8. Mai 2014 um 10:07 Uhr

Lizenz: DFL lehnt RBL-Beschwerden ab – Mateschitz erbost

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LeipzigStadion3groß

Sportlich hat RB Leipzig den Aufstieg in die 2. Bundesliga am vergangenen Wochenende geschafft, hinter den Kulissen ist der Weg in das Bundesliga-Unterhaus aber noch nicht vollständig geebnet. Wie bereits berichtet, müssen die Sachsen mehrere Auflagen und Bedingungen erfüllen, um die endgültige Spielberechtigung für die zweite Liga zu erhalten. Da die Leipziger mit den Bedingungen der Deutschen Fußball-Liga (DFL) jedoch nicht einverstanden waren, legten sie in der vergangenen Woche fristgerecht Beschwerde ein. Am Mittwoch bezog die DFL erneut Stellung und lehnte die Beschwerde des Aufsteigers nach Angaben der "Leipziger Volkszeitung" (LVZ) ab. Der Ligaverband verlangt von dem 2009 gegründeten Klub weiterhin die Abschaffung von Eintrittsbarrieren für Mitglieder, die Änderung des Vereinslogos (sieht dem Red-Bull-Logo zu ähnlich), sowie eine Umbesetzung innerhalb der Führungsgremien, wo Mitarbeiter und Beauftragte von Red Bull die Mehrheit haben. Red Bull-Chef Dietrich Mateschitz zeigte sich in der "LVZ" alles andere als erfreut, hofft aber weiterhin auf eine Einigung: "Wir versuchen nach wie vor, einen Konsens mit der DFL zu finden." Dennoch betonte er, dass RBL niemanden zwangsbeglücken wolle, denn dies habe man auch "nicht notwendig." Der 69-Jährige geht aber noch einen Schritt weiter und sieht die dauerhafte Weiterentwicklung des Vereins gefährdet, indem er vom "drohenden Aus" spricht. Ein weiteres Drittliga-Jahr komme für Mateschitz nicht in Frage, da die Motivation nach dem eigentlich geschafften Aufstieg dann fehlen würde.

Leipzig kann erneut Beschwerde einlegen

Von Vereinsseite ist zu dem nach wie vor heiklen Thema Lizenz nichts zu hören. Innerhalb von weiteren fünf Tagen kann der Klub aber erneut Beschwerde eingelegt. Am 15. Mai würde dann erstmals der Lizenzierungsausschuss tagen und über die zweite Beschwerde entscheiden. Am 28. Mai erfolgt schließlich die finale Entscheidung durch den Lizenzierungsausschuss über eventuell erforderliche Bedingungserfüllungen und die endgültige Vergabe der Lizenzen. Sollte der Liga-Verband die Beschwerden abweisen, müssten die Auflagen und Bedingungen bis zu diesem Zeitpunkt vollständig erfüllt sein. Ansonsten wird wohl das DFB-Schiedsgericht über die Lizenz-Vergabe entscheiden.

FOTO: Flohre Fotografie

 

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  • Wwürselner Wall

    Geht’s raus und spuilt’s Fußball.
    Alles nur Scheingefechte vom DFB, von Unternehmern mit Profilneurosen, und von Fußballhelden wie Beckenbauer und Netzer, die das Konstrukt RBL gaaanz toll finden, weil sie alle ja auch gerne mit dem Brausefabrikanten feiern gehen. Jetzt fehlt nur der alte Ede Geyer Hinweis: „man will keinen Ostverein in der Bundesliga“
    *gähn*

    • Tom-MS

      …ja, Du hast absolut recht!!!

  • Tradition ist mir wurscht

    Traditionsfans haben wir heute auch wieder in Dresden gesehen.

    Das heisst tradition: krawalle, gewalt, feuerkörper, rassismus usw… die sogenannte traditionsclubs sind dauernd bankrott…

    Rostock, Dresden, Halle, Chemnitz, Erfurt, Jena, Lok Leipzig, Brandenburg… kein ein davon mehr in Liga 1 oder 2. Magdeburg, BFC Dynamo, Zwickau, Chemie Leipzig… die einzige tradition = pleite sein, bankrott sein.

