1860-Investor Ismaik: "Es wird keine Insolvenz geben"

Das Coronavirus hat die 3. Liga fest im Griff und sorgt bei vielen Klubs für existenzielle Sorgen. Von der wirtschaftlichen Situation bleibt auch der TSV 1860 München deswegen nicht unberührt, wenngleich Investor Hasan Ismaik für die Finanzen erneut die Hand ins Feuer legen würde. Trotzdem wendet sich der Jordanier auch an den DFB.

"Öffnen und tragfähige Modelle entwickeln"

Während sich die DFL-Klubs über einen Solidarfonds von den diesjährigen Champions-League-Teilnehmern für die 1. und 2. Bundesliga freuen können, steht die 3. Liga unter dem Schirm des Deutschen Fußball-Bundes noch im Abseits. 1860-Investor Hasan Ismaik regt in der "SportBild" daher an, dass man die finanzielle Situation der Drittligisten nicht länger nur verwaltet, sondern weiterentwickeln soll. "Dieser Verband ist so reich und kann jetzt auch seinen Vereinen etwas zurückgeben." Rechtlich sind dem DFB allerdings die Hände gebunden.

Laut Ismaik muss die aktuelle Coronakrise als Chance gesehen werden, dass sich der DFB "öffnen und tragfähige Modelle entwickeln" kann. Dabei geht es dem jordanischen Investor nicht nur um die 50+1-Regelung. Darüber hinaus sieht er die krisenerprobten Löwen vom TSV 1860 in einer guten Position. "Wir helfen uns selbst", erklärt der 43-Jährige, dass er nicht auf externe Hilfe warten will und verspricht: "Bei 1860 wird es keine Insolvenz geben. Da kann mich jeder beim Wort nehmen."

Ismaiks Träume leben

Denn auch beim Investor steht die Gesundheit über den Finanzen. "Das allein zählt, und nicht, ob wir Verluste schreiben oder den Aufstieg verpassen", bekräftigte Ismaik, dass ihm jegliche sportliche Situation im Moment nicht vorrangig erscheint. Seine Träume mit den Münchener Löwen hat er derweil nicht aufgegeben: "1860 braucht ein eigenes Stadion, das uns die Möglichkeit gibt, auf gesunde Beine zu kommen."

Diesen Traum will er sich nicht nehmen lassen, sodass er bei einer Wiederwahl von Oberbürgermeister Dieter Reiter das Gespräch suchen. "Ich reiche allen die Hand", bietet Ismaik an und verweist damit auch auf den Verein: "Warum sollte es bei fünf Millionen bleiben und nicht, sagen wir mal, 15 oder 20 Millionen sein?" So hatte Ismaik im vergangenen November bereits argumentiert, als es um eine Kapitalerhöhung bei den Löwen gibt. Sollte der Verein aber nicht auf ihn zukommen, will er selbst ein Angebot abgeben.

   
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