1860 gewinnt 4:3 in Dresden – Elversberg schießt Essen ab

Zum Auftakt in die neue Saison hat der TSV 1860 München das Topspiel bei Dynamo Dresden nach wilden 90 Minuten mit 4:3 gewonnen. Der SV Meppen verpasste nach Führung in Unterzahl den Sieg im Derby beim VfB Oldenburg, spielte 1:1. Waldhof Mannheim hatte gegen Viktoria Köln große Mühe, gewann aber spät mit 3:1. Im Aufsteiger-Duell lieferte die SV Elversberg ein Spektakel, gewann mit 5:1 bei Rot-Weiss Essen. Zudem setzte sich der FC Ingolstadt mit 1:0 gegen die SpVgg Bayreuth durch, auch der 1. FC Saarbrücken war gegen den SC Verl durch ein Last-Minute-Elfmeter erfolgreich (1:0).

Dresden 3:4 TSV 1860 München: Dynamo wacht zu spät auf

Die Erwartungen bei den Sachsen war groß, doch es gab früh die kalte Dusche: Nach einer Flanke von Lex lenkte Ehlers den Ball ins eigene Tor und brachte die Gäste aus München unfreiwillig in Führung (8.). Die erste gute Möglichkeit für die Schwarz-Gelben gab es nach 17 Minuten, als ein Freistoß von Arslan knapp am Tor vorbeiging. Die SGD war nun im Spiel, Kutschke hatte kurz darauf die nächste Chance, scheitete aber an Hiller (21.). Die Szene wiederholte sich wenig später, als Hiller einen Kopfball des Dresdners entschärfen konnte (26.). Dynamo war nah dran am Ausgleich, doch erneut waren es die Löwen, die das Tor erzielten. Rieder wurde im Strafraum angespielt, schoss Ehlers durch die Beine und vollendete auf 2:0 aus Sicht der Münchner (36.). Nach 39 Minuten lag der Ball dann auch im Tor der Löwen, Torschütze Arslan stand jedoch im Abseits.

Ein erstes Ausrufezeichen im zweiten Durchgang setzten die Hausherren. Ein Abschluss von Borkowski verfehlte sein Ziel jedoch ganz knapp (59.). Nach 68 Minuten schien die Partie jedoch schon entschieden. Bär setzte sich im Laufduell mit Knipping durch und erhöhte auf 3:0. Doch nur zwei Minuten später war Borkowski zur Stelle, brachte seine Mannschaft durch das 1:3 wieder heran. Im Gegenzug war jedoch wieder Bär auf dem Posten, traf zum 4:1 und ließ Dynamo-Trainer Anfang bei seinem Pflichtspiel-Debüt verzweifeln (71.). Doch die Schwarz-Gelben hatten sich noch nicht aufgegeben. Kutschke legte auf Schäffler und der Zugang war erfolgreich – 2:4 (73.). Drei Tore in fünf Minuten! Doch nach 82 Minuten waren die Sachsen wieder zurück. Borkowski traf trocken und humorlos in den Winkel – nur noch 3:4. Wahnsinn. In der Schlussphase warfen die Sachsen nochmal alles nach vorne, kamen aber nicht mehr zum Ausgleich und mussten sich den Löwen nach wilden 90 Minuten geschlagen geben.

Oldenburg 1:1 Meppen: VfB nutzt Überzahl aus

Im Nordderby ging es zunächst eher ruhig zu, große Chancen gab es auf beiden Seiten noch nicht. Das änderte sich nach 17 Minuten, als es das erste Mal richtig laut wurde im Stadion. Hemlein fasste sich aus 25 Metern ein Herz und brachte die Gäste aus Meppen mit 1:0 in Führung. In der Folge wurde es jedoch wieder ruhiger, der Aufsteiger hatte Mühe in der Offensive zu Akzenten zu kommen.

