2:1 in Buchbach! Türkgücü steht im Pokalfinale

Nach dem 2:1 bei Regionalligist TSV Buchbach steht Türkgücü München im Finale des bayerischen Toto-Pokals. Gerade zu Beginn der Partie mussten sich die Gäste angriffslustigen Buchbachern erwehren, schafften es anschließend jedoch, den resultierenden Rückstand zu drehen. Auch ein Platzverweis warf den Drittligisten nicht mehr aus der Bahn.

Sorge-Notbremse mit dem Halbzeitpfiff

Anlaufzeit brauchte das Pokalduell zwischen dem TSV Buchbach und Drittligist Türkgücü München nicht. Überraschenderweise waren es jedoch die klassentieferen Buchbacher, die von Beginn an auf das Tempo drückten. Die Türkgücü-Verteidiger mussten umgehend ihren Mann stehen, zeigten sich zunächst aber auf der Höhe. Doch der Underdog ließ nicht nach, Samed Bahar zwang Münchens Schlussmann Flückinger zu einer ersten Parade (3.). Schon in der nächsten Szene war das Ergebnis ein anderes: Sztaf überwand Flückinger mit einem Flachschuss ins kurze Eck (5.). Als hätten sie den Wachrüttler gebraucht, mühten sich anschließend auch die Akteure des Drittligisten um offensive Akzente.

Die Belohnung folgte beinahe auf den Fuß. In Minute 13 zog Neuzugang Türpitz von links in die Mitte. Zentral vor dem Sechzehner angekommen, setzte der ehemalige Rostocker zum Abschluss an – 1:1! Doch damit nicht genug. Denn die Gäste nutzten die Buchbacher Verwirrung sogleich ein zweites Mal, indem Kusic einen Kuhn-Freistoß in die Maschen köpfte (16.). Anschließend gönnten sich die Kontrahenten eine Verschnaufpause, ehe die Partie kurz vor dem Halbzeitpfiff wieder an Fahrt aufnahm – zu Ungunsten der Münchner. Diese mussten in Unterzahl weitermachen, nachdem Verteidiger Sorge Buchbachs Sztaf als letzter Mann umgerissen hatte. Zudem gab es Elfmeter für den Regionalligisten. Die Doppelbestrafung blieb jedoch aus, da Flückinger den Strafstoß parierte (45.).

Türkgücü-Abwehr hält stand

In Unterzahl erwartete Türkgücü eine von harter Defensivarbeit geprägte zweite Halbzeit. Ganz so stürmisch wie noch zu Beginn des ersten Abschnitts präsentierte sich der TSV jedoch nicht. Einzigen Höhepunkt – allerdings im negativen Sinne – stellte der Zusammenprall des eingewechselten Türkgücü-Neuzugangs Chato mit Buchbachs Römling dar. Nach nicht einmal zwei Minuten Spielzeit musste Chato das Feld aufgrund einer Platzwunde wieder verlassen (47.). Aus dem Takt brachte die Aktion den Drittligisten nicht. Türkgücü verteidigte diszipliniert und ließ kaum Chancen zu.

Das änderte sich erst in der 67. Spielminute, als ein Buchbach-Akteur die Kugel im Zentrum knapp verpasste. Damit war zugleich die Schlussoffensive der Hausherren angebrochen. Knapp zehn Zeigerumdrehungen später versuchte sich Leberfinger per Volleyabnahme, scheiterte aber am glänzend aufgelegten Flückinger (76.). Anschließend zeigte sich die Türkgücü-Abwehr wieder sattelfest, wodurch das 2:1 bis zum Ende Bestand hatte und die Münchner in das Pokalfinale beförderte. Dieses steigt bereits am kommenden Sonntag in Illertissen, wo der heimische FV wartet. Sollte Türkgücü den Landespokal gewinnen, ginge damit auch die DFB-Pokal-Qualifikation einher.

 
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