    • VFL

      Tradition heißt nicht Gewalt wer das behauptet hat keine Ahnung,und Schulden hättet ihr auch Gewaltig wenn Mateschitz sich zurück zieht was dann?

      • Traditionsretter

        Gewalt ist ein Abbild der Gesellschaft also jeder Verein hat seine Chaoten aber wie sollst du das wissen, ihr seid ja kein Verein sondern ne Werbetafel

    • fassungslos

      kannst du die ISBN nummer von deinem märchenbuch, aus dem du dein wissen hast und hier verbreitest mal anhängen! so gute geschichten mit einer ganzen zusammengebastelten welt rings um kannte ich bisher nur aus "herr der ringe" vielleicht bringt euer lieber MDR (RBR) in leipzig auch bald den "herr der dosen" raus! da freuen sich die millionen fans von RB (die es irgendwo geben soll) alle schon drauf!

  • RedBullAnhänger

    Der Hr. Mattenschiss soll seine Millionen nehmen und sich hier aus dem Fußball in D. verpissen.Soll seine Kohle lieber in die verkackte Formel 1 stecken.

    • Hans Geller

      gute idee

    • rotweissede

      Unterschreibe ich sofort… Ein Herr Vettel kann noch ein paar Milliönchen gebrauchen….

  • Ihr dürft Alle aufatmen – Spassfußballer

    Ihr dürft aufatmen. Die Lizenz für RBL ist durch. Bis 28.05.2014 werden einige der Auflagen von DFL und DFB erfüllt werden, andere dafür fallen gelassen bzw. ausgesetzt. Warum? Weil der DFB das letzte Wort hinter den Kulissen in der DFL hat!
    Man beachte den Artikel in der süddeutschen Zeitung von Gestern.

    • Holger

      Korrekt! Mit einer Ausnahme: Auflagen hat RB nur von der DFL bekommen, niemals vom DFB. RB hat die Drittligalizenz vom DFB 4mal in Folge ohne Auflagen bekommen. Genau deshalb knirscht es jetzt auch zwischen DFB und DFL in dieser Thematik. Die DFL, Tochter des DFB, will/wollte wohl in Sachen Lizenzierung das Rad neu erfinden.

    • Traditionsretter

      Hoffentlich nicht DFL bleibt standhaft und zerstört nicht die deutsche Fußballkultur

    • rotweissede

      Wer lesen kann ist klar im Vorteil. Das scheint aber auf Dich nicht zu zutreffen ! Der DFB ist verantwortlich für die Vergabe der Drittliga Lizenz, die DFL für die Vergabe der 1. und 2. Liga Lizenz, und da liegt der Hase im Pfeffer…. !!!
      Der DFB hätte beim Aufstieg in die 3. Liga niemals für Red Bullshit Leipzig die Lizens erteilen dürfen…

  • Markus

    @Holger
    was regst du dich denn so auf? Falls die Red Bull Fußball Filiale in Leipzig schließt, kannst du ja immer noch zu Red Bull Salzburg oder Red Bull New York gehen! Ihr Red Bull Jünger seid auf einer Stufe mit Apple Anbetern oder XBox, PS4 Fanboys. Lebt einfach den Kommerz, denn ihr werdet wahre Fans und Leidenschaft nie verstehen.

    • Holger

      gähn…..

  • Darmstädter

    Einfach nicht mehr auf Holgers Kommentare eingehen !!!!!!!!!!!

  • bim bam

    dieser holger nervt! geh doch auf die seite des MDR die griechen RBL auch hinterher! servs

    • Holger

      Und sonst so zum Thema? Gründe doch mit Holgi eine Selbsthilfegruppe. Wenn Euch das Thema nicht passt, dann sucht diesen Thread doch einfach nicht auf, oder?

