1. FC Magdeburg: Der Liga-Alltag ruft zur Tat

Die Routine kehrt wieder in der 3. Liga ein. Auch beim 1. FC Magdeburg, der sich nach den Jubelarien im DFB-Pokal möglichst geräuschlos in den Liga-Alltag integrieren möchte. Schließlich wartet am Samstag (14 Uhr) bei Preußen Münster ein Lieblingsgegner der Blau-Weißen, aber auch ein ernster Mitbewerber um die Plätze im oberen Tabellendrittel.

Stammtorhüter Jan Glinker trainiert wieder beschwerdefrei

War was? Gab es hier an gleicher Stelle vier Tage zuvor nicht den Rauswurf eines Erstligisten? Trainer Jens Härtel, Mittelfeldspieler Philipp Türpitz sowie die anwesenden Journalisten ließen bei der obligatorischen Pressekonferenz am Donnerstag nicht den Hauch eines Zweifels, worauf der Fokus beim 1. FC Magdeburg gelegt wird. Mit demonstrativer Souveränität schien der 2:0-Erfolg über den FC Augsburg abgehakt, man beschäftigte sich mit wichtigeren Fragen vor der Drittliga-Partie gegen Preußen Münster.

Wie zum Beispiel der Torwartproblematik. Jens Härtel verriet, dass Stammtorhüter Jan Glinker am Mittwoch sowohl eine individuelle Einheit mit Torwarttrainer Matthias Tischer als auch ein Mannschaftstraining absolvieren konnte. Bleibt Glinker weiterhin beschwerdefrei, ist eine Nachnominierung von Tischer für das Samstagspiel erst einmal passé. Härtel muss sich in Münster selbst dann nur zwischen der Nummer Eins Glinker und Reservist Mario Seidel entscheiden, der den Kasten im Pokalspiel gegen Augsburg sauber hielt. Definitiv fehlen werden gegen die Preußen Ersatztorhüter Alexander Brunst sowie Ex-Preuße Charles-Elie Laprevotte.

Härtel: "Es waren immer enge Spiele in Münster."

"Münster hat eine gestandene Drittliga-Mannschaft, die bereits in der letzten Saison rechtzeitig aufgerüstet wurde. Mit Adriano Grimaldi haben sie in der Spitze einen Pol, der Bälle gut festmachen kann. Ähnlich wie bei uns Christian Beck ist das für jede Abwehrreihe unangenehm", warf Härtel einen Blick auf den kommenden Gegner und seinen Spitzenstürmer, der nach vier Spielen bislang zwei Tore erzielen konnte. "Die Preußen hatten ein freies Wochenende und werden gut erholt sein. Außerdem haben sie mit uns noch eine Rechnung offen", kam Härtel auf die Bilanz in der 3. Liga gegen die Preußen zu sprechen. Von den bisherigen vier Begegnungen nach dem Aufstieg 2015 gewannen die Blau-Weißen alle. "Es waren immer enge Spiele in Münster. Es ging um eine Menge, aber wir haben sie bislang immer erfolgreich bestritten." In der Saison 2015/16 leitete der 1. FC Magdeburg mit einem 2:1-Erfolg im Preußen-Stadion den Schlussspurt auf den vierten Rang ein. In der Frühphase der letzten Spielzeit standen beide Teams beim Kellerduell mit dem Rücken zur Wand – und Magdeburg triumphierte 3:2.

Hinsichtlich der taktischen Überlegungen gegen die spielstarken Münsteraner ließ Härtel offen, ob er zu einem 3-5-2-System mit Spielgestalter Andreas Ludwig zurückgekehrt oder die zuletzt so erfolgreiche 3-4-3-Ordnung beibehält. "Es ist sicherlich sinnvoll, zu rotieren und die ein oder andere Position zu tauschen", spekulierte der Trainer über mögliche Wechsel.

Mittelfeldspieler Philipp Türpitz, der in beiden Systemen entweder als hängende Spitze oder rechter Flügel fungieren kann, musste dann zum Abschluss der Pressekonferenz – so ganz ließ sich der Sieg wohl doch nicht abschütteln – noch einen Vergleich zwischen Liga und DFB-Pokal vornehmen: "Für uns steht ein Drittligaspiel an und kein Pokalspiel. In der Liga wird uns niemand unterschätzen. Schließlich ist gegen Magdeburg jede Mannschaft extrem motiviert zu spielen und zu gewinnen." Eine Situation beim 1. FCM, an der das Augsburg-Spiel nichts geändert hat.

 
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