1:1 in Berlin: Würzburg bleibt unter Schwarz ungeschlagen

Danny Schwarz bleibt auch in seinem vierten Spiel als Kickers-Trainer ungeschlagen und holt mit seinen Würzburgern ein 1:1-Unentschieden bei Viktoria Berlin. Dabei wäre für die Unterfranken nach einer starken ersten Hälfte und dem Führungstor von Pepic noch mehr drin gewesen, allerdings spielte im zweiten Durchgang beinahe nur noch der Hauptstadtklub. 

Pepic bringt Würzburg in Front

Nach der 0:1-Niederlage in Duisburg nahm Viktoria Berlins Trainer Benedetto Muzzicato drei Wechsel an seiner Startaufstellung vor und brachte Hahn, Beyreuther und Ogbaidze für Kapp, Menz (beide gesperrt) und Benyamina. Die gleiche Anzahl an Wechseln nahm auch sein Gegenüber Danny Schwarz vor, dessen Team vor der Länderspielpause und einem Corona-Ausbruch einen 2:0-Erfolg in Kaiserslautern feierte. Dennoch starteten nun Heinrich, Schneider und Atmaca für Dietz, Pepic und Herrmann.

Der Tabellenvorletzte hatte durch den Sieg bei den Roten Teufeln dabei anscheinend ordentlich Selbstvertrauen getankt und suchte gleich von der ersten Minute an aktiv den Weg nach vorne, was nach nicht einmal zehn Minuten auch belohnt wurde. Zunächst eroberten die Kickers im Mittelfeld den Ball und schalteten schnell um. Über Atmaca gelangte der Ball schließlich vom rechten Flügel ins Zentrum zu Pepic, der die Kugel mit dem ersten Kontakt zum 1:0 für Würzburg im langen Eck unterbrachte (8.). Auch mit der Führung im Rücken verlegten sich die Gäste nun aber nicht aufs verteidigen, sondern versuchten nachzulegen. Weitere gute Möglichkeiten durch Kopacz (13.) und Pourié (18.) waren die Folge.

Die Viktoria brauchte hingegen eine gute halbe Stunde, um endlich selbst richtig in der Partie anzukommen. Dann fand sich Ogbaidze nach einer schönen Kombination plötzlich im Eins-gegen-eins Bonmann gegenüber, scheiterte aber an einer starken Parade des Würzburger Keepers. Die Nummer eins der Gäste sollte auch kurz vor der Pause noch einmal im Rampenlicht stehen, als Falcao mit einem langen Ball in die Spitze auf die Reise geschickt wurde, Bonmann aber rechtzeitig aus seinem Kasten stürmte und Ball sowie Gegenspieler mit fairen Mitteln abräumte (43.), um so die Pausenführung für seine Farben zu halten.

Muzzicatos Joker sticht sofort

Nach dem Seitenwechsel stand Würzburg nun tiefer und ließ die Berliner kommen, was sich beinahe sofort gerächt hätte. Nach einem tollen Pass von Gunte hinter die Abwehrkette der Kickers sprang Falcao der Ball von der Brust aber zu weit nach vorne, so dass Bonmann den Ball aufnehmen konnte (47.). Auch bei einem weiteren Abschluss von Falcao nach rund einer Stunde stand der Torhüter der Kickers richtig und hatte keine Probleme damit, den Schuss festzuhalten (62.). Den Gästen gelang es in dieser Phase aber kaum noch für Entlastung zu sorgen, so dass Berlin das Spielgeschehen nun vollends im Griff hatte.

Allerdings agierten die Hausherren offensiv viel zu ungefährlich, was Muzzicato mit der Hereinnahme von Topscorer Cigerci ändern wollte, der in den letzten Wochen verletzungsbedingt gefehlt hatte. Und der 26-jährige Offensivspieler war kaum auf dem Platz, als sich ihm schon die Möglichkeit zu seinem siebten Saisontreffer bot. Nachdem Kraulich Verkamp im Strafraum zu Fall gebracht hatte, gab es einen Foulelfmeter für die Hausherren, den Cigerci sicher zum 1:1 verwandelte (76.). Würzburg schien aber auch mit dem einen Punkt zufrieden. Anders ließ sich zumindest der folgende Wechsel nicht erklären, als Schwarz mit Strohdiek für Pourié einen Stürmer vom Feld nahm und einen weiteren Verteidiger brachte.

Diese defensive Taktik ging letztlich auch auf, weil Viktoria Berlin nur noch einmal durch Cigerci gefährlich wurde, dessen Schuss in der Nachspielzeit von Bonmann aber pariert wurde (90.+2). So blieb es beim 1:1, das den Kickers eher helfen dürfte als dem Hauptstadtklub. Die Unterfranken bleiben zwar Vorletzter und haben drei Punkte Rückstand auf das rettende Ufer, sind aber mittlerweile seit vier Spielen ohne Niederlage und können den SV Meppen am kommenden Samstag mit entsprechend breiter Brust empfangen. Die Berliner sind nach dem Remis Neunter und treffen zur gleichen Zeit auswärts auf den 1. FC Saarbrücken.

 

   
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