1. FC Saarbrücken: Uwe Koschinat ab Sommer neuer Trainer

Die Trainerfrage beim 1. FC Saarbrücken ist beantwortet: Mit Beginn der kommenden Saison wird Uwe Koschinat an der Seitenlinie stehen. Der 49-Jährige tritt damit die Nachfolge von Lukas Kwasniok an, der sich mit dem Verein nicht auf eine Verlängerung einigen konnte. Sein Abschied ist damit nun endgültig fix.

Expertise und ein "Schuss Emotionalität"

Seit im Februar bekannt geworden war, dass Kwasniok nur im Aufstiegsfall verlängern wollte und den Verein damit zum Saisonende verlassen würde, sind mehrere Trainer mit dem 1. FC Saarbrücken in Verbindung gebracht worden – die Wahl fiel nun auf Uwe Koschinat. "Mit Uwe Koschinat gewinnen wir einen Cheftrainer, der bereits nachhaltig seine Qualitäten auf hohem Niveau nachgewiesen hat", erklärt Sportdirektor Jürgen Luginger die Verpflichtung.

Neben einer "fachlichen Expertise" bringe der 49-Jährige auch "den Schuss Emotionalität mit, den jede Mannschaft und jeder Verein benötigt". Entsprechend ist Luginger überzeugt, dass Koschinat "die erfolgreiche Arbeit der vergangenen Jahre fortsetzen wird und durch seine Persönlichkeit sowie die Einbringung neuer Impulse den nächsten Entwicklungsschritt unserer Mannschaft vorantreibt".

Knapp zwei Jahre in Sandhausen

Zuletzt stand der gebürtige Koblenzer zwischen Oktober 2018 und November 2020 beim SV Sandhausen in der 2. Bundesliga an der Seitenlinie. Nachdem er die Kurpfälzer in seiner ersten Saison vor dem Abstieg rettete, wurde er mit ihnen in der vergangenen Saison Zehnter. In der laufenden Serie war nach nur acht Punkten aus den ersten acht Partien Schluss. Vor seiner Zeit in Sandhausen war Koschinat insgesamt sieben Spielzeiten (294 Spiele) im Dienst des SC Fortuna Köln, den er 2014 in die 3. Liga führte und anschließend dort etablierte. Der 1. FC Saarbrücken, wo er einen Vertrag bis 2023 unterschrieben hat, ist nun seine zweite Station in der 3. Liga: "Nach meinem Ausscheiden beim SV Sandhausen habe ich bewusst zunächst eine Pause eingelegt, damit ich die letzten sehr intensiven Jahre reflektieren und aufarbeiten konnte", wird er in einer Mitteilung des Vereins zitiert.

Nun beim FCS anzufangen, "freut mich außerordentlich, denn für mich war es wichtig, dass die neue Herausforderung, die ich angehen will, mit viel Entwicklungspotential behaftet ist und vor allem ehrgeizige Ziele verfolgt werden", sagt Koschinat. Diese Faktoren würden auf den FCS, sein Umfeld und seine Verantwortlichen zutreffen. Den Entscheidungsträgern sei es gelungen, den Klub in den letzten Jahren wieder Schritt für Schritt voranzubringen. "Ab der neuen Saison möchte ich mit vollem Tatendrang und Hingabe meinen Teil dazu beitragen, damit wir die erfolgreiche Entwicklung der letzten Jahre fortsetzen", so Koschinat, der Ende Februar auch beim MSV Duisburg ein Thema  war, jedoch abgesagt hatte.

Kwasniok-Abschied endgültig

Mit der Verpflichtung des 49-Jährigen ist der Abschied von Lukas Kwasniok zum Saisonende nun endgültig fix. Bis zuletzt stand im Raum, dass der 39-Jährige – obwohl er nur im Aufstiegsfall verlängern wollte – möglicherweise doch bleibt. Wie Kwasniok in einem "Kicker"-Interview am Dienstag durchblicken ließ, hätte er sich auch einen Verbleib bei Nicht-Aufstieg vorstellen können. Das war Teil meiner Idee, meines Gedankengangs: Wir gehen jetzt zusammen all-in, versuchen gemeinsam alles – und wenn es am Ende nicht reicht, du Tabellenvierter oder -fünfter wirst, aber alle mit der Konstellation zufrieden sind, dann sagst du doch am Ende nicht: Wir trennen uns jetzt …" Dazu kommt es nun aber definitiv. Kwasniok hatte den FCS im Dezember 2019 übernommen und ihn zum Aufstieg in die 3. Liga sowie ins Pokal-Halbfinale geführt. Zu Beginn dieser Saison grüßten die Saarländer zwischenzeitlich von der Tabellenspitze, derzeit belegt der FCS Rang acht.

