1:1 im Aufsteiger-Duell! Chemnitz und Waldhof auf Augenhöhe

Im ersten Sonntagsspiel trennten sich der Chemnitzer FC und Waldhof Mannheim mit einem leistungsgerechten 1:1-Unentschieden. Während der SVW die erste Halbzeit dominierte, zeigten sich die Hausherren im zweiten Spielabschnitt deutlich präsenter. Zum Unglücksraben wurde indes Mannheims Seegert.

Deville versetzt SVW-Anhang in Ekstase

Bis zum Sonntag mussten zwei der Aufsteiger warten, ehe auch sie endlich in das Geschehen eingreifen durften. In Chemnitz standen sich der heimische CFC und Waldhof Mannheim gegenüber. Bei den Hausherren fanden mit Georgi Sarmov und Marcelo Freitas zwei Neuzugänge den Weg in der Startelf. Auf der Gegenseite berief SVW-Cheftrainer Berhard Trares sogar drei Neue: Es begannen Jan-Hendrik Marx, Kevin Koffi und Benedict dos Santos. Zu Beginn war dann auch vor allem den Gästen die Euphorie anzumerken. Mannheim suchte ohne Umwege das Heil in der Offensive.

So waren keine zwei Minuten gespielt, als Deville plötzlich allein vor CFC-Schlussmann Jakubov auftauchte – letzterer behielt mit einer guten Parade die Oberhand (2.). Der Waldhof legte jedoch nach: Nach einer Deville-Hereingabe setzte Sulejmani das Leder per Direktabnahme knapp neben das Gehäuse (5.). In der Folge fingen sich die Hausherren, auch die Bergner-Elf verteidigte hoch und suchte den schnellen Weg nach vorne. Erste Duftmarken setzten Sarmov (6.) und Marcelo Freitas (8.), beide Distanzschüsse verfehlten das Tor allerdings deutlich.

Daraufhin zogen sich die Chemnitzer etwas zurück, während Mannheim weiter zielstrebig nach vorne spielte – hochkarätige Torchancen blieben dabei aus. Das änderte sich in der 22. Spielminute. Mit einem hohen Ball hebelte Diring die CFC-Abwehrkette aus, der omnipräsente Deville verarbeitete die Kugel gekonnt und schob zum umjubelten Führungstreffer ein. Chemnitz war nun gezwungen, in die eigenen Offensivbemühungen zu investieren. Die beste Chance der Himmelblauen hatte wenig später Matti Langer: Der Mittelfeldspieler kam nach einem Eckball jedoch nicht richtig an den Ball, sodass er das Tor per Kopf verfehlte (30.). Es entwickelte sich eine intensiv geführte Partie mit vielen Zweikämpfen, meist spielte sich das Geschehen im Mittelfeld ab. Erst kurz vor dem Halbzeitpfiff ging noch einmal etwas nach vorne. Und es waren erneut die Mannheimer, die gefährlich wurden: Torschütze Deville trat nach einer Flanke von links vor dem Tor in Erscheinung, lenkte die Kugel jedoch über den Kasten (43.).

Chemnitz dreht auf – und belohnt sich

CFC-Trainer Bergner fand in der Pause offenbar die richtigen Worte, seine Mannschaft wirkte nach Wiederanpfiff deutlich entschlossener. Die erste gute Gelegenheit hatten dann auch die Himmelblauen: Bozics Abschluss nach Frahn-Vorlage wurde im letzten Moment zur Ecke geklärt (53.). Die Hausherren drückten weiter und schnürten die Mannheimer regelrecht ein, eine Ecke nach der anderen segelte durch den Gäste-Strafraum. Ein Eckstoß führte dann tatsächlich auch zum Erfolg: Garcia schlug das Leder von rechts in den Sechzehner, Müller stieg am höchsten und köpfte in Richtung Tor – am Ende der Kette stand Mannheims Seegert und lenkte den eigentlich unplatzierten Ball mit der Brust in das eigene Netz (55.)

Der Ausgleich rüttelte auch den SVW wieder wach: Fast im direkten Gegenzug flog Koffi mit dem Kopf in eine Flanke, konnte die Kugel allerdings nicht mehr richtig drücken (58.). Mannheim versuchte sich zurück in das Spiel zu kämpfen, Konsequenz war eine gelbe Karte für Seegert, der Bozic zuvor zu Boden gezerrt hatte (59.). Die Partie gestaltete sich insgesamt offener, beide Teams wollten den Auftakt-Dreier. Die nächste Duftmarke setzte wieder die Bergner-Elf: Einen Fernschuss konnte SVW-Schlussmann Scholz nicht festhalten und verhinderte erst im Nachfassen Schlimmeres (62.). Der CFC übernahm nun. Eine Müller-Hereingabe von rechts konnte die Waldhof-Hintermannschaft noch klären, aus dem Hintergrund kam Milde dennoch zum Abschluss und setzte den Ball per Direktabnahme etwa einen Meter über die Querlatte (68.).

Der SV Waldhof stand in dieser Phase äußerst tief, blieb durch vereinzelte Konterangriffe allerdings gefährlich. Am Ende eines solchen bot sich Dos Santos die Einschussmöglichkeit, die Kugel strich deutlich über den Kasten (73.). Die Gäste witterten noch einmal die Chance auf den Sieg. Ein abgefälschter Diring-Distanzschuss senkte sich gefährlich in Richtung linkes Eck, verfehlte das Ziel am Ende jedoch knapp (75.). Auf der Gegenseite versuchte sich der eingewechselte Bonga ebenfalls aus der Distanz, schoss aber um einiges am langen Eck vorbei (77.). In der Schlussphase neutralisierten sich die Teams größtenteils. So blieb es bei einem leistungsgerechten Unentschieden. Beide Mannschaften zeigten eine durchaus ansprechende Leistung, auf der in der kommenden Woche aufgebaut werden kann.

   
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