1:1 nach Rückstand: FCH kämpft sich gegen den VfL zurück

Kein Sieger im Spitzenspiel des 17. Spieltages am Montagabend. Der F.C. Hansa Rostock kam vor 12.600 Zuschauern gegen Tabellenführer VfL Osnabrück zu einem 1:1, verpasste es jedoch mit fünf Punkten Rückstand, wieder Anschluss an die Aufstiegsplätze herzustellen. Die Osnabrücker sind nun seit zehn Spielen ungeschlagen und mit zwei Punkten Vorsprung weiterhin Tabellenführer.

Hansa bei Abseits-Entscheidung im Pech

Hansa-Trainer Pavel Dotchev nahm zwei Änderungen vor: der gesperrte Julian Riedel wurde durch Vladimir Ranković ersetzt, Kai Bülow war krank, für ihn spielte Jonas Hildebrandt. Bei Osnabrück rückte Felix Schiller für Maurice Trapp in die Startelf, Manuel Farrona-Pulido ersetzte Etienne Amenyido und Ulrich Taffertshofer lief für Marcos Álvarez auf

Beide Teams gönnten sich keine lange Abtastphase, nach sieben Minuten wurde es das erste Mal gefährlich, als eine Hereingabe auf Rostocks Cebio Soukou im letzten Moment von Konstantin Engel geklärt wurde. Die Hausherren waren gut in der Partie und viele Fans hatten nach zehn Minuten den Torschrei schon auf den Lippen. Doch VfL-Keeper Nils Körber konnte einen guten Schuss von Marcel Hilßner mit einer klasse Parade am Tor vorbeilenken. Hansa zeigte sich von der fehlenden Stimmung – die Fans hatten einen 90-minütigen Stimmungsboykott angekündigt – nicht beeindruckt, hatte den Tabellenführer gut im Griff. Erst nach 14 Minuten sendeten die Gäste durch Engel ein offensives Zeichen, sein Schuss ging jedoch klar am Tor vorbei.

In der Folge schafften es Osnabrück im Spitzenspiel, das stimmungsmäßig an einen Trainings-Kick erinnerte, die Rostocker von ihrem Tor fernzuhalten. Gefährlich wurde in dieser Phase keines der beiden Teams, da zu viele Fehler das Spiel prägten. Doch wenn es etwas gefährlich wurde, waren es die Hanseaten. Merveille Biankadi wurde auf der linken Seite angespielt, wollte Körber überlupfen, zielte aber deutlich zu hoch (33.). Nach 41 Minuten lag der Ball dann im Tor der Gäste, der Treffer wurde jedoch nicht gegeben! Ein Schuss von Hilßner wurde abgeblockt, der Ball landete bei Soukou, der Körber aus sechs Metern überwinden konnte, aber angeblich im Abseits stand – eine ganz knappe, aber wohl falsche Entscheidung.

Hüsing antwortet auf Heider

Nach einem zähen Beginn des zweiten Durchgangs wurden die Gäste mutig und kamen fast zum Treffer. Aber ein Schuss von Marc Heider landete an der Latte (51.). Der anschließende Eckball von David Blacha ging Richtung Tor und überraschte Hansa-Torwart Ioannis Gelios, der den Ball letztlich aber wegfausten konnte. Auch die Hausherren waren nun wieder wach, Soukou zwang Körber zu einer Parade (53.). Endlich nahm die Partie an Fahrt auf, beide Teams suchten den Weg in die Offensive, scheiterten aber entweder an der gegnerischen Defensive oder der eigenen Ungenauigkeit. Das änderte Osnabrück nach 64 Minuten – und wie! Nach einem Freistoß aus dem Mittelfeld kam der Ball auf Umwegen zu Marc Heider, der den Ball annahm und mit viel Kraft aufs Tor brachte. Gelios war noch dran, konnte den wuchtigen Ball aber nicht mehr entscheidend abwehren.

Hansa war nach dem Gegentreffer die Verunsicherung anzumerken, doch eine Standard-Situation brachte die Kogge wieder zurück ins Spiel: Hilßner schlug den Ball an den Fünfmeterraum, wo Oliver Hüsing freistand, den Ball mit der Innenseite zum Ausgleich ins Netz beförderte (75.). Kurz darauf hatte der Tabellenführer die Chance, sogar wieder in Führung zu gehen. Aus spitzem Winkel verfehlte Tim Danneberg allerdings das Rostocker Tor (77.). Beide Teams spielten nun mit offenem Visier, entschädigten für ein phasenweise langweiliges Spiel. Tore wollten aber keine mehr fallen, so blieb es bei einem Unentschieden, mit dem der VfL besser leben kann.

 

   
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