3:2 gegen Lübeck: Mannheim gewinnt trotz frühem Rückstand

Der SV Waldhof Mannheim feiert trotz frühem Rückstand seinen zehnten Saisonsieg und verpasst dem VfB Lübeck beim 3:2-Erfolg einen herben Dämpfer im Abstiegskampf. Während der SVW den Klassenerhalt damit so gut wie perfekt gemacht haben dürfte, liegen die Norddeutschen vier Punkte hinter den Nicht-Abstiegsplätzen und stehen in den kommenden Wochen gehörig unter Zugzwang. 

Mannheim dreht nach frühem Rückstand auf

Nach fünf Spielen ohne Niederlage reiste der VfB Lübeck mit viel Selbstvertrauen zum SV Waldhof Mannheim und sah sich in der Position, mit einem Auswärtserfolg wieder in greifbare Nähe zu den Nicht-Abstiegsplätzen klettern zu können. Um dieses Zwischenziel zu erreichen, ließ Trainer Rolf Landerl im Mittelfeld Wolf für Mende (Bank) auflaufen und ersetzte den gelbgesperrten Grupe in der Abwehr durch Hertner. Bei den Mannheimern hingegen begannen nach dem 1:1 gegen den MSV Duisburg Donkor und Jastrzembski für Boyamba und Ferati.

Die Lübecker schienen dabei früh auf dem richtigen Weg zu sein und gingen mit ihrer ersten echten Chance gleich in Führung. Ramaj hatte im Strafraum zunächst auf Zehir quergelegt, dessen Abschluss an den Pfosten donnerte, von dort an den Rücken von Keeper Königsmann prallte und schließlich im Tor der Mannheimer austrudelte (6.). Die Gastgeber reagierten verunsichert auf den Rückstand und die weiter anstürmenden Gäste, was in der unmittelbaren Folge auch fast zu einem zweiten Gegentreffer geführt hätte. Nach einem haarsträubenden Fehlpass von Verlaat reagierte Ramaj allerdings zu überrascht, um Königsmann ein weiteres Mal zu überwinden (14.). Das Pendel schien aber eindeutig in Richtung Auswärtssieg auszuschlagen.

Umso überraschender kam das schnelle Comeback der Hausherren. Zunächst traf Martinovic nach einer scharfen Hereingabe von Marx mit der Hacke sehenswert zum Ausgleich (18.) und nur 120 Sekunden später hatte der Waldhof den Spielstand nach einer schönen Einzelleistung von Jastrzembski sogar komplett gedreht (20.). Nach diesen turbulenten Minuten verflachte das Spielgeschehen zunächst weitestgehend, bevor ein Handspiel von Boland im Strafraum kurz vor der Halbzeit noch zu einem Elfmeter für die Hausherren führte. Martinovic ließ sich die Gelegenheit nicht nehmen und traf mit seinem zweiten Tor des Tages zum 3:1-Pausenstand für den SVW (44.).

Malones Anschlusstreffer reicht nicht mehr

Der zweite Durchgang begann zunächst wenig verheißungsvoll, weil Mannheim nicht mehr viel Energie in die Offensivaktionen investierte und Lübeck die kreativen Ideen im Angriffsspiel fehlten. Erst nach einer Stunde kam mal wieder Torgefahr auf, als Martinovic aus der Drehung zum Abschluss kam und Raeder sein Team mit einer Glanztat im Spiel hielt (61.). Auf der anderen Seite gab es lediglich einen Schuss von Thiel neben den Kasten zu verzeichnen (68.).

Da Lübeck aber dringend wenigstens einen Punkt in der Quadratestadt ergattern musste, reagierte Landerl nach 78 Minuten schließlich mit einem Dreifachwechsel auf die Harmlosigkeit seines Teams. So kamen Deters, Steinwender und Hobsch für Wolf, Thiel und Akono ins Spiel und sollten noch einmal für frische Impulse sorgen. Tatsächlich kam der VfB nur Minuten später zum Anschlusstreffer, auch wenn die frischen Kräfte daran gänzlich unbeteiligt waren. Stattdessen war es Malone, der bei einer Ecke durch Zehir mit dem Kopf zur Stelle war und das 2:3 markierte (83.), was nun eine spannende Schlussphase versprach.

Diese Spannung hätte Boyamba dem Spiel aber sogleich wieder nehmen können, als der Mannheimer Joker nach einem Konter mit einem gefühlvollen Heber über Reader hinweg nur den Innenpfosten traf und das entscheidende 4:2 damit verpasste (86.). So musste Mannheim noch bis in die Nachspielzeit hinein zittern, ehe Schiedsrichter Eric Müller mit seinem Schlusspfiff den zehnten Saisonsieg der Mannheimer besiegelte.

Während Mannheim durch den Erfolg auf Platz elf verbleibt und die letzten Zweifel am Klassenerhalt angesichts von acht Punkten Vorsprung ausgeräumt haben dürfte, erleidet Lübeck hingegen einen herben Dämpfer bei der Aufholjagd im Abstiegskampf. Als Vorletzter haben die Norddeutschen einen Rückstand von vier Punkten auf Rang 16 und stehen schon am Mittwoch im Heimspiel gegen Ingolstadt enorm unter Zugzwang. Der SV Waldhof Mannheim kann kann zur gleichen Zeit beim 1. FC Saarbrücken derweil befreit aufspielen.

 
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