28 Kilometer Rohre: Meppener Stadionausbau nimmt Kontur an

Nach dem letzten Heimspiel der überaus erfolgreichen Premierensaison nimmt der Stadionausbau beim SV Meppen gewaltig an Fahrt auf. Mit dem Einbau der Rasenheizung will man im Emsland eine der Bestimmungen des DFB an Vereine der 3. Liga nun umsetzen. Zudem werden Änderungen bei Beleuchtung, Beschallung und Videoüberwachung durchgeführt.

Rasenheizung als Kernaspekt des Stadionumstrukturierung

Es ist ein ungewöhnliches Bild, dass sich dem Betrachter beim Betreten der Hänsch-Arena zu Meppen aktuell erstreckt. Wo noch vor wenigen Tagen beim 3:0 über Rot-Weiß Erfurt den 22 Akteuren ein grüner Teppich zu Füßen lag, erstreckt sich aktuell nur noch eine Wüste aus Erde und Schutt. Grund dafür: Beim SV Meppen widmet man sich nach dem letzten Heimspiel der Saison den Ausbauplänen, wie sie die Regularien des DFB für Drittliga-Vereine vorsehen.

So bildet ein Kernstück der Sanierungen die Installation einer Rasenheizung. Insgesamt 3500 Kubikmeter Erde sollen in den kommenden Tagen abgetragen werden, heißt es in einem Bericht der "NOZ". Danach plane man eine Drainageschicht und eine Tragschicht mit jeweils 15 Zentimeter Dicke, ehe man die Rohre der Rasenheizung verlegen könne. "Wir verlegen 28 Kilometer Rohre", gibt Wilhelm Gößling, Fachbereichsleiter Hochbau, gegenüber der Zeitung zu Protokoll. Beheizen wolle man die Rohre im Bedarfsfall künftig mit einem Gemisch aus Frostmittel und Wasser, welches mit Heizöl aus einem Energiecontainer befeuert wird. Man verspreche sich dadurch eine Erwärmung des Spezialrasens, der pünktlich zum neuen Saisonstart bespielbar sein soll, um drei bis vier Grad.

Stadionausbau und Sanierungen kosten rund 4 Millionen Euro

Neben der Mammutaufgabe Rasenheizung will man darüber hinaus auch in den Bereichen Beleuchtung und der Stadionsicherheit nachrüsten. So erhält die alte Sitztribüne eine neue Anlage für Beschallung und Videoüberwachung. Außerdem wolle man nicht nur die Leuchteinheiten in den Flutlichtmasten austauschen, sondern auch weitere 15 Strahler auf dem Dach jener Tribüne montieren.

Ein weiteres Highlight: Der Zaun zwischen Spielfeld und Südtribüne soll künftig klappbar sein, sodass man die Hänsch-Arena für Großevents nutzen kann – wie etwa im Jahr 2005, als beispielsweise die Toten Hosen im Rahmen des Emslandfestivals an der Lathener Straße gastierten. Für die derzeitige Baumaßnahme werden rund 790.000 Euro kalkuliert. Insgesamt ließen der Landkreis Emsland sowie die Stadt Meppen dadurch etwas mehr als vier Millionen Euro für den Stadionausbau springen.

 

   
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