der Tribüne und musste mit ansehen, wie ein sehr gutes Auswärtsspiel von uns erst nach der Gehirnerschütterung unseres Keepers Oliver Schnitzler sowie der Ampelkarte für Simon Scherder kippte. Wir müssen vor Osnabrück keine Angst haben." Als "absolut unglücklich" bezeichnete der Innenverteidiger die vergangene Pleite, der im Rückspiel wieder mitwirken kann.

Dabei war es gerade Kittner, auf den sich die Kritik vom Lotte-Spiel bezog. Er war beim entscheidenen Ball herausgerückt und hatte dem Gegenspieler den Weg freigemacht. "Zumindest in der Nacht danach habe ich extrem schlecht geschlafen. Weil die Niederlage einfach so unnötig, und Lotte nicht besser war. Sondern wir uns selbst geschlagen haben…", gestand der 31-Jährige, der auch um einen neuen Vertrag bei den Adlerträgern spielt. Dass Münster berechtigerweise nur auf dem achten Tabellenplatz stand, konnte Kittner nicht leugnen: "Um ehrlich zu sein, passt das so. Wir haben zwar auch viel Qualität im Team und können jeden Gegner besiegen. Uns fehlt nur die Konstanz. Spätestens nach der Lotte-Pleite brauchen wir nicht mehr nach oben zu schielen."

   

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