4:1 – Erfurt sorgt für versöhnlichen Abschied von den Fans

Es war ein Sieg getreu dem Motto: Jetzt erst recht! Seit dem Aus im Landespokal war die Stimmung in Erfurt zwischen Klub/Mannschaft sowie Fans abgekühlt. Bei der Jahreshauptversammlung in der vergangenen Woche wurde auch erstmals die Kritik an Trainer Walter Kogler etwas lauter. Nach vier Spielen ohne Sieg mussten die Rot-Weißen zusehen, wie die Konkurrenz um die Aufstiegsplätze allmählich davon zu eilen drohte. Doch die Spieler gaben beim starken Heimauftritt gegen den F.C. Hansa Rostock die richtige Antwort.

Ergebnis hätte noch höher ausfallen können

Gegen einen extrem harmlosen Gegner zeigte RWE eine der, wenn nicht sogar die beste Saisonleistung und hätte auch durchaus höher gewinnen können. Vor allem in Hälfte eins vergab die Kogler-Elf weitere gute Chancen. Carsten Kammlott, der mit einem frühen Doppelpack (4./10.) das Spiel eigentlich schon entschieden hatte ("Damit haben wir Rostock geknackt"), lief nach 44 Minuten allein auf Hansa-Keeper Brinkies zu, schoss jedoch knapp am Tor vorbei – und verpasste den Hattrick. "Das war eigentlich am einfachsten", ärgerte sich der 24-Jährige nach der Partie gegenüber der "Thüringer Allgemeine" (TA).

Kogler lobt die Mannschaft 

Besser machten es im zweiten Durchgang Sebastian Tyrala (57.) und der stets gefährliche und antreibende Andreas Wiegel (68.). Der Gäste-Treffer durch Marcel Ziemer sollte letztlich keine große Rolle mehr spielen – zu schwach waren die Norddeutschen; zu gut die Hausherren. "Die Mannschaft hat in den 90 Minuten eindrucksvoll bewiesen, zu was sie zu leisten im Stande ist", sagte Kogler zur "TA" und konnte sich so über ein nachträgliches Geburtstagsgeschenk (wurde am vergangenen Freitag 47 Jahre alt) von seinen Spielern freuen.

Relegationsplatz wieder näher gerückt 

Mit dem achten Sieg im zehnten Heimspiel rücken die Blumenstädter wieder nah an Aufstiegs-Relegationsplatz drei heran. Der Dritte, aktuell die Stuttgarter Kickers, sind nur noch zwei Zähler von den neuntplatzierten Erfurtern weg. Mit einem Sieg gegen die U23 des VfB Stuttgart am kommenden Wochenende könnte das Jahr doch noch versöhnlich beendet und ein ruhiges Weihnachtsfest gefeiert werden.

   
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