1. FC Kaiserslautern: Voigt kündigt Abgänge im Winter an

Mit Olaf Marschall hat der 1. FC Kaiserslautern am späten Montagabend einen neuen Chefscout vorgestellt und zudem weitere Umstrukturierungen angekündigt. Spekuliert wird, dass ein neuer Sportchef kommen könnte. Derweil kündigt Geschäftsführer Soeren Oliver Voigt Abgänge an.

"Einige Spieler" sollen gehen

Dass die Roten Teufel mit lediglich 18 Punkten aus 17 Spielen und einem enttäuschenden 15. Tabellenplatz alles andere als zufrieden sein können, liegt auf der Hand. Entsprechend soll der Kader verstärkt werden, vor allem in der Offensive besteht angesichts von nur 16 Toren Bedarf. Schon seit einigen Tagen steht im Raum, dass mindestens ein Spieler kommen wird. Auf der anderen Seite sollen "einige Spieler" den FCK verlassen, wie Geschäftsführer Soeren Oliver Voigt in der "Rheinpfalz" ankündigt. Namen nennt der 51-Jährige nicht, doch aufgrund der Tatsache, dass Kaiserslautern mit 35 Spielern über den zweitgrößten Kader aller Drittligisten nach Unterhaching (38) verfügt, kommt die Aussage nicht überraschend.

Gleich zehn Spieler sind noch gänzlich ohne Einsatz, dabei handelt es sich aber überwiegend um Nachwuchstalente wie Constantin Fath und Leon Hotopp. Andere Akteure blieben dagegen hinter den Erwartungen zurück. Etwa Lucas Röser, der nur viermal zum Einsatz kam, kein Tor erzielte und in elf Partien nicht mal zum Kader gehörte. Nicht ausgeschlossen, dass sich die Wege im Winter trennen könnten – auch wenn sein Vertrag noch bis 2022 läuft. Doch schon in der vergangenen Saison gehörte Röser nicht zur Stammelf (nur 831 Einsatzminuten) und verbuchte in 27 Partien lediglich drei Tore. Auch von Elias Huth dürften sich die Verantwortlichen nach seiner starken Serie in Zwickau (14 Tore in 31 Partien) mehr erhofft haben. Beim FCK ist der 23-Jährige noch ohne Treffer in dieser Saison und kam meist nur von der Bank.

Was wird aus Notzon?

Wie es mit dem bei den Fans in die Kritik geratenen Sportdirektor Boris Notzon weitergeht, ist noch offen. "Kein Mensch ist alleine für den Erfolg verantwortlich. Aber auch keiner alleine für den Misserfolg", stärkt Voigt dem 41-Jährigen den Rücken und betont: "Wir sollten nicht vergessen: Die Mannschaft steht auf dem Platz, nicht Boris Notzon." In Anbetracht der Umstände durch die Insolvenz habe Notzon eine qualifizierte Mannschaft zusammengestellt, so Voigt. Allein: Andeuten konnte das Team sein Potenzial bisher kaum (nur drei Siege), wenngleich es auch unter Verletzungspech litt. Doch Voigt weiß: "Die Tabelle lügt nicht. Da gibt es auch nichts schönzureden." Fakt ist zudem: Notzons Vertrag läuft am Saisonende aus. Und sollte tatsächlich ein neuer Sportchef kommen, scheint es ungewiss, ob die Zusammenarbeit mit dem 41-Jährigen fortgesetzt wird.

Sicher ist derweil, dass Jeff Saibene auch im neuen Jahr auf der Bank sitzen wird. Er habe beim Sieg gegen Uerdingen gezeigt, dass er das Team erreiche, so Voigt gegenüber der Zeitung. "Die Mannschaft hat Ziele. Die Mannschaft ist auch eine Einheit. Da gibt es keine Grüppchenbildung. Und von der Mannschaft gibt es die klare Aussage, dass sie gewillt ist, die Situation anzunehmen." Damit sich der erhoffte Erfolg möglichst bald einstellt, soll nun gemeinsam an den entsprechenden Rädchen gedreht werden. Bereits ab dem kommenden Montag wird sich der FCK auf die restliche Saison vorbereiten.

   
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