2:0 in Köln: Türkgücü feiert vierten Sieg in Serie

Aufsteiger Türkgücü München ist weiter in Form: Zum Auftakt des 19. Spieltages setzte sich der Aufsteiger am Freitagabend mit 2:0 bei Viktoria Köln durch. Durch den vierten Sieg in Folge klettert das Team von Alexander Schmidt zunächst auf Rang vier und kann sich weiter berechtigte Hoffnungen auf einen Durchmarsch in die 2. Bundesliga machen. 

Kaum Chancen auf dem Höhenberg 

Zum Auftakt des 19. Spieltags traf am Freitagabend der FC Viktoria Köln auf Türkgücü München, beide Vereine hatten sich zuvor noch nie gegenüber gestanden. Die Gäste hatten dabei nach zuletzt drei Siegen die Möglichkeit, bei einem weiteren Erfolg vorerst auf Rang vier zu springen. Trainer Alexander Schmidt nahm dafür nach dem 1:0 gegen Dynamo Dresden nur eine Änderung an seiner Startformation zu und ließ Stangl für den mit Sprunggelenksproblemen passenden Fischer auflaufen. Sein Gegenüber, Pavel Dotchev, sah nach dem 0:0 gegen Kaiserslautern keinerlei Gründe für Veränderungen und schickte exakt die selbe Truppe aufs Feld.

Dort entwickelte sich zunächst eine sehr zähe Begegnung, da beide Mannschaften tief standen und in eigenem Ballbesitz um einen geordneten Spielaufbau bemüht waren. Ein Kopfball von Sliskovic in die Arme von Mielitz (9.) war daher die einzige Szene in der Anfangsphase, die auch nur annähernd eine Erwähnung wert wäre. Gefährlicher wurde es da schon auf der Gegenseite, als Seaton aus wenigen Metern erst per Kopf und dann im Liegen mit dem Fuß zum Abschluss kam, den Ball aber letztlich knapp neben den linken Pfosten setzte (24.). Trotzdem hätten am Ende sogar die Gäste mit einer Führung in die Pause gehen können, doch Türkgücüs torgefährlichster Spieler Sararer schlenzte den Ball kurz vor dem Halbzeitpfiff rechts am Pfosten vorbei (44.) und besiegelte damit den torlosen ersten Durchgang.

Sararers Solo bringt den Auswärtssieg 

Der Wiederbeginn machte nach der mauen Vorstellung in den ersten 45 Minuten sofort Hoffnung auf eine nun spannendere und ereignisreichere Begegnung. Nach einer Flanke von Wunderlich kam Seaton zu einem Kopfball, den Vollath erst im letzten Moment auf der Linie fangen konnte (46.). Im direkten Gegenzug fasste sich Sararer ein Herz, zog ab der Mittellinie das Tempo an, sprintete an zwei Gegenspielern vorbei und wuchtete den Ball von der Strafraumgrenze mit einem strammen Schuss zum 1:0 in die Maschen (47.). Es war das vierte Mal in Folge, dass der Aufsteiger aus München durch einen Treffer des türkischen Offensivspielers in Führung ging.

Anschließend beruhigte sich das Geschehen aber wieder etwas, weil Türkgücü den Kölnern das Spielfeld überließ und mit einer geordneten Defensive auf Konter wartete. Entsprechend reagierte Dotchev nach etwas mehr als einer Stunde und setzte mit Thiele für Klefisch auf mehr Offensive. Wenig später kam zudem mit dem erfahrenen Risse (für Cueto) auch noch mehr Routine in die Partie. Zu einer echten Ausgleichschance, abgesehen von einem Distanzschuss durch Wunderlich (86.), kamen die Viktorianer, aber nicht mehr. Stattdessen verpasste Tükgücüs Kircicek bei einem der seltenen Entlastungsangriffe gar das 2:0 und scheiterte aus wenigen Metern an Mielitz (87.). Besser machte es kurz darauf Sliskovic, der den Ball Mielitz aus ähnlicher Position wie zuvor Kircicek durch die Beine schoss und so den Auswärtssieg der Gäste unter Dach und Fach brachte (90.+1).

Durch den vierten Sieg in Serie zieht Türkgücü nach Punkten mit dem TSV 1860 München gleich und klettert auf Rang vier. Die Kölner verbleiben auf Platz elf. Für die Viktoria geht es am nächsten Spieltag samstags (14 Uhr) gegen den SV Waldhof Mannheim weiter, während sich Türkgücü auf zwei Derbys innerhalb von vier Tagen freuen darf. Zunächst trifft der Aufsteiger in einem Nachholspiel am Dienstag (19 Uhr) auf die SpVgg Unterhaching, bevor am Freitag (19 Uhr) schließlich die Amateure des FC Bayern München "zu Gast" sind.

   
  • DM von 1907

    Beeindruckend an TG München ist nicht nur Ausnahmespieler Sararer, der zu den ganz wenigen Spielern gehört, die es regelmäßig schaffen, über das halbe Spielfeld zu dribbeln und dann noch erfolgreich abzuschließen. Genauso beachtlich ist die sehr konzentrierte Defensive der Mannschaft, aus der kein Spieler heraussticht, in der es keine großen Namen gibt, in der aber jeder seine Aufgabe kennt.

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