1. FC Magdeburg: Knoten im fünften Anlauf geplatzt

Durchatmen beim FCM! Vorerst hat es sich offenbar ausgezahlt, die Ruhe behalten zu haben. Beim 3:2 (2:1)-Erfolg über Preußen Münster hatten die Elbstädter in einer engen und ausgeglichenen Partie auf hohem Niveau wieder das Glück auf ihrer Seite, das etwa gegen Zwickau oder in Osnabrück noch gefehlt hatte. Damit springt Magdeburg vorerst aus der Abstiegszone.

Frühstart bringt Magdeburg Vorteile

Das war für alle Beteiligten ein ganz wichtiger Schritt, keine Frage. „Die Erleichterung ist riesig“, strahlte Christian Beck in der Mixed Zone, der in Münster einen wechselhaften Tag erlebt hatte: Viele gute Aktionen blieben dem Torjäger zwar verwehrt, als Elfmeterschütze war er jedoch nach nur sechs Minuten bereits zur Stelle. Manuel Farrona Pulido war zuvor vom Preußen-Verteidiger Sebastian Mai abgeräumt worden, an der Entscheidung gab es keinen Diskussionsbedarf. Die frühe Führung kam goldrichtig für Magdeburg, auch weil die ebenso unter Siegeszwang stehenden Gastgeber einen guten Auftakt erwischten, sich dafür allerdings zunächst nicht mit Toren belohnten. Stattdessen kam es für einen äußerst effizienten FCM noch viel besser, als Felix Schiller nach einem Freistoßkracher von Nico Hammann am Schnellsten schaltete und den Abpraller vom Torhüter zum 2:0 einschob (24.).

„Normalerweise kippt so ein Spiel dann…“

Das Momentum schien bereits voll und ganz auf der Seite der Magdeburger zu liegen, aber Preußen Münster fand zurück. Jesse Weißenfels markierte postwendend den Anschluss, profitierte dabei von zu vielen Freiheiten im Sechzehnmeterraum (26.). Kurz nach dem Seitenwechsel krönte dann Adriano Grimaldi das Engagement von Münster mit dem 2:2-Ausgleich (47.): Schockstarre bei der Elf von Jens Härtel und insbesondere dessen Anhängern. Würde sich die Phase von vier sieglosen Spielen in Folge weiter fortsetzen? „Normalerweise kippt so ein Spiel dann endgültig, auch weil Münster das Tor zu einer idealen Zeit erzielt“, gab auch Trainer Härtel zwischenzeitliche Skepsis während des Spiels zu. Es sollte aber anders kommen – auch weil ausgerechnet dem unscheinbaren Beck nach einem neuerlichen Hammann-Freistoß der Ball bei der Annahme versprang und er so unfreiwillig perfekt für Christopher Handke auflegte – das 3:2 (66.), das gleichbedeutend mit dem Endstand war.

Härtel liegt mit seiner Prognose falsch

Ausgerechnet die beiden Innenverteidiger Schiller und Handke markierten die wichtigen Tore, dazu war auch Nico Hammann am 2:0 sowie 3:2 entscheidend beteiligt. Eine kuriose Sache, die dem Trainer – der im Übrigen entgegen seiner Erwartung „kein Kampfspiel, sondern hohes Drittliga-Niveau“ gesehen hatte – selbst aber reichlich egal gewesen sein dürfte. „Zuletzt lief es oftmals gegen uns, jetzt hatten wir das Glück auf unserer Seite“, konstatierte dieser und blickte mit Erleichterung auf die Tabelle, in der der 1. FC Magdeburg immerhin auf den 15. Rang springt und den Kontakt mit dem Mittelfeld noch nicht abreißen lässt. Das bedeutet eine deutlich entspanntere Ausgangslage im Hinblick auf den Rest der Englischen Woche: Legt der FCM schon im Heimspiel gegen Werder Bremen II nach, kann der Sprung ins Mittelfeld gelingen. Daraufhin folgt noch das Auswärtsspiel beim SV Wehen Wiesbaden am kommenden Sonntagnachmittag.

 
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