Mölders kündigt Karriereende an: "Geht mir auf den Sack"

Wer 1860-Angreifer Sascha Mölders noch einmal als Profi spielen sehen möchte, der hat dazu nicht mehr lange Zeit. Den leidenschaftlichen Spielstil des gebürtigen Esseners wird es nur noch bis Saisonende zu bestaunen geben – danach ist Schluss. Wie Mölders gegenüber der "Augsburger Allgemeinen" bekanntgab, hat er endgültig genug vom Profi-Zirkus.  

Mölders ist die Lust am Profifußball vergangen

Als filigraner Ballkünstler war Sascha Mölders im Laufe seiner langen Karriere nie bekannt. Dafür schätzten Fans und Mannschaftskameraden stets die unermüdliche Einsatzbereitschaft sowie die klaren Ansagen des mittlerweile 34-Jährigen. Entsprechend deutliche Worte wählte Mölders nun auch beim Thema des nahenden Karriereendes. Seinen im Sommer 2020 auslaufenden Vertrag bei 1860 München wird er nicht verlängern, auch der Wechsel zu einem anderen Profiklub kommt nicht infrage. "Ich könnte zwar noch einige Jahre spielen", erklärte der bullige Offensivmann, "aber das ganze Drumherum geht mir, entschuldigen Sie die Ausdrucksweise, auf den Sack."

Auf dem Platz spürt Mölders zwar nach wie vor das nötige Feuer, alles andere hat er offensichtlich satt. Das Problem heutzutage: "Es geht im Profibereich oft gar nicht mehr um den Fußball und das macht mir keinen Spaß mehr." Er dürfte nur zu gut wissen, wovon er spricht: So war der Mittelstürmer nicht nur in der medienwirksamen Bundesliga sowie der 2. Liga aktiv, sondern schnürt seit 2016 auch die Fußballschuhe für den TSV 1860 München. Die Löwen sind bekannt für Tradition und Leidenschaft – für Beständigkeit oder gar Ruhe hingegen schon lange nicht mehr. Gerade die anhaltenden internen Querelen scheinen auch Sascha Mölders ermüdet zu haben. "Es ist immer was los, jeden Tag."

FC Bayern? "Das konnte ich nicht"

Zum Ende seiner Laufbahn zieht es Mölders zurück zu einer etwas ursprünglicheren Form des Fußballs, abseits des großen Rummels. "Ich werde irgendwo im Umkreis der Regionalliga Bayern als Spielertrainer arbeiten. Es gibt schon zwei, drei lose Kontakte zu Vereinen." Wichtig scheint in erster Linie ein großer Abstand zum Profigeschaft: "Ich glaube, ich passe nicht in so ein Nachwuchsleistungszentrum rein. Ich sehe mich nicht als Laptop-Trainer, um das verkürzt darzustellen."

Dabei bot sich Mölders durchaus die Möglichkeit zu einer Trainerkarriere in einem renommierten NLZ. Nach dem Löwen-Abstieg im Jahr 2017 wollte ihn der FC Bayern integrieren: "Ich bin kein Typ, der so schnell den Verein wechselt. Zudem ist die Rivalität zwischen den Löwen und den Bayern extrem. Das konnte ich nicht und ehrlich gesagt, ich bin nicht der Typ für den FC Bayern München. Zudem hätte ich Theater mit unserem Trainer Daniel Bierofka bekommen."

   
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