1:0! Evina sorgt für KFC-Sieg gegen überlegenes Halle

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In der vorletzten Partie des ersten Spieltags besiegte der KFC Uerdingen den Halleschen FC mit 1:0. Die Vogel-Elf überzeugte mit einer hohen Effektivität, Halle konnte die eigene Überlegenheit hingegen nicht ummünzen. Zum Matchwinner wurde ein Neuzugang. 

KFC und HFC neutralisieren sich lange

Mit dem KFC Uerdingen und dem Halleschen FC standen sich am Sonntagnachmittag zwei schon im letzten Spieljahr äußerst ambitionierte Mannschaften gegenüber. Neu war hingegen der Spielort: Der KFC wechselte aus der Duisburger Schauinslandreisen-Arena in die Düsseldorfer Merkur Spiel-Arena – die heimische Grotenburg wird nach wie vor renoviert. Die Hausherren setzten auf sechs Neuzugänge in der Startelf: Königshofer, Maxsö, Kirchhoff, Mbom, Rühle und Evina gaben ihr Debüt. HFC-Trainer Torsten Ziegner vertraute derweil stärker auf altbekanntes Personal und berief mit Göbel, Hansch und Nietfeld lediglich drei Neue.

Von Beginn an war kein eindeutiger Qualitätsunterschied zu erkennen. Beide Mannschaften traten selbstbewusst auf und versuchten sich umgehend mit Offensivaktionen. Aufseiten des HFC fand Bahn mit einem ersten Eckstoß den Kopf des aufgerückten Mai, die Kugel ging deutlich über das Tor (5.). Auch Uerdingen war präsent, zeigte sich zunächst allerdings nicht ganz so zielstrebig wie die Gäste. Diese rückten sehr weit auf und versuchten, die Räume für die Hausherren eng zu machen, welche sich jedoch immer wieder mustergültig befreiten. So neutralisierten sich die Mannschaften größtenteils. Es dauerte bis zur 18. Spielminute, ehe die anwesenden Zuschauer die erste Torchance bestaunen durften.

Diese hatte es allerdings in sich: Aigner passte den Ball im Aufbau zu Halles Guttau, die Kugel landete über Lindenhahn bei Hansch. Der Angreifer nutzte die Unordnung in der KFC-Defensive und zog aus rund 15 Metern Torentfernung ab – Uerdingen-Schlussmann Königshofer parierte gekonnt (18.). Auch in der Folge begegneten sich die Mannschaften größtenteils auf Augenhöhe. Das Ergebnis: Kaum Torchancen. Wenn es einmal gefährlich wurde, zeigten sich meist die Saalestädter verantwortlich. Nach mehreren Halbchancen war es kurz vor dem Pausenpfiff Halles Nietfeld, der sich im Strafraum gegen Lukimya und Maxsö durchsetzte, schließlich flach abzog und Königshofer zu einer Fußabwehr zwang (45.). Torlos ging es in die Pause.

Uerdingen benötigt nur eine Torchance

Die Hausherren waren mit Wiederanpfiff gefordert, gerade in der Offensive zeigte die Elf von Heiko Vogel in der ersten Halbzeit deutlich zu wenig. Zunächst kam jedoch wieder der Hallesche FC. Die Gäste kombinierten sich durch das Zentrum, am Ende der Kette legte Nietfeld für Lindenhahn ab, dieser verfehlte den linken Pfosten mit seinem Distanzschuss nur knapp (50.). Lindenhahn wollte es nun wissen. Zwei Zeigerumdrehungen später setzte sich Halles Nummer sechs robust durch und probierte es zum zweiten Mal – der Ball ging am anderen Pfosten vorbei (52.). Die Gastgeber zogen ihrerseits zwar weiterhin ein ordentliches Spiel auf, kamen allerdings nach wie vor nicht zu nennenswerten Abschlüssen. Diese gab es nur für die Ziegner-Elf um den auffälligen Lindenhahn: So war es nach einer Landgraf-Hereingabe erneut der 28-Jährige, der die Führung knapp verpasste. Erst verfehlte er den Ball im Fallen, den zweiten Versuch des bereits liegenden Lindenhahns vereitelte dann Torhüter Königshofer.

Optische Überlegenheit führt jedoch auch in der neuen Spielzeit nicht zwangsläufig zum Erfolg. Und so stellte der KFC das Spielgeschehen wenig später auf den Kopf. Nachdem Rodriguez Halle-Keeper Eisele mit einem Fernschuss erstmals geprüft hatte (64.), schickte er Neuzugang Evina auf die Reise. Der Flügelstürmer täuschte links im Strafraum einen Abschluss an, ließ damit Halles Göbel aussteigen und versenkte das Leder schließlich gekonnt im langen Eck (65.). Der HFC war sichtlich geschockt, Cheftrainer Ziegner reagierte umgehend mit einem Doppelwechsel: Für Hansch und Guttau kamen Vollert und Sohm. KFC-Übungsleiter Vogel musste hingegen den angeschlagenen Torschützen Evina vom Platz nehmen, ihn ersetzte Pflücke (67.). Halle erhöhte in dieser Phase die Schlagzahl, die Gastgeber überzeugten allerdings mit einer stabilen Defensive.

Es dauerte bis zur 81. Spielminute, bis die Gäste wieder gefährlich vor das Tor kamen. Erst parierte Königshofer gegen Sohm, dann verpassten die HFC-Angreifer eine scharfe Hereingabe von der linken Seite nur knapp. Obwohl die Ziegner-Elf noch einmal alles versuchte, gab es gegen die Uerdinger Defensive kein Durchkommen mehr. Die letzte Möglichkeit vergab der aufgerückte Mai per Flugkopfball (90.+1). Somit stand am Ende ein äußerst glücklicher 1:0-Erfolg für den KFC. Die Hallenser müssen sich den Vorwurf gefallen lassen, die eigene Überlegenheit nicht in Tore umgemünzt zu haben. Uerdingen reist in der kommenden Woche zu Bayern II, der HFC steht im Heimspiel gegen Hansa Rostock bereits unter Druck.

   
  • Daniel M.

    Schade, würde Uerdingen gern am Tabellenende sehen. Aber der HFC macht diese Unmannschaft auch noch stark.

    • Tobi

      Was die Russentruppe betrifft… ganz Deiner Meinung. Absteigen werden Sie leider nicht aber wohl auch nicht aufsteigen.

  • Philipp Schramm

    Wie sagt man so schön:
    "Wenn man vorne keine Tore schießt, bekommt man sie hinten rein."

    Der Sieg für Uerdingen ist mehr als glücklich. Halle dagegen hätte den Sieg echt verdient gehabt.

    Aber Uerdingen ist halt auch für ihren "Drecks-Fußball" bekannt.

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