   
  • DM von 1907

    Koschinat ist eine gute Wahl. Wenn ich seine letzten Trainerstationen anschaue, zeigt sich, dass er gerne heimatnah unterschreibt – die Familie wohnt in Köln.

  • Pingback: Sechzig @18:60: News vom TSV 1860 und aus der 3.Liga()

  • ironimus

    Meines Erachtens die richtige Entscheidung. Das Hin und Her von Kwasniok um sein Gehen oder Bleiben sowie sein medial fragwürdiges Auftreten gaben auch für den FCS kein gutes Bild ab. Es ist besser so.

  • Matthias Mewes

    Schade, wäre ein guter Trainer für den HFC gewesen…

    • Daniel M.

      Mit dem habe ich auch ein bisschen spekuliert. Der hätte deutlich besser zu uns gepasst.

      • Gnampfer

        Für die Regionalliga?

    • Falk Schmiedeknecht

      Ja das ist schade.
      Wo Kwasniok demnächst seine Pirouetten drehen wird, schlägt mir trotzdem mehr auf den Magen.

      Bis er irgendwo, hoffentlich weit weg vom Wabbel, unterschrieben haben wird.

    • PeterPlys

      Da wäre ja noch ein Alexander Schmidt frei…

      • Detlef Heins

        oder der Ricco….

      • Block 9

        Oder der Pele

      • Tut nix zur Sache

        Oder der Hoßmang

      • muschaka

        Halle liegt doch schon am Boden. Müsst ihr da noch drauf rumtreten :D

      • Detlef Heins

        ja immer……………..

  • Falk Schmiedeknecht

    Wird jetzt Kwasniok jetzt der neue Wollitz und löst bei Fangemeinden von Vereinen mit offenen Trainerfragen pauschale Nierenkoliken aus, so lange er frei über dem Markt schwebt, wie ein Damokles-Schwert?

    Ich schmeiß dann mal vier Rennie©… 😱

    • muschaka

      Wenn selbst Koschinat trotz guter Leistungen in der 2.Liga keinen Club findet, wie will das dann Kwasniok tun. Er hat sich wohl ordentlich verzockt. Auf Grund der Pandemie und klammen Kassen halten sich die Vereine ohnehin zurück was Entlassungen angeht. Und die Frage ist dann ja auch, ob er dann irgendwo erste Wahl wäre oder ob man dann nicht eher auf einen erfahrenen Zweitligatrainer setzt. Wie schnell man sich in der 2.Liga verbrennen kann, hat man ja bei Trares oder auch Antwerpen gesehen.

      Mit Koschinat hat Saarbrücken eine gute Wahl getroffen. Mit ihm kann Saarbrücken sicher bei einigen an Sympathie gewinnen. Das arrogante Auftreten von Kwasniok war ja unerträglich. Wie der über seine Mannschaft teilweise in Interviews geurteilt hat, war schon echt unerträglich. Man darf ja nicht vergessen, dass sie ein Aufsteiger sind und dafür sehr stark performen.

      • FCS – SAAR

        In Saarbrücken sind wir sehr froh mit der Wahl. Da hatte die Presse auch mit einigen Pfeifen spekuliert, Kwasniok hat zwar fast immer einen optisch schönen "hurra Fußball" (er nannte es Rock´n Roll) geboten, die Abwehr wurde aber oft vernachlässigt.
        Und die alte Fußball Weißheit sagt schon: "Mit dem Sturm gewinnt man Spiele, mit der Abwehr Meisterschaften".

        PS: Ich denke auch das Kwasniok sich verspekuliert hat. In der 2.Liga sehe ich keinen Verein wo er unterkommen könnte.

    • Matthias Mewes

      Vielleicht wird Kwasniok auch der Löw-Nachfolger… ;o)

      • Gnampfer

        Ohne Witz: Das hab ich auch gedacht. Der passt perfekt zum DFB

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