1. FC Kaiserslautern: Einigung mit Investor Flavio Becca in Sicht?

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Beim 1. FC Kaiserslautern steht die Suche nach einem geeigneten Investor womöglich kurz vor einem erfolgreichen Abschluss. Nach Angaben von Aufsichtsratschef Patrick Banf sind die bisherigen Gespräche mit dem Luxemburger Flavio Becca über ein finanzielles Engagement bei den Roten Teufeln erfolgversprechend.

Auf einem "sehr guten" Weg

"Da sind wir auf einem sehr guten Weg", sagt Banf der "Rheinpfalz" nach einem Treffen mit dem Immobilienmakler und Multi-Unternehmer aus dem nahen Großherzogtum: "Wir sind einen Level weiter." Zum Umfang des geplanten Deals äußerte sich Banf, der am Donnerstag auf einer Aufsichtsratssitzung in seinem für die Profi-Abteilung zuständigen Amt bestätigt wurde, nicht. Beccas Vermögen wird auf ein Milliarden-Volumen geschätzt.

Die Pfälzer benötigen aufgrund ihrer schwierigen Finanzsituation dringend frisches Geld. Durch zusätzliche Mittel soll die Rückkehr in die zweite und mittelfristig auch wieder in die erste Liga bewerkstelligt werden.

Kontakte zu FCK-Ikone Toppmöller

Becca ist im Fußball keine unbekannte Größe. In seinem Heimatland unterstützt der schwerrreiche Unternehmer den luxemburgischen Meister F91 Düdelingen und kam mit dem Klub des deutschen Trainers Dino Toppmöller, dem Sohn von FCK-Ikone Klaus Toppmöller, bis in die Europa League.

Toppmöller senior bestätigte gegenüber der Rheinpfalz persönliche Kontakte zu Becca. Womöglich hat sich der potenzielle FCK-Investor mit dem früheren Nationalspieler schon über seine Gedankenspiele in Bezug auf einen Einstieg am Betzenberg ausgetauscht. "Wir sind gute Freunde, und ich berate ihn", sagte Toppmöller. Keine Option mehr scheint dagegen der Einstieg von KFC-Investor Mikhail Ponomarev.

   
  • ironimus

    Der FCK ist ein prägnantes Beispiel dafür, wie schwer es für die sogenannten Traditionsvereine ist, sich in Liga 3 zu behaupten. Siehe auch 1860 München und Eintracht Braunschweig. Es fängt schon damit an, dass die Erwartungshaltung meistens sehr viel größer ist, als bei "normalen" Drittligisten. Oft klaffen Anspruch und Wirklichkeit meilenweit auseinander. Man glaubt immer noch viel mehr zu sein als man eigentlich ist. Neben den sportlichen Enttäuschungen kommen dann unweigerlich finanzielle Schwierigkeiten hinzu, deren Ursachen oft hausgemacht sind. Auch die Stadionproblematik spielt eine Rolle. Der Betzenberg ist zu groß und zu teuer, das GWS in München ist zu klein und zu alt. In Braunschweig hat man aus BL-Zeiten eine aufgeblähte Personalstruktur, die nur dort zu finanzieren ist. In der Not sucht man nach "Investoren", die mit ihren Zuwendungen den Verein am Leben erhalten sollen. Nicht selten handelt es sich dabei um dubiose Gestalten mit zweifelhaftem Finanzgebaren, die ihre Spendierhosen nur nach Lust und Laune öffnen. Im Interesse des FCK kann man nur hoffen, dass er nicht auch einem dieser Blender aufsitzt.

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