Hofmann schießt Braunschweig Richtung Klassenerhalt

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Braunschweigs Trainer Andre Schubert steht kurz vor der Erfüllung seiner Rettungsmission und kann sich mit seinem Team durch einen 3:1-Erfolg bei den bereits abgestiegenen Aalenern von der Abstiegszone distanzieren. Im Mittelpunkt steht aber Stürmer Philipp Hofmann, der alle drei Treffer für die Braunschweiger erzielte. 

Braunschweig dominiert nach Traumstart

Obwohl der VfR Aalen vor dem Spieltag bereits als Absteiger feststand, wollte der Tabellenletzte gegen Eintracht Braunschweig noch einmal alles reinhauen, soweit zumindest die Ansagen des Teams von Rico Schmitt vor der Partie. Doch die Blau-Gelben Löwen wussten um ihre Chance, sich von der Abstiegszone zu distanzieren und erwischten einen Traumstart in der Aalener Ostalb-Arena. Philipp Hofmann bekam am gegnerischen Strafraum den Ball und zog einfach mal direkt ab. Da Royal Dominique Fennell den Schuss noch abfälschte, hatte Daniel Bernhardt im Tor der Aalener keine Chance mehr an den Ball zu kommen und musste das frühe 0:1 hinnehmen (4.).

Anschließend war Braunschweig klar obenauf, ließ die Gastgeber gar nicht erst am Spiel teilnehmen und drängte sofort auf das zweite Tor. Das hätte dann Marcel Bär auch auflegen können, doch der ehemalige Aalener probierte es gegen seinen einstigen Teamkollegen Bernhardt alleine, anstatt auf den in der Mitte vollkommen freistehenden Manuel Janzer querzulegen. Eine Fehlentscheidung, denn so konnte der hinzugeeilte Fennell noch dazwischenspritzen und das 0:2 zunächst verhindern (25.). Auch ein weiterer Abschluss der Gäste durch Leandro Putaro verfehlte sein Ziel wenige Minuten später nur knapp (30.).

Für ein Lebenszeichen der Gastgeber sorgte dann Sinan Büyüksakarya, der den Ball per Volleyschuss nur knapp über den Querbalken hämmerte und somit mit der ersten gefährlichen Aktion des VfR beinahe für den überraschenden Ausgleich gesorgt hätte (41.). Diese Chance sollte Aalen aber nur kurz Aufwind geben, denn für den Schlusspunkt in der ersten Hälfte sorgte schließlich Hofmann, der eine Kopfballvorlage von Bär per Fuß verwertete und somit auf 2:0 stellte (44.). Dass dieses Ergebnis auch den Halbzeitstand darstellte, verdankte Braunschweig  auf der anderen Seite allerdings Jasmin Fejzic, der sich mit dem Halbzeitpfiff plötzlich Matthias Morys gegenübersah und hellwach parierte (45+1).

Hofmann mit einem Dreierpack

Auch im zweiten Durchgang sollten die Zuschauer ein ereignisreiches Spiel sehen, in dem Braunschweig aber für die meisten Akzente sorgte. Und erneut stand Hofmann im Mittelpunkt, der, bedient von Janzer, alleine auf das Aalener Tor zulaufen durfte und den Ball flach mit Hilfe des rechten Pfostens zum 3:0 über die Linie bugsierte (56.). Ein Dreierpack für den Stürmer, der damit mittlerweile auf zehn Saisontore kommt. Das Spiel war somit schon entschieden und hätte noch höher zu Gunsten der Braunschweiger ausgehen können, doch Bär scheiterte im Eins-gegen-eins mit Bernhardt (62.) und Hofmann traf nur den Pfosten, anstatt sein viertes Tor des Spiel zu erzielen (84.).

Aalen zeigte derweil Courage und versuchte den eigenen Fans noch etwas zu bieten, was letztlich auch gelingen sollte. Nach einem Eckball von Patrick Funk traf Thomas Geyer per sehenswertem Volley immerhin zum 1:3 (76.). An eine plötzliche Aufholjagd war aber natürlich nicht mehr zu denken, auch weil Aalen das Spiel nach einer gelb-roten Karte gegen Büyüksakarya (77.). schließlich zu zehnt beenden musste.

Und so feierte Braunschweig einen ebenso verdienten, wie wichtigen Auswärtserfolg und hat als 13. inzwischen einen Vorsprung von vier Punkten auf die Abstiegszone. Aalen hingegen hat nicht einmal mehr die Möglichkeit, einen Platz gut zu machen und wird die Saison als Letzter beenden. Für Braunschweig geht es am kommenden Samstag (13.30 Uhr) beim Halleschen FC weiter, während Aalen zu den ebenfalls abstiegsgefährdeten Cottbusern reist.

 

   

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