3:0 gegen Bayern II: VfB Lübeck setzt Siegesserie fort

Der VfB Lübeck bleibt in der Erfolgsspur und feierte am Sonntag mit einem 3:0 gegen Bayern München II den vierten Sieg in Folge. Während die Lübecker in den ersten 45 Minuten kein Kapital aus der fast einstündigen Überzahl nach einem Platzverweis gegen Bayerns Arrey-Mbi schlagen konnten, erzwang der VfB im zweiten Durchgang einen klaren Erfolg, bei dem Yannik Deichmann zum Matchwinner avancierte.

Bayerns Arrey-Mbi mit Gelb-Rot vom Platz

VfB-Coach Rolf Landerl nahm zwei Veränderungen gegenüber dem 2:1-Auswärtssieg gegen den SC Verl vor, Deters und Benyamina ersetzten Zehir und Steinwender. Sein Trainerpendant Holger Seitz wechselte auf Seiten der Bayern-Amateure im Vergleich zur 1:2-Niederlage in Magdeburg dreimal durch: Stanisic, Zaiser und Arrey-Mbi begannen anstelle von Waldner, Stiller (angeschlagen) und Senkbeil. Nachdem sich beide Mannschaften zunächst abtasteten und mit Zweikämpfen und Foulspielen neutralisierten, waren es die Bayern-Amateure, die die erste gute Gelegenheit des Spiels verbuchten: Nach einem langen Ball aus der eigenen Hälfte sprintete Dajaku über links kommend in den Lübecker Strafraum und zog seinen Abschluss aus spitzem Winkel nur knapp am Gehäuse von Raeder vorbei (12.). Rund zehn Minuten später dann ein Aufschrei an der Lohmühle: Deichmann flankte im Sechzehner aus kurzer Entfernung an den Ellenbogen von Stanisic, der VfB forderte Strafstoß – den jedoch Referee Tobias Fritsch wohl korrekterweise nicht gab (22.). Lübeck präsentierte sich in der Folge aktiver und mit deutlich mehr Zug zum Tor, doch weder Deichmanns Abschluss noch Grupes Kopfball (24.) wollten den Weg ins Ziel finden.

Der VfB drückte immer mehr aufs Gaspedal und spielte ab der 33. Minute plötzlich in Überzahl: Bayerns Arrey-Mbi rauschte etwas ungestüm in Deichmann und sah – nachdem er bereits in der 19. Spielminute nach einem Foul an Benyamina gelbverwarnt worden war – folgerichtig die Ampelkarte (33.). Doch wer nun glaubte, die Bayern würden sich geschockt präsentieren, sah sich getäuscht. Erst scheiterte Dajaku aus spitzem Winkel (34.), dann parierte Lübeck-Schlussmann Raeder nach einem schnell ausgeführten Freistoß der Bayern stark gegen Kühn (36.). Bayern-Coach Seitz reagierte noch vor der Pause auf die Unterzahl und brachte Feldhahn für Dantas in die Partie (40.), der sich kurz vor dem Pausenpfiff ebenfalls noch den gelben Karton abholte, ehe es torlos in die Kabinen ging.

Matchwinner Deichmann trifft doppelt

Und aus diesen preschten die Hausherren wie die Feuerwehr. Keine zwei Minuten waren im zweiten Durchgang gespielt, da gingen die Grün-Weißen durch den umtriebigen Yannik Deichmann in Führung: Eine Ecke brachte Röser flach in den Rückraum, wo der Lübecker Spielgestalter trocken abzog und ins linke Eck einnetzte, 1:0 (46.). Der Führungstreffer schmeckte den Gastgebern sichtlich gut, die fortan das Spielgeschehen weitestgehend kontrollierten und die dezimierten Gäste vom eigenen Tor fernhielten. Doch während die Bayern nahezu keinen Druck mehr entwickeln konnten, drehten die Hausherren in der Schlussphase der Partie noch einmal auf und stellten per Doppelschlag auf binnen weniger Minuten auf 3:0. Zunächst steckte Deters auf den nur wenige Sekunden zuvor eingewechselten Steinwender durch, der mit seinem wuchtigen Abschluss das 2:0 erzielte (73.). Fünf Minuten später grätschte der bärenstarke Deichmann nach Steinwender-Hereingabe in das Spielgerät und markierte den persönlichen Doppelpack, erhöhte so auf 3:0 (78.). Spätestens jetzt hatte die U23 der Bayern nichts mehr entgegenzusetzen und konnte sich glücklich schätzen, dass die Hausherren das Ergebnis nicht noch deutlicher in die Höhe schraubten.

So blieb es am Ende beim hochverdienten 3:0-Heimerfolg der Lübecker, die mit dem vierten Sieg in Serie auf Rang zwölf springen und dort den FC Bayern II auf den 13. Tabellenplatz verdrängen. Die zweite Garde des Rekordmeisters kann sich schon in Kürze für die herbe Niederlage rehabilitieren und empfängt am Mittwochabend den FC Ingolstadt zum bayrischen Duell, während der VfB Lübeck zeitgleich beim 1. FC Kaiserslautern um weitere wichtige Zähler für den Klassenerhalt kämpft.

   
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