1. FC Magdeburg: Hinrunde mit Erfolgserlebnis abschließen

Eine mehr als turbulente Woche hat der 1. FC Magdeburg durchlebt: Fast jeden Tag hatte der Verein positive wie negative Meldungen auf, aber auch abseits des Platzes zu vermelden. Bei den Würzburger Kickers gilt es nun, die erfolgreiche Hinrunde endlich mit dem ersten Auswärtssieg abzuschließen – eine schwere Aufgabe, wie sowohl Trainer Jens Härtel als auch Verteidiger Burak Altiparmak vor dem Spiel unterstrichen.

Der späte und unnötige Punktverlust gegen den VfB Stuttgart II ging einher mit der Meldung eines Angriffs auf Stuttgarter Anhänger. Gleichzeitig wurde die gestohlene Kamera eines Schülers in der Begegnung bei der SG Sonnenhof Großaspach anonym in der Geschäftsstelle hinterlegt – eine ebenso positive Botschaft wie die Vertragsverlängerung des langzeitverletzten Felix Schiller bis zum Ende der Saison 2017/2018. Der Fokus muss an diesem Wochenende jedoch nochmals rein auf das Sportliche gerichtet werden: Bei Mitaufsteiger Würzburger Kickers will der FCM (wieder einmal) endlich seine seit Saisonbeginn anhaltende Durststrecke in den Auswärtsspielen zu den Akten legen.

Härtel: Kompromisslos verteidigen, späte Gegentore vermeiden

Neben Schiller muss Härtel dabei weiterhin auf Lukas Novy, Michel Niemeyer sowie Ryan Malone verzichten, die ihre teils schweren Verletzungen weiter auskurieren müssen. Dagegen ist Lars Fuchs voll im Training dabei. Im letzten Heimspiel gegen den VfB Stuttgart II hatte er noch 90 Minuten auf der Bank verbringen müssen – gut möglich, dass ihm in Würzburg wieder Einsatzminuten vergönnt sein werden. Cheftrainer Härtel analysierte derweil den Tabellennachbarn intensiv und stellte fest: "Würzburg wird ein schwerer Brocken. Zuhause haben sie bisher weniger Punkte geholt, als angemessen wären.“ Oftmals hätten die Nordbayern zwar gut gespielt, aber die entscheidenden Tore nicht erzielen können. Bei seinen eigenen Farben erhofft sich Härtel derweil einen Lerneffekt aus den letzten beiden Partien, die jeweils mit späten Gegentoren einhergingen: "Wir dürfen den Gegnern nicht wieder Chancen servieren. Lieber schlagen wir den Ball schnell aus der Gefahrenzone“, wünscht sich Härtel weniger Experimente in der entscheidenden Spielphase.

Altiparmak: "90 Prozent reichen nicht aus“

Auch Burak Altiparmak bestätigte die Sichtweise des Trainers: "Für einen Sieg muss in dieser Liga immer alles abgerufen werden, 90 Prozent reichen nicht aus.“ Dass der Gegner über eine starke wie kampfbetonte Defensive verfügt, sieht er indes aber nicht als Nachteil. "Natürlich müssen wir uns auf diese Spielweise einstellen. Da wir allerdings über ähnliche Tugenden kommen, sollte das lösbar sein.“ Zumal ein Sieg über die Würzburger Kickers das momentan sieben Punkte betragende Polster auf die Abstiegsränge weiter vergrößern würde – und nur das zählt, wie Spieler und besonders der Coach jede Woche auf das Neue bekräftigen. Zuvor muss die mit nur zwölf Gegentoren beste Defensive der Liga jedoch geknackt werden: Eine schwere, aber auch reizvolle Aufgabe für den FCM, der abermals von gut 1.000 Fans oder mehr unterstützt wird.

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