1. FC Kaiserslautern: Pourié und Sickinger vor Abschied?

Nachdem der 1. FC Kaiserslautern den drohenden Absturz in die Regionalliga gerade noch abwenden konnte, sollen die Blicke in der kommenden Saison wieder weiter nach oben gerichtet werden. Dazu wird der Kader wohl an vielen Stellen verändert, mehrere Spieler werden den Klub verlassen. Auch Marvin Pourié und Carlo Sickinger könnten dazugehören.

Pourié fehlte wohl wegen Disziplinlosigkeiten

Bisher hat der FCK keine Profis offiziell verabschiedet. Doch ob Pourié in der kommenden Saison noch für den FCK auflaufen wird, scheint trotz der Tatsache, dass er mit zehn Toren der beste Torjäger war, fraglich. Beim Heimspiel gegen den SC Verl stand der 30-Jährige am Samstag nicht im Kader – nach "SWR"-Angaben wegen Disziplinlosigkeiten. Demnach soll es beim Auswärtsspiel in Köln am 15. Mai einen Vorfall in der Kabine gegeben haben.

Darauf angesprochen, sagte Trainer Marco Antwerpen gegenüber dem Sender: "Das begleitet ihn ja schon seine ganze Karriere. Und das ist jetzt nicht nur bei uns so, dass es immer mal wieder Vorkommnisse gibt, die so nicht in Ordnung sind. Bei anderen Vereinen ist es schon auch so passiert. Da werden wir sehen, was die Zukunft bringt." Bereits im März war Pourié aus disziplinarischen Gründen für eine Partie aus dem Kader gestrichen worden. Sein Vertrag beim KSC läuft noch bis 2022, eine Zukunft hat er beim Zweitligisten aber nicht, nachdem er dort ebenfalls angeeckt war. Falls der FCK ihn weiter binden will, könnte er von einer Kaufoption Gebrauch machen. Die Höhe dieser Summe ist nicht bekannt. Pourié selbst hatte sich von einem Verbleib gegenüber "Der Betze brennt" vor zwei Wochen nicht abgeneigt gezeigt: "Ich kann mir definitiv vorstellen, hier zu bleiben und auch nächstes Jahr so anzugreifen, dass wir oben mitspielen."

Bei Carlo Sickinger läuft das Arbeitspapier Ende Juni aus, ein Verbleib deutet sich nach Informationen von liga3-online.de nicht an, die Zeichen stehen klar auf Trennung. Gegen Verl gehörte er nicht zum Kader, zuvor bestritt er 24 Partien, in denen er 22 Mal zum Einsatz kam. In der Hinrunde hatte Sickinger den FCK noch als Kapitän auf den Platz geführt, ehe er die Binde im Winter an Jean Zimmer abgeben musste. Der gebürtige Karlsruher ist bereits der 2012 für die Pfälzer aktiv und durchlief sämtliche Jugendmannschaften.

Vorerst kein Anschlussvertrag für Hlousek

Unterdessen haben sich die Leihspieler Felix Götze, Daniel Hanslik, Marvin Senger und Anas Ouahim am Sonntagabend in den sozialen Netzwerken verabschiedet, wobei dies nicht endgültig sein muss – die Gespräche laufen. Gleiches gilt auch bei Düsseldorf-Leihgabe Jean Zimmer, bei dem Antwerpen – ebenso wie bei Götze und Senger – auf einen Verbleib hofft. Im Falle von Zimmer verfügen die Roten Teufel über eine Kaufoption – genau wie bei Ouahim und Adam Hlousek. Letzterer wird laut "Der Betze brennt" aber vorerst keinen Anschlussvertrag erhalten und daher zunächst zu Stammverein Viktoria Pilsen zurückkehren. Der 32-Jährige bestritt in dieser Saison 26 Partien, war in den letzten Wochen aber kaum noch gefragt und stand seit Anfang Februar nur in vier Partien auf dem Platz – in allen anderen Spielen gehörte er gar nicht zum Kader.

Bei der Suche nach Neuzugängen stehen dem "SWR" zufolge vor allem zwei defensive Mittelfeldspieler sowie ein Innenverteidiger auf der Liste. Aber auch im Sturm wird der FCK nachlegen müssten, sollten die Leihspieler nicht zu halten sein.

 
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