  • Holger

    Was würde man sagen, wenn Schalke plötzlich die Lizenz nur unter der Auflage bekommt, nicht mehr in blau-weißer Spielkleidung auflaufen zu dürfen? Darüber gibt es in den DFL-Statuten zwar keinerlei Regelung (sprich: Rechtsgrundlage), aber egal! Die DFL besteht trotz Schalker Widerspruchs gegen diese Auflage auf ihrer Sicht der Dinge und schmettert den Widerspruch ab. Und nun kommen in den Foren noch die Dortmunder und sagen "Tja, wenn Schalke sich an die DFL-Regeln halten würde, hätten sie keine Probleme mit der Lizenz…" Schalke könnte diese Auflage locker erfüllen und eben nicht mehr blau-weiß spielen. Aber würden sie das auch tun? Nein, sie würden sich mit Recht, notfalls auch vor einem ordentlichen Gericht, gegen diese Willkür wehren. In Hamburg würden derweil jene Fans, die es mit dem Rechtswesen nicht so haben, schon darauf spekulieren, dass sie bei einer Lizenzverweigerung für S04 sicher in der Liga bleiben.

  • Holger

    In der Auseinandersetzung um die drohende Verweigerung der Zweitliga-Lizenz hat Aufsteiger RB Leipzig einen prominenten Fürsprecher: Präsident Martin Kind vom Bundesligisten Hannover 96 reagierte mit Unverständnis auf die Bedingungen, die die DFL den Sachsen stellt.

    Präsident von Hannover 96Martin Kind.
    Martin Kind kritisiert die DFL.

    "Offensichtlich sollen sie ja eine Lizenz, die sie unter gleichen Bedingungen in der 3. Liga bekommen haben, nun in der 2. Liga plötzlich nicht mehr bekommen", sagte Kind am Freitag und ergänzte: "Ich hoffe, dass der Aufstieg nicht an diesen Formalien scheitert. Leipzig ist eine Stadt mit Tradition, die den Bundesliga-Fußball braucht." Kind gilt als einer der größten Kritiker der im deutschen Fußball geltenden 50+1-Regel. RB Leipzig wiederum umgeht diese Regel, da der Klub offiziell als eingetragener Verein firmiert.
    Quelle: mdr.de

    • Kindl aus H selbes Kaliber wie RBL

      Der Kindl bei H96 ist das gleiche Oligarchiegesäuse wie der Halbgott aus Fuschl.
      Kindl hintertreibt aktiv mit Millionenaufwand die Zerstörung des e.V. von H96.
      Dann wird nämlich ein weiterer Konzern aus der Bundesliga einen Zirkus Maximus machen.
      Sollen sie. Sollen sie. Sollen sie. Alles nur Melkkühe auf Sitzschalen.
      Dann suche ich mir ein anderes Hobby.

  • Holger

    Rechtsexperten sehen die von der DFL an RB Leipzig gestellten Bedingungen derweil sehr kritisch. "Die DFL hat sich mit der bedingten Lizenz auf rechtlich dünnes Eis begeben. Schon die Forderung nach einer Änderung des Logos ist problematisch", sagte Rechtsanwalt und Sportrechtler Johannes Arnhold in einem Beitrag des juristischen Onlinemagazins "Legal Tribune Online". Der Münchner Rechtsanwalt Mark-E. Orth plädiert gar dafür, dass RB die 50+1-Klausel anfechten soll. "Es ist höchste Zeit, dass diese Klausel von einem staatlichen Gericht oder dem Bundeskartellamt überprüft wird. Diese Regel verstößt meiner Einschätzung gegen deutsches und europäisches Kartellrecht", sagte Orth der Leipziger Volkszeitung: "Gleiches gilt für die Vorgaben beim Vereinslogo."
    Quelle: mdr.de

  • DFL und DFB das Ende der Neutralität?

    Neben all den internen Ligaproblemen stellt sich eine weiter Grundsatzfrage. Ist mit RBL das ende des Vereinssports erreicht? Hat sich damit die DFL im Allgemeinen und der DFB im Besonderen als Organschaft des Profifussballs abgeschafft?
    Wird eine Nationalelf nur noch aus deutschen Amateuren gebildet oder durch Fremdenlegionäre besetzt werden dürfen. Denn sobald es zum offenen Konzernfußball werden wird, werden selbst UEFA und FIFA zur Lachnummer.
    Sanktionen greifen dann ins Leere.

