Nur 1:1 gegen Bayern II: Dynamo verpasst vierten Sieg in Folge

In der Nachholpartie vom 22. Spieltag trennten sich Dynamo Dresden und Bayern II mit einem 1:1-Unentschieden. Nach dem frühen Führungstreffer sprach lange Zeit vieles für einen Dynamo-Heimsieg. Im zweiten Durchgang drehten die Gäste jedoch auf, per Freistoß fiel der nicht unverdiente Ausgleich.

Daferner zur frühen SDG-Führung

Mit einem weiteren Dreier wollte Dynamo Dresden am Mittwochabend die laufende Erfolgsserie auf vier Siege ausbauen und einen weiteren Schritt in Richtung Zweitliga-Rückkehr tätigen. Trainer Markus Kauczinski verzichtete nach dem 2:0 im Sachsenduell gegen Zwickau auf großartige Personalrochaden und brachte lediglich Hosiner und Kreuzer für Sohm und Königsdörffer. Ganz anders hielt es Bayern-Teamchef Holger Seitz. Nachdem seine Mannschaft am Wochenende gegen Viktoria Köln verloren hatte, waren die Abstiegsplätze wieder nähergerückt. Grund genug für gleich fünf Veränderungen: Stanisic, Rhein, Arrey-Mbi, Oberlin und Zeiser durften beginnen, Lawrence, Scott, Stiller, Jastremski sowie der gesperrte Senkbeil rotierten aus der Elf. In den Anfangsminuten verzichteten beide Mannschaften auf das große Offensivspektakel. Ein solches brauchte der hochkarätig besetzte Ligaprimus allerdings auch gar nicht für den frühen Führungstreffer – dazu reichte ein Eckball.

Diesen brachte Will in den Sechzehner, wo Daferner hochstieg und wuchtig einköpfte (9.). Statt Schockstarre schien bei den Gästen eine Trotzreaktion einzusetzen. Denn kaum zwei Minuten später kamen auch die Münchener zu einer ersten Möglichkeit, Feldhahn scheiterte – ebenfalls nach einem Eckball – an SGD-Schlussmann Broll. Bayern II mühte sich weiter und tauchte in Person von Oberlin frei vor dem Dynamo-Gehäuse auf, Abwehrmann Kwadwo packte jedoch im rechten Moment eine starke Grätsche aus (17.). Ansonsten stand Dresden derartig kompakt, dass sich die FCB-Akteure mit ihren Offensivbemühungen aufrieben. Insgesamt war das Tempo nun niedriger, auch Torchancen gerieten zur Mangelware. Einzig Dresden versuchte sich im ersten Abschnitt nochmals, Bayerns Stanisic konnte eine scharfe Kreuzer-Hereingabe aber im letzten Moment klären (39.).

Welzmüller-Freistoß überrascht Broll

Holger Seitz reagierte in der Pause und schickte zwei frische Kräfte auf den Platz: Scott und Jastremski ersetzten Sieb und Zaiser. Am Geschehen änderte sich dadurch allerdings erst einmal wenig. Während Bayern II weiterhin planlos anlief, spielte Dresden die eigene Defensivstärke aus. In Minute 56 reichte es immerhin im Ansatz für etwas Torgefahr, gleich zweimal blieb die Kugel jedoch an den Dynamo-Abwehrbeinen hängen. Die Hausherren befreiten sich sogleich vom allmählich zunehmenden Druck. Nachdem Kade Bayerns Torhüter Schneller mit einem kraftvollen Schuss geprüft hatte, stand Mörschel zwar bereit, konnte den Nachschuss aber nicht verwerten (57.). Nur wenig später trat der Angreifer erneut in Erscheinung, brachte sich halbrechts im Sechzehner in Position – und scheiterte per Flachschuss am FCB-Hüter (60.). Aus dem Spiel heraus fand München keine wirkliche Antwort, per Standardsituation gelang das dafür umso besser. Nachdem Dresdens Kreuzer kurz vor dem eigenen Sechzehner gegen Rhein hingelangt hatte, durfte sich Bayerns Welzmüller das Leder mittig zum Freistoß zurechtlegen.

Der Routinier übertölpelte den spekulierenden Schlussmann Broll und versenkte den Ball flach rechts im Torwarteck (68.). Dynamo hatte noch am Ausgleich zu knabbern, als auch schon die nächsten FCB-Angriffe rollten – Jastremski verpasste den Doppelschlag nur knapp (70.). Erst mit Anbruch der Schlussphase fingen sich die Hausherren. Dresden spielte nun wieder auf Sieg. Die Chance auf den entscheidenden Treffer bot sich Kreuzer, der die Kugel nach einer Schneller-Klärungsaktion an den kurzen Pfosten donnerte. Beendet war die Partie damit jedoch noch nicht: Mörschel kam zu einer letzten Großchance, schoss aber Mitspieler Ehlers an – Abseits (87.). So blieb es beim Unentschieden, mit dem wohl beide Mannschaften leben können. Dynamo bleibt unangefochtener Tabellenführer, Bayern II springt immerhin auf Rang 11. Wenn am Sonnabend der zweitplatzierte FC Ingolstadt zum Topspiel im Rudolf-Harbig-Stadion gastiert, wird die SGD ihre Klasse erneut unter Beweis stellen müssen. Bayern II beschließt den kommenden Spieltag hingegen mit dem Montagsspiel in Mannheim.

 
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