Nach dem Seitenwechsel hatte der SVM gleich zu Beginn eine gute Chance, Abifade schloss ab, aber Boevink konnte den Ball abwehren (46.). Einen Rückschlag mussten die Emsländer jedoch nach 61 Minuten hinnehmen. Binnen weniger Sekunden sah Käuper zweimal Gelb, nachdem er aufgrund eines nicht gegebenen Freistoßes erst einen Vogel in Richtung des Unparteiischen angedeutet und dann offenbar unsportliche Worte gesagt hatte. Die Überzahl nutzten die Hausherren schnell aus: Starke erzielte nach einer Flanke per Kopf das 1:1 (70.). Danach hatten die Oldenburger sogar noch die Chancen auf den Sieg: Wegners Abschluss klärte Kersken und Risch war kurz vor knapp zur Stelle, ehe der Ball über die Linie trudeln konnte (80.). Somit holte der Aufsteiger gleich seinen ersten Punkt.

Mannheim 3:1 Köln: Waldhof trifft spät

In der vierten Minute gab es gleich die dicke Chance für die Hausherren: Ekincier wurde mit einem langen Ball gefunden, scheiterte aber an Viktoria-Schlussmann Voll. Ein Schuss von Amyn war die erste Möglichkeit für die Kölner, wirklich gefährlich wurde es aber nicht (13.). Das Tempo war hoch, doch die großen Chancen ließen in der Folge auf sich warten. Ein Kopfball von Ekincier war zu harmlos (25.). Den Hausherren war anzumerken, das Tor erzielen zu wollen, doch die Qualität der Zuspiele und Abschlüsse war einfach zu schwach. Spannend wurde es noch einmal in der letzten Minute vor der Pause, als Köln einen Konter setzte, diesen jedoch nicht verwerten konnte.

Taz hatte nach 53 Minuten zu viel Zeit zum Nachdenken, zögerte letztlich zu lange, scheiterte an Voll und vergab so eine gute Möglichkeiten für die Mannheimer. Nach 64 Minuten wurde die Mühe der Hausherren dann belohnt: Zunächst wurde Martinovic der Ball abgenommen, das Spielgerät landete aber bei Ekincier, der mit links ins lange Eck traf – 1:0 für den Waldhof. Die Freude hielt jedoch nur zehn Minuten. Nach einem Eckball bekamen die Mannheimer den Ball nicht geklärt, Amyn war letztlich zur Stelle. Als es stark nach einem Unentschieden zum Auftakt aussah, war Mannheims Gohlke nach einer Kopfball-Hereingabe parat und traf zum 2:1 (86.). In der Nachspielzeit legte Kother das 3:1 (90.+1) nach und bescherte Trainer Neidhart einen erfolgreichen Start.

Essen 1:5 Elversberg: SVE überrollt die Gastgeber

Die Gäste erwischten einen Start nach Maß: Koffi setzte sich gegen seinen Gegenspieler durch, und netzte aus wenigen Metern trocken ins kurze Eck ein (5.) Früher Schon für RWE. Doch nur kurz darauf gab es den Strafstoß für Essen. SVE-Keeper Kristof hatte den Ball schon in den Händen, doch Berlinski stocherte diesen wieder heraus und wurde im Anschluss zu Fall gebracht. Harenbrock trat an, doch Kristof konnte den Strafstoß und den Nachschuss parieren. Was für eine irre Anfangsphase. Und sie war nicht vorbei: Ein Einwurf rutschte durch die RWE-Defensive durch, der Ball landete wieder bei Koffi, der aus spitzen Winkel per Tupfer traf. Und es ging immer weiter! Nach einem Angriff über die linke Seite landete der Ball über Umwege bei Berlinski, der den Ball über die Linie drückte (13.).