  • Mateschitz Konzernelf nervt

    Sportlich ist relativ, wenn es neben dem Spielfeld nun zu einer großen Wettbewerbsverzerrung am Wochenende kommt. Nachdem zunächst der DFB und nun auch die DFB einfache Auflagen machten, sieht sich Mateschitz außer Stande diese zu erfüllen.
    Die Satzung bei Gericht gescheitert, die Vereinserweiterung abgelehnt, die "verdeckte" Produktwerbung vom Vereinswappen trennen.
    Lächerliche Forderungen. Aber dank Leipziger Allerlei und Beckenbauers Eigentor nun ein gigantsichisches Windei.
    An eine Lizenzerteilung glaube ich nicht mehr. Übrigens Leipzig hat, entgegen anderer Meldungen, nie GÜLTIGE eine 2. Liga Lizenz besessen. Somit kann auch keine entzogen werden. Das heisst ab nach Liga 4, denn auch die 3. Ligalizenz scheitert dann an der Auflage des DFB.

    Geschädigt werden bisher: Bielefeld, Heidenheim, Dresden, Darmstadt, Wehen-Wiesbaden, Osnabrück.

    Unsportliche Blau-Weiße Grüße.

    • Holger

      Du irrst. Die Drittligalizenz für die kommende Saison hat RB ja bereits vom DFB längst erhalten. Und dies ohne Auflagen, nebenbei bemerkt. Also müsste RB nicht in die 4. Liga. Und das RB die Lizenz für Liga 2 nicht bekommt, glaube ich eher weniger. Die DFL biegt ihre eigenen Regeln und erteilt Auflagen aufgrund von Regeln die es in ihren Statuten gar nicht gibt. Spätestens vor einem ordentlichen Gericht würde RB Recht bekommen. Der einfachste Weg für RB, die DFL zur Vernunft zu bringen, wäre die Androhung einer Klage gegen die 50+1 Regel als solche. Da die Regel rechtswidrig ist, würde RB auch hier Recht bekommen. Da die DFL sicher ihr Lieblingsspielzeug nicht einbüßen will, würde sie sicher nachgeben, so wie sie es im Fall Hannover getan hat.

      • Aachener

        Also will Mateschitz gegen die 50+1Regel Klagen na toll und dann wundert RBL warum sie nur ein Feindbild sind

      • Traditionsretter

        Ihr seid einfach nur Lachhaft ich hoffe Mateschitz haut endlich ab aus Deutschland

      • Holger

        @Aachener, ob Mateschitz das will weiß ich nicht. Jedenfalls hat ein Münchner Sportrechtsexperte in der heutigen Print-Ausgabe der LVZ ausführlich erklärt, das die 50+1 Regel gegen deutsches Kartellrecht und EU-Recht verstößt, und Mateschitz sehr sehr gute Chancen hätte, wenn er die ganze Regel per Klage aufs Korn nähme. Dazu würde es aber wahrscheinlich gar nicht kommen, da die DFL genau diese Option fürchtet wie der Teufel das Weihwasser. Er verwies hierbei auf den Fall Hannover. Die Hannoveraner hatten auch Streß mit der DFL wegen 50+1. Als beihnahe alle sportrechtlichen Instanzen ausgeschöpft waren, erhielt Hannover96 vorm höchsten Sportgericht, dem DFB-Schiedsgericht Recht. Nicht etwa weil die DFL sich einsichtig zeigte. Nein die nächste Option wäre ein Gang vor ein ordentliches Gericht gewesen. Die Folge wäre die Kassierung der ganzen 50+1 Regel gewesen, das wollte die DFL aber unbedingt vermeiden. Allein also die Drohnung von H96 vor einem ordentlichen Gericht gegen 50+1 vorzugehen, hat ausgereicht die DFL zur Vernunft zu bringen. Das wäre vermutlich im Fall RBL nicht anders. Noch besteht dazu aber keine Veranlassung, die DFL hat ja noch die Möglichkeit, in den beiden Lizenzierungsausschüssen „die Kurve“ zu kriegen.

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