3:1 gegen Lübeck: Spitzenreiter Dresden gewinnt souverän

Im zweiten Sonntagsspiel wurde die SG Dynamo Dresden ihrer Favoritenrolle gegen das Schlusslicht aus Lübeck gerecht und durfte letztlich einen 3:1-Sieg feiern. Daferner und Will hatten die Sachsen frühzeitig auf die Siegerstraße gebracht, Lübeck verschoss in Person von Deichmann zudem einen Foulelfmeter. Die SGD verteidigt damit ihre Tabellenführung, während Lübeck auf dem letzten Platz verbleibt. 

Dresden legt los wie die Feuerwehr

Der Tabellenführer aus Dresden hatte sich in den vergangenen Wochen konstant inkonstant gezeigt und in den letzten sechs Spielen auf einen Sieg jeweils eine Niederlage folgen lassen. Nach dem 1:0 über Magdeburg wollten die Sachsen gegen das Schlusslicht aus Lübeck aber mal wieder zwei Erfolge in Serie feiern und starteten dafür mit Ehlers, Kreuzer und Sohm für Stark (Schulterverletzung), Königsdörffer (5. gelbe Karte) und Hosiner (Bank) in die Partie. Bei den Gästen gab es nach der bitteren 1:3-Pleite gegen Duisburg insgesamt zwei Änderungen in der Startelf, Zehir und Steinweder begannen für Boland (Bank) und Thiel.

Die Hausherren wollten dabei keine Zweifel an ihrer Favoritenrolle aufkommen lassen, machten von Beginn an mächtig Druck und konnten sich schon nach elf Minuten für ihr Engagement belohnen: Eine Ecke von Will wurde von Mörschel an den zweiten Pfosten zu Daferner verlängert, der nur noch einzuschieben brauchte (11.). Daferner (14.) und Sohm (17.) hatten in der Folge weitere gute Möglichkeiten, ehe Will seiner Toreinleitung auch noch einen Treffer folgen ließ und auf 2:0 für Dresden erhöhte. Dabei profitierte der 21-Jährige von einer unzureichenden Abwehr von Lübecks Keeper Raeder, der den Ball Will vor die Füße boxte, so dass dieser aus 18 Metern sein erstes Saisontor erzielen konnte (24.).

Lübeck befand sich nun schon frühzeitig in einer denkbar schlechten Position, bekam kurz vor der Halbzeit aber unverhofft noch die Chance auf den Anschlusstreffer. Weil Knipping Zehir in den Rücken gesprungen war, entschied Schiedsrichter Robert Schröder auf Elfmeter für die Norddeutschen. Deichmann nahm sich der Sache an, setzte den Ball aber über die Querlatte und vergab somit die große Möglichkeit auf das 1:2 (40.).

Lübecks zweiter Elfmeter sitzt

Wollte Lübeck aus Dresden wenigstens noch einen Zähler entführen, musste im zweiten Durchgang eine deutliche Leistungssteigerung her. Und tatsächlich kam das Team von Rolf Landerl mit ordentlich Power aus der Kabine und besaß den ersten Hochkaräter in Halbzeit zwei. Deters kam nach verunglückter Kopfballabwehr von Knipping aus kurzer Distanz frei zum Abschluss, scheiterte aber an einer Glanzparade von Broll, der blitzschnell abtauchte und den Ball von der Linie kratzte (53.). Lübeck blieb aber dran, machte im Gegenzug allerdings auch immer weiter auf, was Dresden zum kontern einlud. Nach einem Ballgewinn im Mittelfeld landete das Leder bei Daferner am linken Strafraumrand. Raeder verspekulierte sich beim Herauslaufen, und konnte der hohen Flanke von Daferner nur noch hinterherschauen, wie sie bei Kreuzer landete und vom Verteidiger zum 3:0 verwertet wurde (60.).

Spätestens jetzt schien das Spiel schon entschieden, erneut aber machte ein Elfmeterpfiff von Schröder den Gästen noch einmal Hoffnung. Kade hatte Akono im Strafraum klar getroffen und Zehir übernahm die Verantwortung. Anders als Deichmann schoss Zehir flach und erzielte so das 1:3 (62.). Allerdings fehlte den Gästen in der Folge die richtige Durchsetzungskraft, einzig ein Abschluss von Hertner jenseits der Strafraumgrenze wurde noch einmal gefährlich, ging aber links am SGD-Tor vorbei (80.). Dresden verpasste bei einem weiteren Konter dann die Vorentscheidung, weil sich Sohm vor Raeder den Ball zu weit vorlegte (88.).

Aber auch so feierte Dynamo am Ende einen wohlverdienten Sieg und verteidigt damit die Tabellenführung, während Lübeck weiterhin die Rote Laterne behält. Für Dresden geht es am kommenden Samstag nun auswärts beim befreundeten FSV Zwickau weiter, zeitgleich muss Lübeck zu Hause unbedingt gegen Türkgücü München punkten.

   
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