Nur noch 1:2 aus Sicht der Essener. Jedoch änderte sich der Spielstand nach nur 23 Minuten wieder, erneut waren die Saarländer erfolgreich: Koffi flankte in den Strafraum, Schnellbacher war per Kopf zur Stelle und nutzte die zögerliche Abwehrarbeit erneut aus. Die Essener fielen nun auseinander, Schnellbacher legte in der 26. Minute nach, stellte auf 4:1 aus Sicht der SVE. Kurz vor der Pause hätte Koffi fast das fünfte Tor für sein Team erzielt, beförderte den Ball jedoch aus wenigen Metern über das Tor. Im zweiten Durchgang ließ es die SVE ruhig angehen. Dennoch durfte Sahin noch das 5:1 nachlegen (82.). Am Ende feierte die Steffen-Elf einen Auftaktsieg, der in der Liga aufhorchen lässt. Elversberg ist vorerst Tabellenführer, während Essen die rote Laterne übernimmt.

1. FC Saarbrücken 1:0 SC Verl: Elfmeter muss es richten

Schon in der zweiten Minute gaben die Hausherren eine erste Duftmarke ab, Scheu hatte am Ende eines Sprints aber nicht mehr genug Kraft, sein Abschluss war zu harmlos. Wesentlich gefährlicher wurde es nach 16 Minuten, als die Saarländer gleich mehrmals zum Abschluss kamen, oder hätten kommen können. Am Ende verfehlte Kerbers Versuch den Verler Kasten. Die Hausherren waren die bessere Mannschaft, konnten das aber nicht in Tore oder richtig gute Chancen ummünzen. Otto hatte für die Verler nach einer Ecke die erste Chance, Batz konnte den Kopfball aber entschärfen (28.). Ein Eckball von Neudecker landete zehn Minuten später am Pfosten.

Nach dem Seitenwechsel durfte Verls Stellwagen bis in den Strafraum marschieren, sein Abschluss stellte Batz jedoch vor keine großen Probleme (58.). Zwei Minuten später konnte SCV-Keeper Thiede einen Scheu-Schuss um den Pfosten lenken. Auch im Anschluss bleiben die Hausherren am Drücker, konnten den Ball aber nicht im Gehäuse der Ostwestfalen unterbringen. Gleich mehrere FCS-Spieler scheiterten. Als das torlose Remis schon besiegelt schien, gab es Strafstoß für die Hausherren. Nachdem ein Freistoß bei Günther-Schmidt landete, wurde der Angreifer von Thiede gefoult. Grimaldi ließ sich die Chance nicht nehmen und erzielte den Siegtreffer in der fünften Minute der Nachspielzeit.

FC Ingolstadt 1:0 SpVgg Bayreuth: Ein früher Treffer reicht

Den Start hätten sich die Schanzer nicht besser ausmalen können: Bereits nach vier Minuten erzielte Schmidt die Führung für den Absteiger. Doch die Gäste steckten deshalb nicht zurück. Antonitsch hatte sich nach einem langen Ball verschätzt, weshalb Nollenberger allein auf FCI-Keeper Ponath zulaufen, den Ball aber nicht im Tor unterbringen konnte (14.). Auch nach 22 Minuten waren es wieder die Gäste, die für Gefahr sorgten. Erst scheiterte Heinrich, nach dem anschließenden Eckball verfehlte Hemmerich knapp. Auf der Gegenseite hatte Doumbouya schon Bayreuths Kemper Kolbe ausgespielt, doch Schwarz konnte den Ball auf der Linie klären. Auch Schmidt war kurz darauf nicht erfolgreich (24.).

Im zweiten Durchgang blieb der Aufsteiger im Spiel, Hemmerich scheiterte erneut an Ponath (47.). In der Folge hatten die Schanzer die Partie aber im Griff. Wirklich gefährlich wurden sie jedoch selber nicht – ein Versuch von Doumbouya ging immerhin knapp neben das Tor (66.). Sechs Minuten später war der Stürmer wieder zur Stelle, schoss erneut neben das Tor. Auch in der 77. Minute blieb der 24-Jährige erfolglos. In der 89. Minute musste Preißinger das Spielfeld vorzeitig verlassen. Er war mit gestecktem Bein in Gegenspieler Lippert gerutscht und sah dafür die rote Karte. Die kurze Überzahl konnte die SpVgg nicht ausnutzen, es blieb beim knappen Erfolg der Ingolstädter.

 

 
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